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19. August 2026
Wie die Folgen von Waldbränden versichert sind
Wie die Folgen von Waldbränden versichert sind

Wie die Folgen von Waldbränden versichert sind

Aufgrund der Klimakrise verschärft sich auch in Deutschland die Waldbrandgefahr zunehmend. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft klärt in einer Medieninformationen darüber auf, wie die Folgen von Waldbränden versichert sind.

Die Waldbrände in Deutschland werden als Folge des Klimawandels immer mehr und immer verheerender. Anlässlich der Waldbrände in der deutsch-belgischen Grenzregion behandelt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, wie sich Waldbrandschäden absichern lassen. Denn bisher würden dies nur wenige Waldbesitzer tun, so der Verband.

Nach Behördenangaben zerstörten die Flammen in Nordrhein-Westfalen eine Fläche von rund 300 Hektar. Knapp 1.800 Menschen wurden zunächst evakuiert, konnten aber am Samstag in ihre Häuser zurückkehren. Dennoch kommen aus der Region im Stundentakt neue Schlagzeilen.

Waldbrände gibt es jedes Jahr in Deutschland, so der GDV. 2025 zählte die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung 1.175 Waldbrände, bei denen 2.626 Hektar Wald verbrannten, mehr als das Dreifache des langjährigen Mittels von 844 Hektar (1991 bis 2024). 2025 war damit eines der vier schwersten Waldbrandjahre seit 1991.

Waldbrandgefahr steigt

Hitze und Trockenheit nehmen mit dem Klimawandel zu – und damit auch die Bedingungen, unter denen aus einem kleinen Feuer ein Großbrand wird. In Deutschland gebe es immer mehr Hitzetage, erläutert Anja Käfer-Rohrbach, stellvertretende GDV-Hauptgeschäftsführerin. „Die durchschnittliche Zahl der Tage mit mindestens 30 Grad Celsius hat sich hierzulande in den vergangenen Jahrzehnten etwa verdreifacht. Deshalb müssen wir beim Klimaschutz und bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels gleichermaßen vorankommen.“

 

Wie die Folgen von Waldbränden versichert sind

 

Für die hiesigen Wälder, insbesondere die Nadelholz-Monokulturen, bedeutet das nichts Gutes. Die Böden trocknen weiter aus, ein Blitzeinschlag oder eine achtlos weggeworfene Zigarette und schon stehen große Flächen in Flammen, mahnt der GDV an. Umso wichtiger wird der Versicherungsschutz.

Was leisten Waldbrandversicherungen?

Während öffentlicher Wald in der Regel nicht versichert ist, können Wald- und Forstbesitzer Feuer-, Blitz- und Explosionsrisiken mit einer Waldbrandversicherung abdecken. Knapp die Hälfte des deutschen Waldes ist laut Bundeswaldinventur in Privatbesitz. 29% gehören den Ländern, 20% sind Körperschaftswald, überwiegend im Eigentum von Städten und Kommunen, und die übrigen 3% gehören dem Bund. Insgesamt besteht knapp ein Drittel der Landesfläche Deutschlands aus Wäldern, das sind rund 11,5 Millionen Hektar.

Versichert ist der Waldbestand, das bereits geschlagene Holz, ebenso wie Weihnachtsbaumkulturen. Ersetzt wird der durch Brand verursachte Sachschaden bis zur Höhe der vereinbarten Versicherungssumme. Aber auch der Löscheinsatz der Feuerwehr und Abräumkosten werden ersetzt.

Wer einen Waldbrand verursacht, sollte unbedingt eine private Haftpflichtversicherung haben. Die übernimmt – je nach Einzelfall – den Schaden. In der Haftpflicht ist lediglich vorsätzliches Handeln ausgeschlossen und somit nicht versichert, grobe Fahrlässigkeit ist hingegen inbegriffen.

Richtiges Verhalten, um Waldbrände zu vermeiden

Wenn es im Sommer sehr heiß und länger trocken ist, steigt die Gefahr von Bränden. Wer sich im Wald aufhält, sollte dort nicht rauchen und keine Zigaretten wegwerfen. Man sollte mit dem Auto keine Waldwege befahren, denn durch die heißen Katalysatoren besteht Brandgefahr. Wer zeltet, sollte sein Lagerfeuer möglichst nicht am Waldrand entzünden. Funken könnten aus der Glut springen und ein Feuer entfachen. (mki)

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