Das von der Bundesregierung geplante staatlich geförderte Altersvorsorgedepot stößt in der Bevölkerung noch auf eine verhaltene Resonanz. Das zeigt der Altersvorsorge-Report des Online-Brokers flatex, der in Zusammenarbeit mit Civey unter 2.500 Teilnehmern über 18 Jahren erstellt wurde.
Rund ein Drittel der Befragten könne sich demnach grundsätzlich vorstellen, ein solches Depot zur Altersvorsorge zu nutzen (34,9%). Gleichzeitig lehnen 36,8% die Nutzung aktuell ab, während 28,3% noch unentschieden sind.
Nur wenige wollen ein AV-Depot eröffnen
Noch deutlicher aber fällt das Bild bei der konkreten Nutzungsabsicht aus, so flatex. Nur 19% der Befragten geben an, dass sie in den kommenden zwölf Monaten wahrscheinlich ein Altersvorsorgedepot eröffnen würden. Eine deutliche Mehrheit von 58,1% hält dies hingegen für unwahrscheinlich.
Die Ergebnisse würden darüber hinaus zeigen, dass die Unsicherheit in der Altersvorsorge insgesamt hoch ist. Nur rund ein Drittel der Befragten (33,4%) fühlt sich in Bezug auf die eigene finanzielle Situation im Rentenalter gut abgesichert, während 60,7% angeben, sich weniger oder überhaupt nicht sicher zu fühlen.
Keine hohe Bekanntheit
Ein möglicher Grund für die Zurückhaltung gegenüber dem neuen Modell ist laut flatex die bislang begrenzte Bekanntheit. Nur 47,5% der Befragten hätten bereits vom Altersvorsorgedepot gehört, während 44% angeben, damit nicht vertraut zu sein.
Bei der Bewertung der Attraktivität zeigt sich ein ebenso gemischtes Bild. Lediglich 27,1% halten das Altersvorsorgedepot für finanziell attraktiver als klassische Altersvorsorgeprodukte. 35,3% sehen dies nicht so, während 37,6% sich hierzu keine Einschätzung zutrauen.
Hinzu kommen grundlegende Vorbehalte gegenüber kapitalmarktbasierten Anlagen. Als wichtigste Gründe gegen Investments in ETFs nennen die Befragten ein zu hohes Risiko (32,7%), finanzielle Schwankungen (24,5%) sowie steuerliche Aspekte (22,5%). (mki)
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