Die Gartenbau-Versicherung VVaG und die Vereinigte Hagelversicherung VVaG planen zu fusionieren. Die beiden Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit verbindet bereits seit mehr als drei Jahrzehnten eine Zusammenarbeit unter der Marke AGRORISK.
Nun möchten die Spezialversicherer fusionieren, um den veränderten Rahmenbedingungen in Landwirtschaft und Gartenbau zu begegnen. Wetterextreme und die Folgen des Klimawandels erhöhen die Anforderungen an die Risikobewertung und die Risikotragfähigkeit, erklären die Unternehmen in einer Pressemitteilung. Hinzu kommen veränderte Marktbedingungen, steigende regulatorische Pflichten sowie ein tiefgreifender technologischer und tiefgreifender Wandel.
Fusion soll aus „Position der Stärke“ erfolgen
„Unser Ziel ist es, gemeinsam ein starkes und unabhängiges Versicherungsunternehmen zu gestalten, das den Bedürfnissen von Landwirtschaft und Gartenbau verpflichtet bleibt“, so Dr. Philipp Schönbach, Vorstandssprecher der Vereinigten Hagel. „Wachstum verstehen wir nicht als Selbstzweck. Es schafft vielmehr die Grundlage dafür, den Gegenseitigkeitsgedanken, der beide Unternehmen seit Generationen trägt, langfristig zu bewahren.“
Die beiden Versicherer verbinde eine ähnliche Unternehmenskultur und das Ziel, Mitgliedern auch in Zukunft verlässlich zur Seite zu stehen, heißt es in der Pressemitteilung.
Die geplante Fusion erfolge aus einer „Position der Stärke beider Unternehmen“. Durch den Zusammenschluss könne man Versicherungsangebote spezifisch weiterentwickeln, Innovationen fördern und wachsenden Anforderungen und Veränderungen im Markt begegnen.
Abschluss für 2027 geplant
Derzeit führen die Partner Gespräche „auf Augenhöhe“. Grundsätzliche Voraussetzungen für den Zusammenschluss sei, dass bestehende Verträge und Vereinbarungen auch künftig ihre Gültigkeit behalten. Auch sollen beide Standorte und Gießen und Wiesbaden fortbestehen sowie die bestehende Rechtsform beibehalten werden.
Der Abschluss, der für 2027 geplant ist, setzt die Zustimmung der Mitgliedervertreterversammlungen beider Unternehmen heraus. Zudem steht die Genehmigung der zuständigen Aufsichtsbehörden aus.
Zusammenschluss der Ostangler und Schwarzwälder vollzogen
Ein weiterer Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit ist bereits weiter im Prozess: Kürzlich meldete die Ostangler Brandgilde, dass die Fusion mit der Schwarzwälder Versicherung vollzogen worden sei. Pläne dazu hatten die Unternehmen Anfang des Jahres bekannt gegeben. Im Jahr 2025 war bereits die LSH Versicherung VVaG in die Ostangler integriert worden.
Nach den beiden Fusionen sei die Ostangler nun wirtschaftlich und organisatorisch gut aufgestellt und erwarte für das laufende Jahr ein Wachstum von weiter über 5%, heißt es in einer Mitteilung.
Die Schwarzwälder wird weiterhin als Assekuradeur unter der bisherigen Marke auftreten. Auch der Standort in Villingen-Schwenningen sowie der Mitarbeiterstamm werden erhalten bleiben. Bestehende Verträge behalten unverändert ihre Gültigkeit. (js)
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