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Trendwende am deutschen Wohnmarkt
18. Oktober 2019

Trendwende am deutschen Wohnmarkt

Immowelt hat die Angebotsmieten in allen 80 deutschen Großstädten analysiert – und dabei eine Trendwende festgestellt. Der Untersuchung zufolge beruhigt sich der Mietmarkt in den meisten deutschen Großstädten wieder. Teilweise sind die Mieten sogar gesunken.


Immowelt hat die Angebotsmieten in allen 80 deutschen Großstädten analysiert – und dabei eine Trendwende festgestellt. Der Untersuchung zufolge beruhigt sich der Mietmarkt in den meisten deutschen Großstädten wieder. Teilweise sind die Mieten sogar gesunken.


Trendwende am deutschen Wohnmarkt

Laut einer aktuellen Untersuchung von Immowelt.de scheint das Ende der Mietpreisspirale in Deutschland erreicht zu sein. In sieben von 80 deutschen Großstädten sind die Angebotsmieten zurückgegangen, in zehn weiteren Städten blieb der Wert konstant. In weiteren 41 Städten und damit jeder zweiten deutschen Großstadt lag der Zuwachs bei moderaten Werten von bis zu 3%.

Breite Stabilisierung des Mietmarktes

Laut Immowelt.de leben somit fast drei Viertel der deutschen Großstadtbevölkerung in einer Stadt, in der sich der Wohnungsmarkt entspannt. Jeder achte Großstädter lebt sogar in einer Stadt, in der die Mieten zurückgingen oder konstant blieben. Basis der Studie sind die Angebotsmieten für Wohnungen zwischen 40 und 120 m2 in allen 80 deutschen Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern. „Nach einem Jahrzehnt, in dem die Mietpreise in deutschen Großstädten rapide angestiegen sind, zeichnet sich eine Stabilisierung des Mietmarktes ab“, kommentiert Immowelt-CEO Prof. Dr. Cai-Nicolas Ziegler. Dennoch werde es vorerst schwer bleiben, eine Mietwohnung im günstigen Segment zu finden.

Nur noch 22 Städte mit großen Steigerungen

Nur 22 Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern ist der mittlere Quadratmeterpreis im Vergleich zum Vorjahr noch um 4% oder mehr gestiegen. Zum Vergleich: 2018 waren mit 52 Städten noch mehr als die Hälfte der Großstädte hierzulande von einem Wachstum innerhalb eines Jahres von 4% betroffen. Die Anzahl hat sich somit innerhalb eines Jahres mehr als halbiert.

Nicht regional begrenzt

Diese beginnende Trendwende am Wohnungsmarkt ist nicht auf bestimmte Regionen begrenzt. Einen Rückgang der Angebotsmieten gab es von Freiburg (-2%) über Darmstadt (-4%) bis hoch in den Norden nach Rostock (-10%). Unterschiede gibt es allerdings in Bezug auf die Größen der Städte. Vor allem in kleineren Städten zwischen 100.000 und 200.000 Einwohnern sind die Preise gesunken. Bei den zehn Städte mit konstantem Wachstum haben aber immerhin auch sieben von zehn Städte mehr als 200.000 Einwohner. Dazu zählen auch die Metropolen Berlin (+3%) und Hamburg (+1%) sowie Frankfurt am Main, Dortmund (je +3%) und Hannover (+1%).

Ausnahmen bestätigen die Regel

Noch hat der Trend aber nicht alle Städte erreicht: In Stuttgart (+7%), München (+5%) und Köln (+4%) steigen die Mieten weiter kräftig an. Den größten Zuwachs gab es derweil in Potsdam. Dort legten die Mieten laut Immowelt.de im Schnitt um 13% zu. Aufgrund der in den Vorjahren stark gestiegenen Preise in der Hauptstadt scheinen sich immer mehr Menschen im angrenzenden Potsdam umzuschauen. (mh)

Bild: © Fokussiert – stock.adobe.com




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