Worüber grübeln die Menschen um 3 Uhr morgens, wenn sie nicht schlafen können? Der diesjährige „Allianz 3am Report“ zeigt: Es sind vor allem Sorgen um die eigene Gesundheit und der finanzielle Druck, die den Schlaf rauben. Beide Themen stehen 2026 weltweit mit jeweils 48% an der Spitze der persönlichen Sorgenliste und liegen damit im Durchschnitt 13 Prozentpunkte vor anderen Belastungen wie Zukunftsängsten.
Politischer und sozialer Wandel verunsichert die Deutschen am meisten
Der finanzieller Druck spielt in ganz Europa eine herausragende Rolle, nimmt in Frankreich, Deutschland und Großbritannien zu und entwickelt sich in Spanien und der Schweiz zum Hauptanliegen. Insgesamt wurden 10.000 Menschen in zehn Ländern weltweit befragt, was sie nachts wachhält.
So nahmen Bedenken zu steigenden Lebenshaltungskosten fast überall zu und stiegen unter anderen in Deutschland in die Top 3 der größten Sorgen auf. Eine deutsche Besonderheit: 43% der Deutschen sorgen sich um ihre persönlichen Finanzen insgesamt. Deutschland ist aber auch das einzige Land weltweit, in dem politischer und sozialer Wandel die persönliche Sorge Nr. 1 ist (50%). Finanzielle und politische Sorgen sind hier eng miteinander verknüpft. Die Studienautoren sehen darin einen engen Zusammenhang zwischen wirtschaftlichem Druck, der Rentendebatte, dem demografischen Wandel und der zunehmenden geopolitischen Unsicherheit.
Viele kommen noch zurecht, doch finanzieller Spielraum schrumpft
Die Menschen kommen zwar vielfach noch zurecht, stehen finanziell aber zunehmend unter Druck, so der Report zur weltweiten Entwicklung. Für viele wird es schwieriger, die steigenden Lebenshaltungskosten zu bewältigen und gleichzeitig Rücklagen für die Zukunft zu bilden. Nur eine kleine globale Minderheit von 5% bezeichnet sich als finanziell wirklich abgesichert und in der Lage, nennenswert zu sparen und zu investieren. Während ein großer Teil angibt, gerade noch zurechtzukommen, hat fast jeder Dritte Schwierigkeiten, die laufenden Ausgaben zu stemmen.
In unsicheren Zeiten reagieren viele mit einem vorsichtigeren Ausgabeverhalten: 34% der Befragten reduzieren nicht notwendige Ausgaben, 22% sparen gezielt für künftige Grundbedürfnisse. Den größten Anteil am Haushaltsbudget haben weltweit Ausgaben für Lebensmittel (77%) und Wohnen (49%), gefolgt von Transport (35%) und Versicherungen (34%). Gleichzeitig bleibt regelmäßiges Sparen für viele eine Herausforderung: Fast jeder Dritte ist dazu nicht in der Lage. Mangelnde Finanzkenntnisse erschweren nach Einschätzung der Allianz zusätzlich die eigenverantwortliche Vorsorge. Mit der kostenfreien digitalen Lernplattform „Allianz School For Life“ will der Versicherer deshalb Finanzwissen stärken und Menschen dabei unterstützen, bessere Entscheidungen rund um Geld, Vorsorge und Absicherung zu treffen.
Gesundheit bleibt weltweit eine der größten Sorgen
Neben den Finanzen sorgen sich die Menschen vor allem um ihre Gesundheit. Die Sorge um die eigene körperliche Gesundheit steht weltweit mit 48% an erster Stelle, gefolgt von der Gesundheit von Familienmitgliedern (45%) und dem Zugang zu medizinischer Versorgung (42%). Psychische Belastungen und Stress zählen laut Report zu den am stärksten zunehmenden Themen (+5 bzw. +4 Prozentpunkte gegenüber 2025) und spiegeln möglicherweise die Auswirkungen unsicherer Zeiten sowie finanzieller Belastungen auf das Wohlbefinden der Menschen wider. (bh)
Über den Allianz 3am Report
Der „Allianz 3am Report“ ist eine jährliche, weltweite Studie, die untersucht, was Menschen nachts wachhält. Befragt wurden 10.000 Menschen in zehn Ländern: Australien, Brasilien, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Indonesien, Italien, Spanien, die Schweiz und die Türkei. Sie wurden zu ihren persönlichen Sorgen und ihre finanzielle Situation über die Ipsos-Studie „What worries the World“ von April bis Juni 2026 befragt.
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