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15. April 2026
VHV zieht Bilanz: Kfz, KI und Kurs auf Altersvorsorgereform

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VHV zieht Bilanz: Kfz, KI und Kurs auf Altersvorsorgereform

VHV zieht Bilanz: Kfz, KI und Kurs auf Altersvorsorgereform

Die VHV ist 2025 stabil weitergewachsen. Im Kerngeschäftsfeld Kfz ist die Combined Ratio weiter gesunken. Künftig will die VHV vermehrt in Digitalisierung und KI investieren, nicht zuletzt angesichts des demografischen Wandels, der den Versicherer in den nächsten Jahren rund 1.000 Arbeitskräfte kosten wird.

Bereits im Geschäftsjahr 2024 hatte die VHV ein überraschendes Ergebnis in der Kfz-Sparte abgeliefert: Wo andere Versicherer angesichts der hohen Inflation und steigenden Werkstatt- und Reparaturkosten Schaden-Kosten-Quoten zum Teil weit über den kritischen 100% mitteilen mussten, konnte die VHV bereits 2024 auf ein profitables Jahr im Kfz-Geschäft zurückblicken.

Nun hat der Hannoveraner Versicherer seine Zahlen für das Jahr 2025 vorgestellt, und konnte sein Vorjahresergebnis sogar noch toppen: Die Combined Ratio im Bereich Kfz – der für die VHV ein Drittel am Gesamtgeschäft und zwei Drittel des Geschäfts im Bereich Schaden/Unfall darstellt – sank von einem bereits respektablen Wert von 97,8% weiter auf 95,9%. Die Beitragseinnahmen in der Kfz-Sparte sind 2025 derweil um 15,5% auf 2 Mrd. gestiegen.

Kfz-Krise im Rückspiegel?

Woher kommt der Erfolg? Dr. Sebastian Reddemann, Vorstand Kompositversicherung, liefert während der Jahresmedienkonferenz des Versicherers eine Erklärung. So habe sich die VHV schon frühzeitig dazu entschlossen, im Sinne der Profitabilität die Beiträge deutlich anzuheben, um eine „dauerhafte Anpassungsarie“ zu vermeiden.

Während die Beitragsanpassungen von 2024 auf 2025 im zweistelligen Bereich lagen, konnte man dies vom Jahr 2025 auf 2026 bereits auf etwa die Hälfte reduzieren. Damit seien die „Altlasten in der Inflation“ nun abgegolten, so Reddemann. Die meisten Kunden seien geblieben; das sei auch den Vertriebspartnern zu verdanken, die die Anpassungen als profitabilitätsgetriebene Entscheidung wahrgenommen haben und Kunden auch so erklärt haben. Reddemann betonte jedoch auch, dass die Schadeninflation weiterhin auf einem sehr hohen Niveau verharre, ein Thema, das den gesamten Kfz-Versicherungsmarkt derzeit weiter beschäftigt.

Auch die Gesamtzahlen der VHV Allgemeine können sich sehen lassen: Die Beitragseinnahmen stiegen erstmals über die Marke von 3 Mrd. Euro und kletterten um 11,2% auf 3,2 Mrd. Euro.

Demografische Transformation kostet Gruppe jeden vierten Mitarbeiter

Ein wichtiges strategisches Ziel der Gruppe ist die digitale Transformation. Die starke wirtschaftliche Basis, auf der der Versicherer arbeitet, ermögliche es der Gruppe, sich im technologischen Bereich gezielt weiterzuentwickeln, um die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu stärken. Vor allem der Einsatz von künstlicher Intelligenz eröffne große Chancen, erklärt Vorstandsvorsitzender Thomas Voigt. Entscheidend sei dabei, Technologien nicht punktuell zu ergänzen, sondern systematisch in die Prozesse und Strukturen zu integrieren sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter „umfangreich mitzunehmen“.

Auf die Frage, ob ein KI-bedingter Arbeitsplatzabbau geplant sei, entgegnete Voigt, dass kein Abbau geplant, sei, „ganz im Gegenteil“. Die VHV werde in den nächsten Jahren rund 1.000 Mitarbeiter aufgrund der demografischen Transformation verlieren – das ist rund jeder vierte Mitarbeiter. Die Gruppe habe früh in digitale Transformation investiert, um den strukturellen Herausforderungen begegnen zu können.

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