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So sehr driften Vermittler beim Stundensatz auseinander
13. August 2019

So sehr driften Vermittler beim Stundensatz auseinander

Der BVK hat erste Ergebnisse seiner aktuellen Strukturanalyse präsentiert. Beim Gewinn geht die Bandbreite weit auseinander: Während ein Drittel der Vermittler unterhalb der Grenze von 50.000 Euro landet, verdient ein weiteres Drittel über 100.000 Euro pro Jahr. Besonders deutlich ist die Kluft beim Gewinn pro Stunde.


Der BVK hat erste Ergebnisse seiner aktuellen Strukturanalyse präsentiert. Beim Gewinn geht die Bandbreite weit auseinander: Während ein Drittel der Vermittler unterhalb der Grenze von 50.000 Euro landet, verdient ein weiteres Drittel über 100.000 Euro pro Jahr. Besonders deutlich ist die Kluft beim Gewinn pro Stunde.


So sehr driften Vermittler beim Stundensatz auseinander

Alle zwei Jahre erhebt der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) im Rahmen seiner Strukturanalyse strukturelle und betriebswirtschaftliche Daten von Vermittlern, darunter auch zur Gewinnentwicklung in den Betrieben. Nun wurden erste Ergebnisse der neuen Umfrage in der aktuellen Ausgabe des BVK-Mitgliedermagazins „VersicherungsVermittlung“ vorgestellt.

Fast jeder dritte Vermittler mit weniger als 50.000 Euro Gewinn

Der BVK-Strukturanalyse zufolge verzeichnete knapp ein Drittel (31%) der Teilnehmer pro Jahr einen Gewinn unterhalb von 50.000 Euro. Bei jedem zehnten davon (11%) waren es sogar weniger als 25.000 Euro. Somit landet fast jeder dritte Vermittlerbetrieb unterhalb der Marke, die nach Ansicht des BVK den absoluten Mindestgewinn vor Steuern darstellt, den ein Einzelunternehmer erzielen müsste, um Aufgaben, Verantwortung und unternehmerisches Risiko des Inhabers angemessen zu honorieren.

Nach oben wird die Luft dünner

Insgesamt zeigt sich beim Gewinn eine große Kluft zwischen den Vermittlerbetrieben. In den Gewinnbereich von über 50.000 Euro bis unter 75.000 Euro schaffte es ein Fünftel der Teilnehmer (20%). 16% der Vermittler verdienen über 75.000 Euro bis unter 100.000 Euro. Ein Drittel (33%) der Umfrageteilnehmer kommt auf einen Gewinn von über 100.000 Euro: 9% verdienen bis 125.000 Euro, 8% bis 150.000 Euro, 7% bis 200.000 Euro und fast jeder zehnte Vermittlerbetrieb verbucht einen Gewinn vor Steuern von mehr als 200.000 Euro pro Jahr. Gegenüber der vorherigen Strukturanalyse haben sich die einzelnen Einkommensgruppen von der Größe her kaum verändert.

Extreme Unterschiede beim Gewinn pro Stunde

Anhand der Angaben zu Anzahl der Inhaber, geleisteten Stunden und Gewinn hat der BVK außerdem den Gewinn pro Stunde je Inhaber in den einzelnen Einkommensklassen ermittelt. So kommt der Inhaber eines Vermittlerbetriebs mit einem jährlichen Gewinn von weniger als 80.000 Euro (vor Steuern) in der Stunde auf einen Gewinn von 18,40 Euro. Mit Übergang in die nächsthöherer Einkommensklasse von 80.000 und 120.000 Euro steigt der Gewinn pro Stunde je deutlich, und zwar auf 31,40 Euro. Wer im Jahr 400.000 und 500.000 Euro verdient, kommt auf 70,80 Euro pro Stunde. Inhaber von Vermittlerbetrieben mit einem Jahresgewinn über 500.000 Euro landen pro Stunde bei einem Gewinn von 93,60 Euro. Ein drohender Provisionsdeckel könnte dazu beitragen, die Kluft bei den Gewinnen noch weiter zu vergrößern.

Hohe Zufriedenheit ungeachtet der Einkommenssituation

Insgesamt ist die Zufriedenheit unter den Vermittlern laut BVK nach wie vor hoch. So geben nur noch 8,5% der Umfrageteilnehmer an, den Vertriebsweg wechseln zu wollen. Als interessant bewertet es der BVK, dass Vermittler aus den unteren Einkommensklassen nicht signifikant weniger zufrieden sind als ihre Kollegen, die höherer Gewinne erzielen.

Makler in Studie unterrepräsentiert

An der Umfrage zu strukturellen und betriebswirtschaftlichen Aspekten haben sich 2.500 Vermittler beteiligt, wobei es sich beim Großteil um gebundene Vertreter (68%) handelt. Die Makler sind dagegen mit einer Teilnehmerquote von 7% gemessen an ihrem tatsächlichen Marktanteil von 24% in dieser Analyse unterrepräsentiert. (tk)

Bild: © Adragan – stock.adobe.com




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