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Vermögensverwalter blicken mit viel Optimismus in die Zukunft
28. September 2019

Vermögensverwalter blicken mit viel Optimismus in die Zukunft

Die unabhängigen Vermögensverwalter in Deutschland blicken optimistisch in die Zukunft. Mehr als die Hälfte der Finanzprofis erwartet, dass die Geschäfte 2019/20 gut oder sehr gut laufen werden. Der Rest rechnet immerhin mit solidem Wachstum.


Die unabhängigen Vermögensverwalter in Deutschland blicken optimistisch in die Zukunft. Mehr als die Hälfte der Finanzprofis erwartet, dass die Geschäfte 2019/20 gut oder sehr gut laufen werden. Der Rest rechnet immerhin mit solidem Wachstum.


Vermögensverwalter blicken mit viel Optimismus in die Zukunft

Eine Untersuchung des Instituts für Vermögensverwaltung (InVV) an der Technischen Hochschule Aschaffenburg unter gut 150 der 400 unabhängigen Vermögensverwalter hierzulande zeigt, dass gut jedes zweite Unternehmen davon ausgeht, dass die Geschäfte 2019/20 „gut“ oder „sehr gut“ laufen werden. Bezogen auf das abgelaufene Jahr 2018 vergaben nur rund 40% der bankenunabhängigen Finanzprofis diese beiden Bewertungen.

Stabilität bei großen Häusern

Vermögensverwalter mit Assets under Management (AuM) von mehr als 500 Mio. Euro erwarten keine deutliche Verbesserung der Geschäfte. „Das mag daran liegen, dass große Häuser die Lage in 2018 zu fast zwei Dritteln als gut oder sehr gut beurteilt haben und daher dort wenig Steigerungspotenzial vorhanden ist“, erklärt Prof. Dr. Hartwig Webersinke, Leiter des InVV.

Verbesserung bei kleinen Vermögensverwaltern

Anders sieht es bei kleineren Anbietern aus: Je geringer das verwaltete Vermögen, desto zurückhaltender die Aussichten. Dennoch erwarten gut 30 Prozent der Häuser mit AuM unter 50 Millionen Euro für die Folgejahre gute oder sehr gute Geschäfte. „Das ist ein doppelt so hoher Wert wie bei der Beurteilung von 2018“, so Webersinke, der auch Dekan für Wirtschaft und Recht an der Technischen Hochschule Aschaffenburg ist.

Branche hat noch großes Wachstumspotenzial

Chancen sieht die Branche vor allem dank des anhaltenden Personalabbaus bei den Banken, der zur Gewinnung von qualifizierten Fachkräften mit deren Kontakten führen kann, so die Studie des InVV. Zudem sorge der Umbruch in der Finanzwelt dafür, dass sich Kunden von Banken enttäuscht abwenden und stattdessen den Weg zu Vermögensverwaltern finden. Weiteres Wachstumspotenzial für die Branche liegt laut der Studie in der umfassenden Finanzplanung für Kunden, bei Immobilienthemen sowie in Erbschafts- und Nachfolgefragen. Die Digitalisierung treiben die Unternehmen derweil aktiv voran sodass sie FinTechs wie Robo-Advisors gelassen entgegen sehen.

Rentables Geschäftsmodell

Bisher ist die Vermögensverwaltung ein rentables Geschäft. Rund zwei Drittel der unabhängigen Vermögensverwaltungen erwirtschafteten 2018 eine Rendite aufs Eigenkapital von mehr als 10%. Insbesondere große Unternehmen erzielen teilweise sogar Renditen von 20% und mehr. Doch auch kleine Unternehmen mit weniger als 50 Mio. Euro AuM haben laut der Studie das Geld ihrer Kunden sehr erfolgreich verwaltet und größere Häuser in mehreren Jahren abgehängt. Die Performance für die Kunden sei daher nicht zwingend an die Größe der Vermögensverwaltung gebunden. (mh)

Bild: © metamorworks – stock.adobe.com




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