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Welches sind die innovativsten Unternehmen der Versicherungsbranche?
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Welches sind die innovativsten Unternehmen der Versicherungsbranche?

Im Rahmen einer Studie wollte die Managementberatung EY Innovalue von Versicherern und Maklern wissen, welche Unternehmen der Assekuranz als besonders innovativ wahrgenommen werden. Wie die Umfrage zeigt, scheint es den einen Innovationsführer nicht zu geben. Doch einige Anbieter punkten.

Die Managementberater von EY Innovalue haben für ihre Studie von Oktober bis Dezember 2020 bei Vorständen, Geschäftsführern sowie Führungskräften von Versicherern und Maklern nachgefragt, welche Unternehmen in der Versicherungsbranche als Innovationsführer gelten. Am häufigsten wurden dabei die Allianz und Ping An als globale Player sowie Lemonade und blaudirekt als Nischenanbieter genannt. „Dabei punkten sie mit Aspekten wie einer diversifizierten Aufstellung und Investitionsstrategie, einfachen Produkten, schnellen Prozessen sowie einer konsequent umgesetzten Kundenorientierung“, erklärt Christan Mylius, Partner bei EY Innovalue. Doch der eine Anbieter, der entlang der gesamten Wertschöpfungskette als Innovationsführer gilt, habe Mylius zufolge nicht identifiziert werden können.

Innovation vor allem von extern angetrieben

Laut Studie bilden externe Faktoren wie Kunde, Markt und Wettbewerb die Haupttreiber für Innovation. So würde beispielsweise die Niedrigzinsphase Kostendruck auf Versicherer ausüben, sodass Innovationsbestrebungen vor allem auf Prozesse und die damit verbundene Prozesseffizienz ausgerichtet sind. Anders als bei den Geschäftsmodellen von Amazon oder Google sei Innovation nicht in der DNA der Versicherungsbranche verankert.

91% der befragten Versicherer und Makler betrachten die bisherigen Innovationsbestrebungen der Assekuranz als kontinuierliche Veränderungen von Produkten, Services, Prozessen und Organisation. Lediglich 9% der Befragten verstehen unter Innovation größere Veränderungen mit eher radikalem Charakter. „Von der häufig angesprochenen Disruption ist somit nicht viel zu sehen“, meint Julia Palte, Partner bei EY Innovalue.

Assekuranz erweist sich als innovationsträge

Anhand der Studienergebnisse zeige sich eine gewisse „Innovationsträgheit“ der Branche. Befragung weiter ergab zeigt, che. Diese werde vor allem auf das Produkt „Versicherung“ und damit den „Low Interest-Charakter“ und eine spartenabhängig bestehende Langfristigkeit zurückgeführt. Hinzu kämen eine oftmals vorherrschende hohe eigene Wertschöpfungstiefe, die eigene Aufbauorganisation sowie die wenig vorhandenen Industriestandards in Bezug auf Datenaustausch, so Palte.

Investitionen in Innovation noch keine Selbstverständlichkeit

Der Studie zufolge haben fast drei Viertel der befragten Unternehmen kein bestimmtes Budget für Forschung und Entwicklung. Die 28% der Unternehmen, die über ein solches Budget verfügen, haben meistens eigene Innovationseinheiten eingerichtet. Unternehmen ohne spezielles Budgeht würden Innovation vorwiegend in ihrer Projekt- und Digitalisierungsportfolioplanung abstimmen oder einen unternehmerischen Ansatz verfolgen. „Die unternehmerische Handhabung und damit kurzfristig-opportunistische Bereitstellung von Mitteln für gute Ideen ist eher in kleinen bzw. mittelständischen Versicherern und Maklerhäusern anzutreffen“, sagt Palte. Inwiefern ein etwas systematischerer Ansatz von Forschung und Entwicklung zu einer höheren Innovationskraft der Branche führen würde, bleibe fraglich. (tk)

Bild: © peshkova – stock.adobe.com