Der Verband der Privaten Krankenversicherung e. V. (PKV-Verband) hatte bereits Anfang Oktober angekündigt, dass es eine weitere Runde mit Beitragserhöhungen in der privaten Krankenvollversicherung (PKV) zum Jahreswechsel geben würde. Kurz darauf standen auch konkrete Zahlen im Raum: für mehr als die Hälfte der PKV-Versicherten werden die Beiträge zum 01.01.2027 im Schnitt um 13,4% klettern. Bei den Tarifen für Beihilfeberechtigen ist der Wert mit 11,4% etwas niedriger, bei allen anderen Versicherern liegt er bei 15,3%.
So funktionieren Beitragsanpassungen in der PKV
PKV-Versicherer dürfen die Beiträge nur dann anpassen, wenn bestimmte rechtliche Vorgaben erfüllt sind. So darf eine Erhöhung nur dann erfolgen, wenn die Versicherungsleistungen nachweislich um einen bestimmten Prozentsatz höher liegen als ursprünglich kalkuliert. Die gesetzlich vorgegebene Abweichung liegt bei 10%, Versicherer können aber auch niedrigere Schwellenwerte vereinbaren. Laut der Webseite der hc consulting AG, einem inhabergeführtem Maklerhaus in Köln, das sich ausschließlich auf die PKV konzentriert, tritt eine solche Abweichung regelmäßig ein. Hintergrund sind vor allem medizinischer Fortschritt, steigende Behandlungskosten und eine längere Lebenserwartung.
Die hc consulting AG, ein Kölner Versicherungsmakler, der PKV-Versicherte beim Tarifwechsel nach § 204 VVG berät, hat auf ihrer Website eine Übersicht mit den geplanten Beitragserhöhungen einiger Versicherer, zusammengestellt anhand der im eigenen Bestand verfügbaren Daten. In einer Tabelle, die laut Angaben des Unternehmens laufend erneuert wird, werden die Zahlen detailliert. Die Angaben beziehen sich auf die Vollversicherung für Angestellte, Selbstständige und Freiberufler und beruhen auf Uni-Sex Tarifen.
Seite 1 PKV-Versicherer mit den höchsten Beitragsanpassungen 2027
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