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30. August 2026
Rating Private Cyberabsicherung: Nur ein Tarif mit Bestnote
Rating Private Cyberabsicherung: Nur ein Tarif mit Bestnote

Rating Private Cyberabsicherung: Nur ein Tarif mit Bestnote

Das Analysehaus Franke und Bornberg hat sein aktuelles Rating zur privaten Cyberabsicherung veröffentlicht. Trotz der wachsender Bedrohungen und steigendem Schutzbedarf bleiben Versicherer zurückhaltend, die Anzahl der Anbieter und Tarife ist sogar leicht rückläufig. Von den untersuchten Tarifen erhält nur einer die Bestbewertung.

Die Bedrohungen im Netz werden häufiger und vielfältiger, auch für Privatpersonen. Der Cyberversicherungsmonitor 2026 des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zeigt, dass im vergangenen Jahr rund 11% der Internetnutzer hierzulande einer Straftat im Internet zum Opfer gefallen sind. Betrug beim Online-Shopping lag dabei mit 22% auf Platz 1 der häufigsten Cybervorfälle, gefolgt von Datenverlust und Betrug beim Online-Banking. Doch auch Identitätsdiebstahl sowie Deepfake-Vorfälle sind häufiger geworden.

Anzahl der Anbieter und Tarife leicht rückläufig

Trotz dieser Entwicklungen ist der Markt der privaten Cyberversicherung weiterhin relativ klein, so Franke und Bornberg. Das Analysehaus hat den aktuellen Jahrgang seines Cyberratings Privat veröffentlicht. Bei der Untersuchung der Tariflandschaft wird schnell klar: Die Versicherer sind immer noch zurückhaltend, wenn es um eigenständige Tarife in der privaten Cyberabsicherung geht.

Für den aktuellen Jahrgang hat Franke und Bornberg 20 Tarife von 13 Versicherern geprüft. Damit ist sowohl die Anzahl der Anbieter als auch der Tarife leicht rückläufig: Im Vorjahr waren es noch 21 Tarife und 14 Anbieter. Trotz breiter werdendem Risikobild und wachsendem Schutzbedarf bündeln die meisten Versicherer Cyberangebote häufig noch in Bausteinen zu Hausrat-, Haftpflicht- oder Rechtsschutzverträgen, anstatt eigenständige Policen zu entwickeln.

Schutzbriefe tendenziell schlechter aufgestellt

Für die diesjährige Auflage bewertet Franke und Bornberg die Tarife anhand von 69 Detailkriterien in 13 Kategorien. Die Gewichtung mehrerer Kriterien wurde überarbeitet. So wurde die Gewichtung von Konto- und Zahlungsmissbrauch hochgestuft, während psychologische Betreuung, Haftpflicht und Rechtsschutz niedriger gewichtet wurde als bisher. Finanzielle Eigenschäden gewinnen dagegen im Gesamtsystem an Gewicht. Neu berücksichtigt wurde als Teil der Kriterien die Jahreshöchstentschädigung, also die Gesamtleistung für alle Schadenfälle innerhalb eines Versicherungsjahres.

Um die beiden höchsten Ratingklassen FFF+ („hervorragend“) und FFF („sehr gut“) zu erhalten, müssen die Tarife zusätzlich mehrere Mindeststandards erfüllen.

Im Rating wird nicht zwischen eigenständigen Cyberversicherungen, Rechtsschutztarifen mit Fokus auf Internetrisiken und sogenannten Schutzbriefen unterschieden, da laut Franke und Bornberg eine trennscharfe Abgrenzung der Produktarten kaum möglich ist und diese für Verbraucher auch kaum eine Rolle spielt. Jedoch räumt das Analysehaus ein, dass Schutzbriefe im Rating tendenziell schlechter abschneiden, da sie überwiegend Unterstützungsleistungen bieten und finanzielle Eigenschäden häufig nicht abdecken.

Dieser Versicherer erhält die Höchstbewertung

Unter den analysierten Tarifen erhält nur ein einziger die Bestnote FFF+ („hervorragend“). Dieser wird von der Debeka angeboten, die ihren Tarif zuletzt überarbeitet hatte, so Franke und Bornberg. Fünf Tarife erhalten die zweitbeste Bewertung FFF, während fast die Hälfte der Tarife (9 Tarife) mit der Note FF+ eine „gute Bewertung erhält.

 

Rating Private Cyberabsicherung: Nur ein Tarif mit Bestnote

 

Jeweils ein Tarif wird mit FF („befriedigend) und F („mangelhaft“) bewertet, drei Tarife erhalten mit F- eine „ungenügende“ Bewertung (siehe Grafik).

„Dass in diesem Jahr nur ein einziger Tarif unsere Bestnote FFF+ erreicht, zeigt: Guter Cyberschutz ist immer noch keine Selbstverständlichkeit“, so Michael Franke, Geschäftsführer von Franke und Bornberg. „Der Markt für eigenständige Cyberversicherungen bewegt sich kaum, obwohl der Bedarf spürbar steigt.“

Darauf müssen Verbraucher und Vermittler besonders achten

Für Verbraucher und Vermittler bedeutet dies: Bei der Auswahl einer privaten Cyberversicherung sollte insbesondere auf einen guten Schutz bei Konto- und Zahlungsmissbrauch geachtet werden, ebenso wie auf den tatsächlichen Leistungsumfang der einzelnen Tarife. (js)

Die Ergebnisse des Ratings Cyber Privat 2026 können auf der Website von Franke und Bornberg eingesehen werden.

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