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11. Mai 2021
Stimmung in der deutschen Finanzbranche bleibt positiv
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Stimmung in der deutschen Finanzbranche bleibt positiv

Mit dem CFS-Index erhebt das Center for Financial Studies (CFS) der Goethe-Universität Frankfurt vierteljährlich die Stimmung in der Finanzbranche. In der aktuellen Ausgabe für das erste Quartal 2021 ist das Stimmungsbarometer weiter deutlich im positiven Bereich.

Die positive Stimmung der Finanzbranche hält an. Das zeigt die aktuelle Ausgabe des CFS-Index. Das Stimmungsbarometer, das vierteljährlich die Verfassung der deutschen Finanzbranche abbildet, ist im ersten Quartal 2021 um +0,2 auf 111,8 Punkte gestiegen. Mit einem Plus von 13,0 Punkten liegt der Index damit weiterhin deutlich über dem Vorjahresniveau zu Beginn der Corona-Pandemie.

Stark gestiegene Ertragszuwächse

Diese positive Entwicklung basiert primär auf stark gestiegenen Ertrags- und leichten Umsatzzuwächsen der Finanzinstitute sowie auf hohen Investitionszuwächsen der Dienstleister. Diese melden andererseits einen Rückgang ihres Ertragswachstums. Des Weiteren bauen die Finanzinstitute seit nunmehr zwei Jahren Stellen ab. Mit einer kurzen Unterbrechung im vierten Quartal 2020 wird diese Entwicklung jetzt verstärkt fortgesetzt, auch mit Blick auf das laufende Quartal.

Rüsten für die Zeit nach der Pandemie

„Die Branche rüstet sich für die Zeit nach dem Ende der Pandemie. Geld- und Finanzpolitik konnten das Marktumfeld bislang stabil halten; es drohen aber Risiken wie Insolvenzen, Inflation und Instabilität der Politik“, kommentiert Prof. Dr. Rainer Klump, Direktor des CFS, die Ergebnisse.

Hohes Umsatzwachstum bei Instituten und Dienstleistern

Die befragten Finanzinstitute und Dienstleister haben das Wachstum ihrer Umsätze bzw. ihres Geschäftsvolumens im ersten Quartal 2021 ausgebaut und lagen deutlich über den Erwartungen des Vorquartals. Der entsprechende Sub-Index der Finanzinstitute ist um 2,0 auf 122,2 Punkte gestiegen und lag 9,8 Punkte über dem Vorjahresniveau. Bei den Dienstleistern ist der Sub-Index um 0,4 auf 119,5 Punkte gestiegen und lag 10,9 Punkte über dem Stand des Vorjahres. Für das laufende Quartal rechnen beide Gruppen mit leichten Rückgängen.

Erträge der Finanzdienstleister leicht rückläufig

Das Wachstum der Erträge der Finanzinstitute ist im ersten Quartal 2021 um 8,5 auf 121,1 Punkte gestiegen. Mit +17,8 Punkten ist das dem CFS zufolge eine enorme Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Die Dienstleister hingegen melden einen Rückgang um 2,9 auf 114,5 Punkte. Auch hier lagen die Erträge aber immer noch 8,1 Punkte über dem Stand des Vorjahresquartals. Für das zweite Quartal 2021 sind die Erwartungen der Finanzinstitute deutlich verhaltener, die Dienstleister erwarten, ihr Niveau zu halten. (mh)

Bild: © Jo Panuwat D – stock.adobe.com