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Private Krankenversicherung: Diese Anbieter sind top
15. März 2019

Private Krankenversicherung: Diese Anbieter sind top

Die Anbieter privater Krankenversicherungen stehen im Fokus des aktuellen map-reports (Nr. 907). Die Beiträge der untersuchten Versicherer sollen demzufolge 2019 nur moderat ansteigen. Ratingbester ist der jahrelange Seriensieger des map-PKV-Reports. Im Zusammenhang mit den untersuchten Kennzahlen bedauern die map-report-Herausgeber die Zurückhaltung und „Transparenzverweigerung“ einiger Versicherungsgesellschaften.


Die Anbieter privater Krankenversicherungen stehen im Fokus des aktuellen map-reports (Nr. 907). Die Beiträge der untersuchten Versicherer sollen demzufolge 2019 nur moderat ansteigen. Ratingbester ist der jahrelange Seriensieger des map-PKV-Reports. Im Zusammenhang mit den untersuchten Kennzahlen bedauern die map-report-Herausgeber die Zurückhaltung und „Transparenzverweigerung“ einiger Versicherungsgesellschaften.

Private Krankenversicherung: Diese Anbieter sind top

Der map-report, der Beratern und Verbrauchern eine verlässliche Faktensammlung zur eigenständigen Meinungsbildung an die Hand geben möchte, hat sich in seiner aktuellen Ausgabe (Nr. 907 „Rating Private Krankenversicherung“) mit den Anbietern von privaten Krankenversicherungen befasst. Dabei haben die Herausgeber, das Analysehaus Franke und Bornberg, klargestellt, dass es „die beste Krankenversicherung“ nicht gebe – sondern immer nur den jeweils am besten geeigneten Tarif eines leistungsfähigen Versicherers.

Dennoch wurden die Anbieter genau unter die Lupe genommen und in den drei Bereichen Bilanz (maximal 30 Punkte), Service (maximal 30 Punkte) sowie Vertrag (maximal 30 Punkte plus 10 Punkte für Flexibilität) untersucht. Die maximal erreichbare Gesamtpunktzahl von 100 Punkten konnte kein getesteter Anbieter im aktuellen map-report verbuchen. 14 Gesellschaften mit knapp 48% Marktanteil (verdiente Beiträge) haben die für das Rating erforderlichen Daten geliefert, zu den weiteren 16 Gesellschaften, die keine Antworten abgegeben haben, haben die Herausgeber des map-reports die öffentlich zugänglichen Bilanzkennzahlen ausgewertet. Konkret ging es um die Bilanzdaten und Servicekennzahlen der Jahre 2013 bis 2017 sowie die Bestandsbeiträge im Zeitraum 2000 bis 2019.

Dauersieger Debeka auch diesmal vorne

Das Ergebnis: Die Debeka, die sich mit Ausnahme des Jahres 2017 seit 2001 Seriensieger im map-PKV-Rating nennen kann, verteidigt auch diesmal ihre Top-Position in Sachen private Krankenversicherung. Mit 83,85 von maximal 100 Punkten knackte die Debeka als einziges Unternehmen die 80-Punkte-Grenze. Die Gesellschaft überzeugte dabei in allen drei Teilbereichen des Ratings, besonders bei der Servicebewertung erreichte sie mit 26,65 von 30 Punkten ebenso wie bei Vertragsdaten mit 35,20 von maximal 40 Punkten die Spitzenposition.

 Diese Anbieter sind top

Der zweite Platz ging an die Provinzial Hannover. Ihre hervorragende Bewertung im Vertragsteil konnte sie vor allem durch stabile Beiträge erzielen. Aber auch in den Teilbereichen Bilanz und Service überzeugte die Gesellschaft mehrfach. Ihr Gesamtergebnis: 78,85 Punkte.

Dahinter konnten SIGNAL IDUNA, R+V, LVM und Alte Oldenburger wie im Vorjahr ihren Platz in der Spitzengruppe behaupten. Neu dazugekommen ist diesmal noch die Allianz Krankenversicherung, gemessen an den 2017 verdienten Beiträgen Deutschlands drittgrößter Privatversicherer. Alle genannten Gesellschaften erhielten mit ihrer Punktzahl die Bewertung „mmm“.

Transparenz hat Schattenseiten

In Sachen Beitragsentwicklung geben die map-report-Herausgeber für dieses Jahr Entwarnung: Die untersuchten Versicherer haben 2019 ihre Beiträge durchschnittlich um 2,87% angehoben, was einer ähnlichen Größenordnung entspricht wie im Vorjahr.

Im Zusammenhang mit der Zurückhaltung vieler Versicherer was die Datenlieferung angeht, äußert sich Reinhardt Klages, Chefredakteur des map-report, enttäuscht. Bei manchen Anbietern sinke die Motivation zur Teilnahme schon allein dadurch, dass jeder Versicherer bereits vor der Datenlieferung einschätzen könne, ob seine Leistungen für eine gute Bewertung ausreichten – denn schließlich lege man vonseiten der Herausgeber sämtliche Bewertungskriterien samt Werteskala offen. So habe die Transparenz eben auch ihre Schattenseiten.

Im Hinblick auf den seit 2018 vom map-report untersuchten Gesamtbestand nach Monatssollbeiträgen und den diesbezüglichen Beitragsanpassungen, die zwischen 2012 und 2017 durchschnittlich 2,6% pro Jahr betragen haben, spricht auch Michael Franke, geschäftsführender Gesellschafter des Analysehauses Franke und Bornberg, von Transparenzverweigerung einiger Versicherer. Manche Gesellschaften meldeten gar keine Daten, obwohl es mit dem BaFin-Nachweis 230 eine verbindliche Vorgabe für die Ermittlung der Beitragserhöhungen gebe. Franke äußert ein gewisses Verständnis für die Vorgehensweise der betreffenden Gesellschaften, merkt jedoch auch an: „Öffentliche Transparenz zeigt neben den Stärken auch mögliche Schwachstellen der Versicherer auf. Man darf aber nicht vergessen, dass eine Nicht-Teilnahme auch eine Aussagekraft für sich hat. Die Erfahrung zeigt, dass Verbraucher eher durch fehlende Informationen als durch die Sichtbarkeit einzelner Schwächen verunsichert werden. Mauern birgt also durchaus auch Risiken für die Reputation.“ (ad)




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