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So stabil haben sich deutsche Wohnimmobilien seit 2000 entwickelt
30. April 2020

So stabil haben sich deutsche Wohnimmobilien seit 2000 entwickelt

Deutsche Wohnimmobilien liegen europaweit im Spitzenfeld bei Stabilität und fundamentaler Untermauerung. Das zeigt eine aktuelle Studie der Empira Gruppe. Demnach ist die Volatilität der Wohnimmobilienpreise in Deutschland besonders niedrig.


Deutsche Wohnimmobilien liegen europaweit im Spitzenfeld bei Stabilität und fundamentaler Untermauerung. Das zeigt eine aktuelle Studie der Empira Gruppe. Demnach ist die Volatilität der Wohnimmobilienpreise in Deutschland besonders niedrig.


So stabil haben sich deutsche Wohnimmobilien seit 2000 entwickelt

Die Empira Gruppe hat in ihrer neuesten Studie die langfristige Wertentwicklung und Volatilität von 14 europäischen Wohnimmobilienmärkten verglichen. Hierfür wurden Trends seit 2000 analysiert und verschiedene immobilien- und volkswirtschaftliche Indikatoren wie Mieten, BIP pro Kopf, Pro-Kopf-Einkommen, Baukosten und anderen gegenübergestellt. Deutsche Wohnimmobilien überzeugen im Ergebnis vor allem mit niedriger Volatilität. In diesem Punkt belegen sie Platz 1 im Fünfjahresvergleich, Platz 3 im Zehnjahresvergleich, sowie Platz 2 seit 2000.

Preisentwicklung stark durch Wirtschaftswachstum untermauert

Darüber hinaus war in keinem anderen untersuchten Land die Hauspreisentwicklung ähnlich stark durch das Wachstum des durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommens untermauert – während der Häuserindex seit 2000 um 51,2% zulegte, stiegen die Einkommen um 58,0%. Auch die Entwicklung des BIP pro Kopf übertraf im selben Zeitraum mit +59,5% den Wertzuwachs von Wohnhäusern. Damit haben sich die Hauspreise nicht von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abgekoppelt, sondern werden durch diese fundamental begründet.

Studie unterstreiche Nachhaltigkeit der Preisentwicklung

„Unsere Studie unterstreicht die weiter nachhaltige Preisentwicklung am deutschen Wohnimmobilienmarkt und seine Bedeutung für internationale institutionelle Portfolios. Die Rolle als sicherer Hafen ist durch wirtschaftliche Fundamentaldaten belegbar und gerade Anleger, die auf Wertstabilität und niedrige Volatilität abzielen, finden in Europa kaum geeignetere Märkte“, kommentiert Prof. Dr. Steffen Metzner, Head of Research der Empira Gruppe und Autor der Studie.

Baukosten in Deutschland seit 2000 unterdurchschnittlich gestiegen

Der Kostenindex im Baugewerbe verzeichnete in Deutschland seit 2000 ein durchgängiges Wachstum (+43,8 %), entwickelte sich zu den verglichenen europäischen Märkten (+55,5 %) aber eher unterdurchschnittlich. Stärker als die Baukosten stiegen in Deutschland parallel die Verkehrswerte von Wohnimmobilien. Der entsprechende Häuserpreisindex legte seit 2000 um 51,2% zu. „Das beweist, dass deutsche Wohnimmobilien ein attraktives Investment darstellen, explizit auch im Neubausegment. Durch Develop-and-Hold-Strategien lassen sich als eigener Bauherr mit in-house Entwicklungskompetenz enorme Renditevorteile erwirtschaften“, erläutert Lahcen Knapp, CEO der Empira Gruppe.

Deutschland besonders für risikobewusste Investoren geeignet

Vor allem bedingt durch die starken Einbrüche bei den Immobilienwerten im Zuge der Krise ab 2008/2009 stechen südeuropäische Märkte negativ hervor. Seit 2000 entwickelten sich die Häuserindizes von Griechenland (12,2%), Italien (37,0%), Portugal (42,2%) in der Vergleichsgruppe am schwächsten. Die insgesamt volatilsten Märkte seit 2000 waren Spanien, gefolgt von Griechenland und Großbritannien – letzteres vor allem Brexit-bedingt. Entsprechend fänden sich kaum südeuropäische Märkte in den von der Studie berechneten optimalen Portfoliostrukturen. Besonders risikoaverse Wohnimmobilieninvestoren sollten gemäß der Studie vor allem in Deutschland (43% Allokation) und Österreich investieren. Anlegern, die hingegen für eine höhere Rendite zu mehr Risiko bereit sind, könnten die Märkte Schweden und Tschechien nutzen.

Der vollständige Research-Bericht steht online auf der Website unter www.empira.ch/de/aktuelles zum Download bereit.

Bild: © Andreas Jung – stock.adobe.com




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