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Studie: Ostdeutsche haben ein besseres Anlagehändchen
01. Oktober 2020

Studie: Ostdeutsche haben ein besseres Anlagehändchen

Deutschland feiert am Wochenende 30 Jahre Deutsche Einheit. Pünktlich dazu hat die Consorsbank die Konten und Depots ost- und westdeutscher Anleger ausgewertet. Insgesamt hat sich das Anlageverhalten demnach angenähert. In diesem Jahr haben Ostdeutsche sogar ein besseres Händchen für die Geldanlage bewiesen als Westdeutsche.


Deutschland feiert am Wochenende 30 Jahre Deutsche Einheit. Pünktlich dazu hat die Consorsbank die Konten und Depots ost- und westdeutscher Anleger ausgewertet. Insgesamt hat sich das Anlageverhalten demnach angenähert. In diesem Jahr haben Ostdeutsche sogar ein besseres Händchen für die Geldanlage bewiesen als Westdeutsche.


Studie: Ostdeutsche haben ein besseres Anlagehändchen

Am 03.10.2020 jährt sich die Deutsche Einheit zum 30. Mal. Trotz einer sukzessiven Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost und West gibt es auch 30 Jahre nach diesem historischen Ereignis noch Unterschiede und Herausforderungen. Ob das auch bei der Geldanlage der Fall ist, wollte die Consorsbank wissen. Dazu sie die Konten und Depots ihrer rund 1,5 Millionen Kunden anonymisiert ausgewertet.

Weitestgehend angeglichen

Obwohl die Bürgerinnen und Bürger bis zum Ende der DDR in der Regel kaum Berührungspunkte mit Börse und Aktien hatten, hat sich der Analyse zufolge das Anlage- und Tradingverhalten der Ost- und der Westdeutschen mittlerweile weitgehend angeglichen. Dennoch ergibt ein Vergleich zwischen den Einwohnern der alten und neuen Bundesländer an manchen Stellen noch Unterschiede.

Ostdeutsche legen erfolgreicher an

Auch wenn die Börsenerfahrungen in Ostdeutschland noch nicht so weit zurückreichen wie in Westdeutschland, waren die Bürger der neuen Länder zuletzt erfolgreicher bei der Geldanlage. So weisen die Ost-Depots bei der Consorsbank im Zeitraum vom 01.01.2019 bis zum 31.08.2020 eine Performance von durchschnittlich 14,8% auf, West-Depots nur von 12,1%. Besonders groß ist der Unterschied in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres. Von Januar bis August 2020 erzielten die Ostdeutschen eine Rendite von 2,4%, während es in den westdeutschen Depots ein durchschnittliches Minus von 5,3% gab.

Höhere Anlagesummen in Westdeutschland

Ostdeutschen Kunden der Consorsbank verfügen im Schnitt allerdings noch immer über deutlich weniger Anlagevermögen. Liegen in West-Depots durchschnittlich Papiere im Wert von rund 48.300 Euro, so beträgt das Volumen der Ost-Depots im Schnitt 35.800 Euro, also rund ein Viertel weniger. Auch bei der durchschnittlichen Höhe der Transaktionen lagen die Westdeutschen im Jahr 2020 mit 5.700 Euro vor den Ostdeutschen mit 5.100 Euro. Gleiches gilt für Sparplanraten. Bei ETF-Sparplänen liegt der Schnitt im Westen bei 158 Euro, im Osten bei 140 Euro.

Aktivere und wertpapierorientierte Anlage im Westen

Insgesamt setzen die westdeutschen Kunden noch stärker auf Wertpapiere. Unter den Bewohnern der alten Bundesländer ist für 70% das Wertpapierdepot das am meisten genutzte Produkt ist, in den neuen Bundesländern bei 63%. Zudem handeln westdeutsche Kunden etwas mehr. Mit durchschnittlich 25,1 Transaktionen im ersten Halbjahr 2020 gegenüber 24,4 Transaktionen fällt der Unterschied vergleichsweise gering aus.

Ähnliche Aktienfavoriten

Bei den beliebtesten Einzeltiteln unterscheiden sich Ost und West kaum. Die am häufigsten in den Depots vertretenen Aktien sind hier wie dort die Deutsche Telekom, Daimler und Allianz. Gemessen am Volumen tauchen aber auch internationale Großkonzerne wie Apple und Amazon auf beiden Seiten Deutschlands unter den Top-3 auf. Ein paar Differenzen gibt es dennoch. Während im Westen SAP, BMW und Nestlé deutlich beliebter sind, steht die Aktie der Deutschen Post im Osten höher im Kurs. Zudem gibt es laut der Consorsbank einen „Home Bias“ im Osten. So ist zum Beispiel das Papier von Jenoptik aus Thüringen in doppelt so vielen Ost-Depots vertreten wie in den westdeutschen Pendants. (mh)

Bild: © winterbilder – stock.adobe.com




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