Beim Pensions-Sicherungs-Verein (PSVaG), der sich der Insolvenzsicherung deutscher Unternehmen annimmt, ist der Leistungsaufwand zuletzt gestiegen. Hintergrund ist eine anhaltend schwache Konjunktur sowie anhaltende geopolitische Unsicherheiten. So heißt es in der Pressemitteilung des Vereins zur Mitgliederversammlung vom 16.06.2026.
Die Anzahl der Insolvenzen, bei denen der PSVaG leistungspflichtig wurde, liegt aktuell leicht über dem Niveau des Vorjahres. Deutlich zugenommen hat die Zahl der zu sichernden laufenden Leistungen und unverfallbaren Anwartschaften, so der PSVaG. Sie stieg um etwa 40% auf über 28.000 Fälle. Entsprechend verzeichnet auch der Leistungsaufwand ein Plus von etwa einem Drittel gegenüber dem Vorjahr.
Anstieg des Beitragssatzes erwartet
Der festzusetzende Beitragssatz wird maßgeblich durch das bisherige und noch kommende den PSVaG betreffende Insolvenz- und Kapitalmarktgeschehen des Jahres 2026 geprägt. Die deutliche Steigerung des Leistungsaufwands im ersten Halbjahr lässt eine Steigerung des Beitragssatzes für das Jahr 2026 erwarten, sodass er über dem Vorjahreswert von 1,2‰ liegen wird, so der PSVaG.
Sofern der PSVaG im weiteren Jahresverlauf weitgehend von Großschadenereignissen verschont bleibt und es an den Kapitalmärkten nicht zu starken Verwerfungen kommt, wird der Beitragssatz unterhalb des langjährigen Mittelwertes von 2,5‰ liegen.
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