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Wegen Corona-Krise: Europäer sparen so viel wie nie zuvor
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Wegen Corona-Krise: Europäer sparen so viel wie nie zuvor

Die Corona-Krise hat einen Sparboom in Europa ausgelöst. Erstmals haben die Europäer mehr als 500 Mrd. Euro in einem Jahr gespart. Im Vergleich zu 2019 ist das Sparvolumen 2020 um fast die Hälfte gestiegen. Deutsche Sparer legten im Schnitt 1.800 Euro zur Seite.

Die Coronakrise hat sich im Jahr 2020 signifikant auf die Bankguthaben europäischer Sparer ausgewirkt: Zum ersten Mal überhaupt überschreitet der Geldzuwachs auf Giro- und Sparkonten in der Eurozone die Grenze von 500 Mrd. Euro. Konkret sind die Kontoguthaben im Jahr 2020 um 585 Mio. Euro gestiegen. Das zeigt eine Analyse des Hamburger FinTechs Deposit Solutions auf Basis von Daten der Europäischen Zentralbank.

Plus von fast 50%

Im Vergleich zum Vorjahr ist das Sparvolumen der Europäer damit um knapp 50% gewachsen. Deutsche Sparer stellten mit 150 Mrd. Euro den größten Block der europäischen Sparer dar. „Sinkender Konsum und ein anhaltend unsicheres wirtschaftliches Umfeld haben dazu geführt, dass die Menschen mehr Geld auf ihren Konten haben als je zuvor“, sagt Dr. Tim Sievers, CEO und Gründer von Deposit Solutions. „Wir beobachten in sämtlichen europäischen Ländern die gleiche Entwicklung: Spareinlagen nehmen eine immer zentralere Rolle in den Finanzportfolios der Menschen ein.“

1.800 Euro pro Bundesbürger gespart

Innerhalb der Eurozone sind die Bankguthaben französischer Sparer mit rund 2.200 Euro pro Kopf am stärksten gestiegen, gefolgt von deutschen Sparern mit 1.800 Euro. Dahinter liegen italienische und spanische Sparer mit jeweils 1.300 Euro. Besonders extrem ist die Entwicklung in Großbritannien. Hier ist das Sparvolumen im Jahresvergleich um das mehr als 2,5-Fache gestiegen. Britische Sparer hatten Ende 2020 pro Kopf umgerechnet rund 2.500 Euro mehr auf ihren Konten als noch zu Jahresbeginn. (mh)

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