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14. Oktober 2026
Umfrage: Vermarktungszeiten sorgen für Frust
Umfrage: Vermarktungszeiten sorgen für Frust

Umfrage: Vermarktungszeiten sorgen für Frust

Die Stimmung bei Immobilienexperten hat sich in den vergangenen zwölf Monaten eingetrübt. Dies geht aus einer aktuellen Erhebung des Immobilienmaklernetzwerks Remax Deutschland hervor. Als Grund nennen die Befragten die längeren Vermarktungszeiten.

Das Immobilienmaklernetzwerk Remax Deutschland hat bundesweit bei Immobilienexperten nachgefragt: Demnach bewerten rund 63% und damit fast zwei Drittel die aktuelle Stimmung als negativ. Somit hat sich in den vergangenen zwölf Monaten die Stimmung eingetrübt. Im vergangenen Jahr hatten noch 75% die Lage noch positiv eingestuft.

Bei der Frage, wie es um die Stimmung auf dem Immobilienmarkt bestellt ist, entfällt der größte Anteil der Stimmen mit rund 38% auf die Bewertung „leicht schlecht“. Laut Remax hat sich die Meinung innerhalb eines Jahres genau ins Gegenteil verkehrt: 2025 hatten die meisten Umfrageteilnehmer (rund 30%) die Lage noch als „leicht positiv“ beurteilt. Der Anteil derer, die die Stimmung mit „deutlich gut“ oder „sehr gut“ bewerten, hat sich von von rund 13% im Jahr 2025 auf nun nur noch an die 2% verringert.

Ein besonders deutliches Bild der aktuellen Stimmungslage zeige die Frage, ob wieder mehr Optimismus auf dem Immobilienmarkt gefragt wäre. Fast 94% der Befragten haben in der aktuellen Auswertung mit „Ja“ geantwortet und den bereits sehr hohen Anteil von rund 84% aus dem vergangenen Jahr nochmals übertroffen.

Längere Vermarktungszeiten dämpfen Stimmung

Als Grund für die verhaltene Stimmungslage geben die Experten die langen Vermarktungszeiten an, bis eine Immobilie einen Käufer gefunden hat. So sagen mehr als die Hälfte, nämlich fast 57% der Befragten, dass sich die Vermarktungszeiten für Wohnungen und Häuser deutlich verlängert haben. Rund ein Fünftel spricht von „etwas Verlängerung“.

Für mehr als die Hälfte der Immobilienexperten aus dem Remax Netzwerk (rund 54%) liegt die durchschnittliche Vermarktungsdauer einer Immobilie inzwischen bei mehr als sechs Monaten. Bei der Umfrage im vergangenen Jahr war dies nur bei einem Anteil von rund 33% der Fall.

„Die Stimmung ist spürbar unter Druck und die langen Vermarktungszeiten sind dafür einer der Gründe. Immobilien werden zwar weiterhin gekauft und verkauft, allerdings haben sich die Anforderungen an eine erfolgreiche Vermarktung verändert“, sagt Loredana Scirè, Pressesprecherin von Remax Deutschland. Immobilienmakler müssten Verkäufer und Käufer zusammenbringen, Erwartungen auf eine realistische Grundlage stellen und zeigen, dass auch in einem anspruchsvolleren Markt gute Abschlüsse möglich seien, so Scirè weiter.

Leichte Preiskorrekturen erwartet

Was die Preisentwicklung betrifft, so geht fast jeder dritte Umfrageteilnehmer davon aus, dass die Preise in den kommenden zwölf Monaten selbst in wirtschaftlich stärkeren Städten und Regionen in Deutschland leicht sinken dürften. Bei der Marktumfrage im vergangenen Jahr war lediglich einer von zehn Befragten dieser Ansicht. Für wirtschaftlich schwächere Städte und Regionen erwarten fast 37% der Immobilienexperten einen leichten Rückgang der Preise. An die 28% rechnen sogar damit, dass die Preise stark nachgeben.

Verkäufer mit zu hohen Preisvorstellungen

Nach Angaben der Befragten wirken insbesondere die oft weit auseinanderliegenden Preisvorstellungen von Verkäufern und Käufern als Hemmschuhe für eine Transaktion. So sagen fast 47% der Befragten, dass die Preisvorstellungen von Verkäufern gegenwärtig im Schnitt zwischen 10 und 20% zu hoch seien. Fast jeder Vierte hält die Preisvorstellungen sogar um 20 bis 30% zu hoch. Nicht zuletzt setzen auch die gestiegenen Bauzinsen den Immobilienkäufern zu. (tik)