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Wegen BaFin-Aufsicht: 50.000 Arbeitsplätze bedroht?
17. März 2020

Wegen BaFin-Aufsicht: 50.000 Arbeitsplätze bedroht?

Finanzanlagenvermittler bekommen derzeit gleich von zwei Seiten massiven Gegenwind. Zum einen durch den Crash an den Märkten. Zum anderen durch einen aktuellen Kabinettsentwurf der Bundesregierung. Marktbeobachter sehen dadurch über 50.000 Arbeitsplätze bedroht.


Finanzanlagenvermittler bekommen derzeit gleich von zwei Seiten massiven Gegenwind. Zum einen durch den Crash an den Märkten. Zum anderen durch einen aktuellen Kabinettsentwurf der Bundesregierung. Marktbeobachter sehen dadurch über 50.000 Arbeitsplätze bedroht.


Wegen BaFin-Aufsicht: 50.000 Arbeitsplätze bedroht?

Im Trubel des Coronacrashs und tiefgreifender gesellschaftlicher Schutzmaßnahmen ist ein aktueller Kabinettsentwurf der Bundesregierung etwas in den Hintergrund gerückt. Dabei könnte sich das Gesetz zur Übertragung der Aufsicht über Finanzanlagenvermittler und Honorar-Finanzanlagenberater als Giftcocktail für die Branche erweisen. Wie der Brancheninformationsdienst „k-mi“ exklusiv berichtet, droht der Verlust von über 50.000 Arbeitsplätzen.

Versagen auf ganzer Linie

Nach Ansicht von k-mi versagt die Bundesregierung bei der geplanten BaFin-Aufsicht bislang auf ganzer Linie. Für Finanzanlagenvermittler sei der Kundenkontakt die Existenzgrundlage. Dieser sei nun von zwei Krisen zeitgleich schwer betroffen: Von Corona und von einer „sinnlosen Regulierung“. Der zuständige Staatssekretär Dr. Jörg Kukies sieht in der Übertragung der Aufsicht auf die BaFin die Chance, die bisher zersplitterte Aufsichtsstruktur zu beseitigen und stattdessen eine einheitliche, spezialisierte und wirksame Aufsicht zu bilden.

Schrittweise Übertragung ab Januar 2021

Der Kabinettsentwurf sieht vor, dass die bisher geltende Zuständigkeit der Industrie- und Handelskammern und Gewerbeämter ab dem 01.01.2021 schrittweise auf die BaFin übertragen wird. Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) begründet den Schritt damit, dass auf diesem Wege eine einheitliche und qualitativ hochwertige Finanzaufsicht erreicht werden solle und der Anlegerschutz dadurch gestärkt werde. (mh)

Bild: © Wordley Calvo Stock – stock.adobe.com



Kommentare

von Gerhard Bernert am 18.03.2020 um 13:36 Uhr
Wenn ich bis jetzt immer noch an die Vernunft der verantwortlichen Politiker in Berlin glaubte, desto mehr bin ich jetzt überzeugt, dass die verantwortlichen Personen mit einem unverantwortlichem Desinteresse Gesetze und Verordnungen erlassen und die beteiligten Personen über das "Volk" Entscheidungen treffen, die eine ganze Sparte auslöschen werden. Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Wahlergebnis. Die Wahlbeteiligung aller Betroffenen wird hochprozentig werden -aber nicht für diese abgehobenen ohne jede Verantwortung handelnden Parteien. Vielleicht sind dann die richtigen Arbeitslos.


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