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So haben sich deutsche Immobilienfinanzierungen verändert
16. November 2018

So haben sich deutsche Immobilienfinanzierungen verändert

Eine aktuelle Auswertung der Dr. Klein Privatkunden AG von mehr als 100.000 Immobilienfinanzierungen zeigt enorme regionale Unterschiede. Vor allem in einem Bundesland hat sich zudem das Alter der Kreditnehmer in den letzten zehn Jahren massiv verjüngt.


Eine aktuelle Auswertung der Dr. Klein Privatkunden AG von mehr als 100.000 Immobilienfinanzierungen zeigt enorme regionale Unterschiede. Vor allem in einem Bundesland hat sich zudem das Alter der Kreditnehmer in den letzten zehn Jahren massiv verjüngt.


So haben sich deutsche Immobilienfinanzierungen verändert

Kreditnehmer werden bei der Erstfinanzierung ihrer Immobilie immer jünger. Im Schnitt ist der Altersschnitt in ganz Deutschland von 48 auf 39 Jahre. Einer der wesentlichen Gründe ist die anhaltende Niedrigzinsphase. Seit dem Jahr 2008 sank der EZB-Leitzins von damals 4,25 auf 0% im März 2016. Auf diesem Rekordtief wird die EZB den Leitzins voraussichtlich noch bis mindestens Herbst 2019 belassen.

Alterswende in Sachsen-Anhalt

Besonders deutlich fällt der Verjüngungstrend in Sachsen-Anhalt aus. 13 Jahre sind die Baufinanzierer hier im Schnitt jünger als im Jahr 2007. Damit hat sich das östliche Bundesland innerhalb von zehn Jahren vom Schlusslicht zum Tabellenführer entwickelt. „Seit der Wende ist die Eigentümerquote in Sachsen-Anhalt stark angestiegen. Und mit dem Beginn der Niedrigzinsphase hat sich diese Entwicklung noch einmal verstärkt“, erklärt Carola Ferchow, Spezialistin für Baufinanzierung bei Dr. Klein in Dessau. Oft hätten die jungen Kunden zwar noch nicht viel Eigenkapital angespart. Bei einem Einkommen, könnten sie sich mit den nach wie vor günstigen Zinsen trotzdem oft ein Eigenheim leisten.

Hoch, höher, Hafencity

353.000 Euro – so viel nehmen Hamburger im vergangenen Jahr unterm Strich für die Finanzierung ihrer Immobilie auf. Das durchschnittliche Darlehen liegt damit rund 150.000 Euro höher als zehn Jahre zuvor und verzeichnet 2017 einen bundesweiten Rekord. Im letzten Quartal 2017 wechselt eine Hamburger Wohnung im Schnitt für 3.627 Euro pro m2 den Besitzer. Bei einer 90m2-Wohnung bedeutet das einen Kaufpreis von rund 326.000 Euro. in Ende der Preissteigerung ist laut Dr. Klein in der Hansestadt nicht abzusehen. Damit sind auch bei der Kreditsumme neue Rekordwerte zu erwarten.

Summen in Ostdeutschland noch deutlich niedriger

Auch in den übrigen 15 Bundesländern steigen die Immobilienpreise teils mit enormer Dynamik. Einzig in den neuen Bundesländern – vor allem in Sachsen-Anhalt und Thüringen – nehmen die Baufinanzierer mit 192.000 Euro und 204.000 Euro noch vergleichsweise niedrige Darlehen auf. Besonders in den ländlichen Gebieten Sachsen-Anhalts ist noch ausreichend Bauland verfügbar, die Grundstücks- und Immobilienpreise sind daher. In Städten wie Dessau oder Wittenberg ziehen die Preise allerdings an. Vor allem Immobilien in guten Lagen sind auch dort nur noch für sehr solvente Käufer erschwinglich. (mh)






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