AssCompact suche
Home
Management & Wissen
4. Juni 2021
Unternehmenswohl statt Eigennutz
node.field_artikel_bild.entity.alt.value

Unternehmenswohl statt Eigennutz

In einer neuen Folge des Digital Insurance Podcast spricht Digital-Experte Jonas Piela mit Christian Macht, dem CEO der ELEMENT Insurance AG, über die Vorteile junger Unternehmen und der besonderen Arbeitskultur bei ELEMENT.

ELEMENT ist ein vergleichsweise junges Versicherungsunternehmen. Es entwickelt, so Christian Macht, White-Label-Versicherungsprodukte auf Basis neuester Technologien, wie cloud-nativem Arbeiten und der Verwendung moderner Schnittstellen. Es habe zudem den Vorteil, sich der ständigen Erneuerung von Legacy-Systemen entledigen zu können. Dabei gehe es gar nicht um den Einsatz bahnbrechend neuer Technologien: Das, was gerade als State of the Art gilt, reicht vollkommen aus, so Christian Macht. Cloud, Microservice und API würden bereits viele Arbeitsprozesse erleichtern.

Da sich die Philosophie, was den Einsatz moderner Programmteile wie API angeht, alleine in den letzten paar Jahren fundamental verändert habe, sei deren Verwendung praktisch unumgänglich. Gerade in einer Versicherung, wo ein Großteil der Wertschöpfung inhouse stattfände, mache das einen großen Unterschied und sei deutlich günstiger, als auf externe Anbieter angewiesen zu sein.

Bei der Frage, welchen Verwendungszweck BiPRO und REST-API haben, werden sich Jonas Piela und Christian Macht nicht ganz einig. So gibt es zum Beispiel Maklerversicherer, die laut Macht alles auf BiPRO setzen. Um mit diesen zusammenarbeiten zu können, brauche es entsprechende Schnittstellen. Ein Ansatz, der für die jeweiligen Bereiche funktioniere, habe auch seine Daseinsberechtigung.

Einig sind sich hingegen beide Experten darin, dass die Mitarbeiter das höchste Gut einer Versicherung darstellen. Umso wichtiger sei es, meint Jonas Piela, die Besten ins eigene Unternehmen zu holen. Das ergänzt Christian Macht mit dem Hinweis, es gehe auch darum, die höchst unterschiedlichen Mitarbeitertypen unter einen Hut zu bringen und Barrieren sprachlicher sowie kultureller Natur abzubauen. Kooperation und Flexibilität seien bei einem Unternehmen wie ELEMENT von höchstem Wert. Während in alteingesessenen Konzernen der individuelle Eigennutz häufig über dem Unternehmenswohl stehe, gebe es bei ELEMENT eine Kultur der Rücksichtnahme und des Vertrauens. Harte Arbeit und gute Ideen sollen demnach belohnt werden. Er selbst sei hier das beste Beispiel: Er sei von Leuten eingestellt worden, die jetzt in der Hierarchie unter ihm stünden. In einem gewachsenen Unternehmen sei das schwieriger, weil das bereits als Abstieg gelte. Bei ELEMENT werde diese Flexibilität hingegen als Stärke gesehen.

Doch auch ELEMENT stünde früher oder später vor den Herausforderungen, die jene etablierten Konzerne bereits haben, meint Jonas Piela. Das sei Macht zufolge aber vor allem eine Frage des richtigen Managements. Jeden Tag baue man schließlich Legacy – der richtige Umgang damit sei entscheidend. Zudem hätten große Unternehmen die Vorteile funktionierender Infrastrukturen, was sich insbesondere im Recruiting-Department zeige.

Über den Podcast

Seit April 2020 veröffentlicht Jonas Piela regelmäßig Gespräche zur digitalen Transformation mit Vorständen und Managern der Versicherungswirtschaft. Sein Ziel ist, dass seine Zuhörer einem lockeren Gespräch unter Gleichgesinnten lauschen und so Ideen und Anregungen für die eigene Arbeit mitnehmen. Zu finden ist der Podcast unter anderem bei Google, Apple und Spotify sowie unter https://pielaco.com/podcast und https://dkm365.de/.