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So wünschen sich die Kunden ihre Kfz- und Hausversicherungen
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So wünschen sich die Kunden ihre Kfz- und Hausversicherungen

In Deutschland werden der Datenschutz und die persönliche Beratung in Sachen Versicherungen höher geschätzt als anderswo auf der Welt. Aber ebenso wie weltweit, zählen auch hierzulande vor allem Verständlichkeit und Flexibilität der Policen zu den wichtigsten Kundenwünschen. Dies sind Ergebnisse der Deloitte-Studie „What do Customers want?“, die Verbraucher in insgesamt acht Ländern befragt hat.

Eine Versicherung soll vor allem eins: Sicherheit geben. Geht es um die eigenen vier Wände oder den fahrbaren Untersatz, soll sie aber auch einfach und verständlich sein. Das ist eines der Ergebnisse der Deloitte-Studie „The Future of Home and Motor Insurance: What do Customers want?”. Hierfür hat das Unternehmen rund 8.000 Verbraucher aus acht Ländern (Australien, China, Deutschland, Italien, Japan, Kanada, UK und USA) nach ihren konkreten Präferenzen in Sachen Hausrat- bzw. Gebäudeversicherung sowie Kfz-Versicherung befragt.

Einfachheit und Verständlichkeit gefragt

Demnach bevorzugt länderübergreifend knapp ein Drittel der Befragten solche Versicherungsverträge, die die Grundrisiken absichern und verständlich, leicht zu vergleichen, unkompliziert handhabbar und preislich fair gestaltet sind. Einfachheit steht in diesem Zusammenhang auch dafür, genau zu wissen, welche Schäden abgedeckt sind, und die Sicherheit zu haben, dass Schadenforderungen zügig beglichen werden. Damit werden laut Studie parametrische Gebäude- und Hausratversichrungen attraktiver, die bereits im Vorfeld konkrete Deckungs- bzw. Regulierungssummen bei bestimmten Ereignissen festlegen. Weltweit sind parametrische Versicherungen für knapp zwei Drittel der Befragten interessant, in Deutschland kann sich gut die Hälfte der Studienteilnehmer vorstellen, Anspruchsbetrag und Zahlungsauslöser schon bei Vertragsabschluss festzulegen.

Verstärkt die Corona-Krise den Wunsch nach flexiblen Policen?

Nach der Einfachheit der Versicherungspolicen steht mit 19% weltweit an zweiter Stelle auf der Wunschliste die Anpassbarkeit der Versicherungspolicen. Das gilt auch für die deutschen Studienteilnehmer, sowohl im Gebäude-/Hausrat- (28%) als auch im Kfz-Segment (23%). Möglicherweise auch wegen der Covid-19-Pandemie und deren Auswirkungen auf das individuelle Wohn- und Fahrverhalten wünschen sich Kunden, ihre Policen an ihre persönlichen Bedürfnisse anpassen, die Deckungssumme kurzfristig erhöhen oder verringern zu können. Und: Unter allen befragten Mietern zwischen 18 und 34 Jahren wünscht sich laut Studie eine relativ große Teilnehmergruppe von fast einem Drittel flexibel anpassbare Hausratversicherungen, da sie zum Teil bereits über hochwertiges mobiles Eigentum verfügt.

Deutsche Besonderheit: Datenschutz und persönliche Beratung sind trumpf

In Deutschland ist der Deloitte-Studie zufolge der Datenschutz nach wie vor ein sehr hohes Gut. Denn geht es um Versicherungsprodukte, die auf der Weitergabe von persönlichen Daten basieren, wäre nur gut ein Drittel der Studienteilnehmer aus Deutschland bereit, seinem Versicherer persönliche Daten mitzuteilen, um niedrigere Prämien zahlen zu müssen. Damit sind die deutschen Teilnehmer von allen untersuchten Ländern diesbezüglich am restriktivsten eingestellt. Die geringsten Probleme bei der Bereitstellung von Daten haben die Verbraucher aus China; dort würden über die Hälfte der Befragten spezifische Daten für eine günstigere oder persönlich zugeschnittene Prämie an ihren Versicherer übermitteln.

Eine weitere deutsche Besonderheit – die Wichtigkeit und Wertschätzung persönlicher Beratung – zeigt die Studie bei der Beantwortung der Frage, welche Vertriebskanäle von den Kunden bevorzugt werden. Besonders in Bezug auf die Kfz-Versicherungen liegen in Deutschland die Ansprache über Online-Kanäle und die persönliche Beratung mit jeweils rund 46% Nennung gleichauf. Weltweit äußern nur die italienischen Kunden einen stärkeren Wunsch nach persönlicher Ansprache (60%). Im Vereinigten Königreich favorisieren die Befragten eine Online-Ansprache (81%) und der Vertrieb über Vermittler ist im Gegensatz zur Situation in Deutschland und Italien kaum noch gefragt (2%). Die deutschen Verbraucher liegen dafür beim Wunsch nach Abschlüssen via Mobiltelefon mit 6% der Nennungen im globalen Vergleich an letzter Stelle, während fast jeder dritte chinesische Kunde beim Versicherungskauf gerne zum Smartphone greifen würde. (ad)

Bild: © ChenPG – stock.adobe.com