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7. Mai 2021
Unliebsames Comeback am Zweitmarkt für geschlossene Fonds
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Unliebsames Comeback am Zweitmarkt für geschlossene Fonds

Im Zweitmarkthandel kehrt laut der Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG nach einer Belebung im ersten Quartal wieder der Alltag zurück. Leider feiere damit aber auch ein unliebsames Nebengeräusch wieder sein Comeback.

Nach einem starken Quartalsende im März fand das Handelsgeschehen an der Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG auch im abgelaufenen April immer mehr zu „Business as usual“ zurück. Umsätze und Kurse bewegten sich im durchschnittlichen Bereich. Insgesamt wurden im April 476 Fondsanteile auf dem Zweitmarkt für Sachwertinvestments vermittelt. Der nominale Umsatz lag bei 17,3 Mio. Euro. Der durchschnittliche Handelskurs über alle Assetklassen hinweg betrug 63,4%.

Immobilien weniger dominant als üblich

Die Asset-Klasse Immobilien prägte mit einem Anteil von 58,9% am Gesamtumsatz weniger deutlich als gewohnt das Marktgeschehen. Hier wurde mit 306 erfolgten Vermittlungen ein nominaler Umsatz von 10,2 Mio. Euro erreicht. In den Vormonaten waren es 409 bzw. 289 Vermittlungen und 14,2 bzw. 11,1 Mio. Euro gewesen. Der Durchschnittskurs lag mit 84,6% zwischen den beiden Vormonatswerten von 90,6 und 83,1%.

Reges Interesse an Schiffsfonds

Die unter Sonstige Beteiligungen zusammengefassten Asset-Klassen wie Private Equity-, Erneuerbare Energien- und Flugzeugfonds trugen 16,6% zum Gesamtumsatz bei. Dabei lag der Durchschnittskurs im Segment mit 35,7% etwas niedriger als zuletzt. Schiffsfonds standen im April für 24,5% des Gesamtumsatzes und bestätigten damit abermals das derzeit rege Interesse an dem Segment. Insbesondere Beteiligungen an Container- und Tankschiffen blieben vor dem Hintergrund steil ansteigender Frachtraten stark gesucht. Die Kurse fielen mit durchschnittlich 31,2% verhältnismäßig moderat aus.

Die Rückkehr der Aufkäufer-Anschreiben

Im Rahmen der Bekanntgabe der Monatszahlen machte die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG noch auf ein unliebsames Comeback aufmerksam. So lagen ihr allein aus dem April vier unterschiedliche Anschreiben von Aufkäufern vor. Eines davon enthielt einen Bezug auf die letzten Vermittlungskurse der Börse als Preisreferenz. „Als marktführender Handelsplatz begrüßen wir es, Transparenz in der Bewertung von Zweitmarkt-Angeboten herzustellen. Zugleich warnen wir einmal mehr davor, Aufkäufer-Angebote gutgläubig zu akzeptieren“, mahnt die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG vor diesem Hintergrund. In aller Regel würden börslich überwachte Zweitmarktkurse oberhalb der Angebote der Aufkäufer liegen – auch wenn in den einschlägigen Anschreiben geschickt suggeriert werde, es handele sich um besonders attraktive Offerten. (mh)

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