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Private Equity ist wieder auf der Überholspur
25. Februar 2020

Private Equity ist wieder auf der Überholspur

Die Private-Equity-Branche ist im Zuge der Weltfinanzkrise stark zusammengebrochen. Von 2014 bis 2019 feierte sie aber bereits wieder die bislang besten Jahre in ihrer Geschichte. Das geht aus dem 11. Global Private Equity Report von Bain & Company hervor.


Die Private-Equity-Branche ist im Zuge der Weltfinanzkrise stark zusammengebrochen. Von 2014 bis 2019 feierte sie aber bereits wieder die bislang besten Jahre in ihrer Geschichte. Das geht aus dem 11. Global Private Equity Report von Bain & Company hervor.

Private Equity ist wieder auf der Überholspur

Handelskonflikte und rückläufiges Wirtschaftswachstum können das Geschäft der Private-Equity-Branche nicht bremsen. Im Gegenteil: Die Branche erlebte zuletzt die besten sechs Jahre ihrer Geschichte. Von 2014 bis 2019 flossen insgesamt rund 3,2 Bio. US-Dollar (rund 3 Bio. Euro) in Buy-out-Transaktionen, davon allein 551 Mrd. US-Dollar im vergangenen Jahr. Das geht aus dem 11. „Global Private Equity Report“ von Bain & Company hervor. Die Unternehmensberatung beleuchtet darin auch die Hintergründe des Rekordlaufs und zeigt auf, was die besten Fonds auszeichnet.

Hohe Mittelzuflüsse und hoher Anlagedruck

2019 hat die PE-Branche mit 894 Mrd. US-Dollar den zweithöchsten Betrag der vergangenen 16 Jahre eingeworben. Auch die Summe des nicht-investierten Kapitals erreichte bis Ende 2019 mit 2,5 Bio. US-Dollar einen Rekordwert. Das ist mehr als doppelt so viel wie vor zehn Jahren. „Die PE-Branche kann auf ein weiteres sehr gutes Jahr zurückblicken“, betont Bain-Partner Rolf-Magnus Weddigen, der die PE-Praxisgruppe im deutschsprachigen Raum leitet. Für diesen Erfolg habe die Branche aber schwer arbeiten müssen. „Der Anlagedruck ist enorm, der Wettbewerb hart – und die Bewertungen sind höher denn je“, so Weddigen.

Börsennotierte Unternehmen gewinnen an Bedeutung

Vor diesem Hintergrund sei auch der Rückgang des Buy-out-Transaktionsvolumens um gut 10% im Jahr 2019 zu erklären. Angesichts der starken Konkurrenz bei klassischen Zielobjekten wird die Übernahme börsennotierter Unternehmen für PE-Fonds zunehmend attraktiver. Im vergangenen Jahr waren acht der zehn größten Buy-out-Transaktionen Public-to-Private-Deals. Ihr Volumen belief sich auf 204 Mrd. US-Dollar. Auf der anderen Seite lassen sich bestehende Beteiligungen in diesem Markt aber zu attraktiven Konditionen veräußern. Lag die durchschnittliche Haltedauer im Jahr 2014 noch bei sechs Jahren, waren es zuletzt nur noch 4,3 Jahre. Attraktive Exits ermöglichen zudem hohe Ausschüttungen. Seit nunmehr neun Jahren übersteigen die Ausschüttungen der Buy-out-Fonds die Einzahlungen.

Vier Erfolgskriterien für Private-Equity-Fonds

Derzeit beginnt sich die Spreu vom Weizen zu trennen. Immer mehr Geld fließt in immer weniger Fonds. 2019 meldeten 238 Buy-out-Fonds ihr Closing, zwei Jahre zuvor waren es noch 388 gewesen. Gleichzeitig stieg die durchschnittliche Fondsgröße um rund zwei Drittel auf 444 Mio. Dollar. Der Bain-Report hat vier Erfolgskriterien für PE-Fonds herausgearbeitet: Branchenfokus, Länder-/Deal-Fokus, Wertsteigerung im Portfolio und Marktmacht. (mh)

© WrightStudio – stock.adobe.com




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