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9. September 2026
PKV-Unternehmensrating: Diese Anbieter erhalten die Bestnote
 PKV-Unternehmensrating: Diese Anbieter erhalten die Bestnote

PKV-Unternehmensrating: Diese Anbieter erhalten die Bestnote

In der privaten Krankenversicherung sind aktuell unterschiedliche Kräfte am Werk: Während sich Bestände und Solvabilität positiv entwickeln, hinterlassen gestiegene Leistungsausgaben deutliche Spuren in den Kennzahlen der Unternehmen. Das MORGEN & MORGEN Rating zu den KV-Unternehmen analysiert die Zahlen. Welche Versicherer sind am besten aufgestellt?

Die private Krankenversicherung in Deutschland ist insgesamt solide aufgestellt. Das ist das Ergebnis des aktuellen KV-Unternehmensratings des Analysehauses MORGEN & MORGEN. Für die diesjährige Auflage wurden 30 deutsche Krankenversicherer anhand ihrer Unternehmenskennzahlen aus den Bilanzjahrgängen 2021 bis 2025 untersucht. Für das Rating bewertet das Haus Kennzahlen, die ausschließlich aus öffentlich zugängliche Unternehmensdaten wie Geschäftsberichten und Solvency-II-Berichten stammen. Produktdaten fließen nicht in die Bewertung ein. Für jede Kennzahl und jedes Bilanzjahr werden Benchmarks definiert und regelmäßig an die Marktgegebenheiten angepasst, erklärt MORGEN & MORGEN.

So ist die Situation in der privaten Krankenversicherung

Das Rating zeigt, dass in der Branche derzeit ein differenziertes Bild vorherrscht. Die Bestände entwickeln sich insgesamt positiv – allerdings von Unternehmen zu Unternehmen sehr unterschiedlich. Im Allgemeinen nimmt jedoch das Wachstum in der Vollversicherung zu, und auch die Ergänzungsversicherung befindet sich auf dem Wachstumskurs, heißt es. Die Kapitalanlage hat sich stabilisiert und im Bereich der Solvabilität bleiben die betrachteten Krankenversicherer weiterhin deutlich über den regulatorisch erforderlichen 100%.

Allerdings bleiben steigende Leistungsausgaben eine Herausforderung für die Unternehmen: Sie hinterlassen zum Teil deutliche Spuren in den Unternehmenskennzahlen, etwa bei der versicherungstechnischen Ergebnisquote, die weiterhin auf eher niedrigem Niveau liegt. „Insgesamt zeigt sich die Branche diesen Herausforderungen gegenüber aber weiterhin solide aufgestellt“, erklärt Thorsten Saal, Bereichsleiter Mathematik und Rating bei MORGEN & MORGEN.

Teilrating Erfolg

Das Bild auf Ertragsseite bleibt gemischt, erklärt MORGEN & MORGEN. Sowohl die Nettoverzinsung als auch die Überzinsquote bleiben im Vergleich zum Vorjahr stabil. Der durchschnittliche Rechnungszins dagegen ist nach Jahren der fallenden Tendenz erstmals wieder leicht angestiegen und liegt bei 2,1%. Abschluss- und Verwaltungskosten sind minimal zurückgegangen.

Bei den Leistungsausgaben sieht man den Einfluss auf die Kennzahlen deutlicher. Die versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote bewegt sich mit 7,6% (Vorjahr: 7%) immer noch auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Zwar sei eine gewisse Stabilisierung zu beobachten, doch der Druck aus den steigenden Leistungsausgaben bleibt bestehen. Im Teilrating erreichen sieben Unternehmen die Höchstbewertung von fünf Sternen, weitere zehn erhalten vier Sterne.

Teilrating Bestand

Die Bestandsentwicklung fällt insgesamt positiv aus. In der Vollversicherung liegt die durchschnittliche Wachstumsrate der natürlichen Personen bei 0,5%, und steigt dabei sogar an (Vorjahr: 0,3%). In der Zusatzversicherung liegt die Wachstumsrate mit 2,2% leicht unter dem Vorjahreswert von 2,7%. Einzelne Versicherer erzielen in beiden Bereichen deutlich überdurchschnittliche Wachstumsraten.

In diesem Teilrating erreichen gleich 10 der 30 analysierten Unternehmen die Höchstbewertung, die übrigen verteilen sich vergleichsweise breit auf die restlichen Ratingstufen.

Teilrating Sicherheit

Die Sicherheitskennzahlen sind solide, erklären die Analysten. Die Solvency-II-Quoten bewegen sich bei allen Unternehmen deutlich über den regulatorisch erforderlichen 100%. Gleichzeitig sorgen gestiegene Leistungsausgaben für geringere Zuführungen, und höhere Entnahmen aus der RfB werden unter anderem genutzt, um Beitragsanpassungen abzumildern.

 

 PKV-Unternehmensrating: Diese Anbieter erhalten die Bestnote

 

Die Bewertungsreserven zeigen eine etwas schwächere Entwicklung als in den Vorjahren, der durchschnittliche Wert liegt bei -4,1%. Im Marktdurchschnitt überwiegen weiterhin stille Lasten, aber einzelne Versicherer verfügen jedoch auch wieder über positive Reserven.

Insgesamt erreichen im Teilrating Sicherheit 16 Unternehmen, also mehr als die Hälfte, die Bestnote von fünf Sternen. Damit bleibt die finanzielle Stabilität eine besondere Stärke der PKV, so MORGEN & MORGEN.

Sieben Unternehmen erhalten im Gesamtrating Höchstbewertung

 

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Die Teilratings fließen mit unterschiedlichen Gewichtungen ins Gesamtrating ein: Die Teilratings Erfolg und Sicherheit mit jeweils 45%, Bestand mit 10%.

Insgesamt erreichen sieben Unternehmen die Höchstbewertung. Damit ist die Anzahl der Versicherer, die fünf Sterne erreichen kann, leicht unter der vom Vorjahr, als neun Unternehmen die Bestbewertung erhielten. Die Anzahl der Vier-Sterne-Bewertungen steigt dagegen von 12 auf 15, sechs Unternehmen erhalten drei Sterne, zwei bekommen zwei Sterne. Eine Ein-Stern-Bewertung erhält kein Unternehmen (siehe Grafik).

Fünf Sterne erhalten (in alphabetischer Reihenfolge): Allianz, Alte Oldenburger, LVM, R+V, SIGNAL IDUNA, uniVersa und VGH Provinzial.

Die 15 Unternehmen, die vier Sterne erhalten, sind die folgenden: ARAG, AXA, Barmenia, Continentale, Debeka, DEVK, DKV, Generali, Gothaer, Hallesche, HanseMerkur, INTER, LKH, Mecklenburgische sowie die Württembergische.

Wie geht es weiter in der PKV?

Die Entwicklung der Leistungsausgaben bleibt auch für die kommenden Jahre entscheidend. Medizinischer Fortschritt, allgemeine Kostensteigerung im Gesundheitswesen sowie zusätzliche Belastungen wie der geplante GOÄ-Fortschritt könnten den Druck weiter erhöhen, heißt es von den Analysten. Von den Auswirkungen werden wahrscheinlich auch Kunden nicht verschont bleiben: „Sollte sich der Trend steigender Leistungsausgaben fortsetzen, wird sich das auch künftig in den Unternehmenskennzahlen widerspiegeln und weitere Beitragsanpassungen wahrscheinlicher machen“, resümiert Saal. (js)

Die gesamten Ergebnisse des Ratings können auf der Website von MORGEN & MORGEN eingesehen werden.
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