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21. Juli 2021
Preisrallye bei Eigentumswohnungen hält an
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Preisrallye bei Eigentumswohnungen hält an

Im Gegensatz zu den Mietpreisen bleiben die Kaufpreise für Wohnimmobilien in deutschen Städten im Rallyemodus. Allein im zweiten Halbjahr dürften sie im Schnitt um bis zu 11% teurer werden. Das zeigt die zweite Ausgabe des immowelt Preiskompass.

Während die Mietpreise in deutschen Großstädten zuletzt nicht mehr so stark gestiegen sind, geht es bei den Kaufpreisen weiter dynamisch nach oben. Laut einer immowelt-Prognose werden sich die Angebotspreise von Eigentumswohnungen bis Ende 2021 in 13 von 14 untersuchten Städten weiter verteuern. Das ist ein Ergebnis aus der zweiten Ausgabe des immowelt Preiskompass.

Preisanstieg von bis zu 11% bis Jahresende

Der stärkste Anstieg wird für München prognostiziert. Bis zum Ende des Jahres klettern die Kaufpreise laut immowelt dort um 11% auf 9.513 Euro. Damit würde sich die Entwicklung der ersten sechs Monate in der Isarmetropole fortsetzen. Aktuell kostet der Quadratmeter in einer Bestandswohnung 8.552 Euro. Das sind 5% mehr als noch im ersten Quartal, wo Wohnungen für 8.117 Euro pro m2 angeboten wurden. Damit bleibt München die mit großem Abstand teuerste deutsche Großstadt. Nachdem es im vergangenen Jahr aufgrund der abflachenden Preiskurven etwas nach Entspannung aussah, ziehen 2021 die Preise wieder kräftig an.

Auch in Hamburg ziehen die Preise kräftig an

Ein steigendes Niveau sieht immowelt auch in Hamburg. In der Elbmetropole sind die Preise in den vergangenen drei Monaten sogar um 6% angestiegen. Aktuell kostet der Quadratmeter 5.388 Euro, im ersten Quartal waren es noch 5.096 Euro. Bis Jahresende wird auch in Hamburg ein zweistelliges Wachstum von 11% auf 5.973 Euro pro m2 prognostiziert.

Berlin erstmals über 4.000 Euro pro m2

In Berlin werden derweil Nachholeffekte aufgrund des Endes des Mietendeckels sichtbar. Die Nachfrage nach Wohneigentum ist aufgrund des wieder gestiegenen Interesses von Kapitalanlegern hoch. Bei Bestandswohnungen wurde erstmals die 4.000-Euro-Marke übersprungen. Aktuell kostet der Quadratmeter 4.054 Euro. Nachdem im vergangenen Jahr der Preisanstieg pro Quartal maximal 2% betrug, waren es vom ersten auf das zweite Quartal 2021 wieder 5%. So stark zogen die Preise zuvor zuletzt im dritten Quartal 2018 an. Nachdem Aus des Berliner Mietendeckel im April, zeigt sich immowelt zufolge eine steigende Dynamik am Mietmarkt, die sich nun auch auf den Kaufmarkt ausdehnt. Die Preise steigen folglich bis Ende des Jahres um 4% auf 4.212 Euro pro m2.

Preisniveau in Frankfurt pendelt sich ein

Doch nicht in allen hochpreisigen Städten verteuern sich die Kaufpreise weiter. In Frankfurt, der zweitteuersten deutschen Stadt, bleiben die Preise stabil bei 5.462 Euro pro m2. Im zweiten Halbjahr verfestigt sich der Trend der letzten Monate. Bis Jahresende werden in der Bankenmetropole konstante Preise bei 5.463 Euro pro m2 erwartet. Die Preise scheinen damit in der Mainmetropole auf ein Plateau zuzusteuern.

Große Anstiege auch in den günstigen Großstädten

Auf weiter steigende Preise mit einem Zuwachs von jeweils 7% müssen sich hingegen Immobilienkäufer in Dortmund und Leipzig gefasst machen. Dort ist das Preisniveau dennoch deutlich niedriger. In Dortmund liegt der Preis derzeit bei 2.336 Euro pro m2 (+4%) und dürfte bis Jahresende auf 2.489 Euro klettern. In Leipzig liegt das aktuelle Niveau bei 2.366 Euro (+4%) und dürfte bis Ende 2021 auf 2.542 Euro zulegen. In Hannover, das bereits jetzt mit 10% einen starken Preisanstieg auf 3.577 Euro aufweist, wird erwartet, dass sich der Trend bis Jahresende ebenfalls verfestigt. Die Experten von immowelt prognostizieren hier einen weiteren Anstieg um 7%. Ende 2021 würde der durchschnittliche Angebotspreis in Hannover dann bei 3.818 Euro pro m2 stehen. (mh)

Bild: © Jürgen Fälchle – stock.adobe.com