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30. Januar 2026
Wie Makler mit Technologie und Automatisierung Weichen stellen
Wie Makler mit Technologie und Automatisierung Weichen stellen

Wie Makler mit Technologie und Automatisierung Weichen stellen

Das Jahr 2026 trennt die Spreu vom Weizen, meint Martin Steinmeyer, CEO der Netfonds AG. Wie blickt der Plattformanbieter und Maklerpool auf Themen wie KI, Digital Wallet und Open Finance? Und was sieht das Unternehmen in diesem Zusammenhang auf Makler zukommen?

Ein Beitrag von Martin Steinmeyer, CEO der Netfonds AG

Wenn wir heute auf das Jahr 2026 blicken, sehen wir mehr als nur eine weitere Etappe im digitalen Wandel. Wir sehen ein Jahr, in dem langjährige Visionen zu regulatorischen und technologischen Realitäten werden. Für Netfonds und seine Partner bedeutet dies: Die strategischen Weichen, die sie in den letzten Jahren gestellt haben, führen sie nun direkt in eine Phase der Skalierung und der vereinfachten Prozesse. Es ist das Jahr, in dem sich die Spreu vom Weizen trennt – zwischen jenen, die Technologie nur verwalten sowie Regulatorik nicht ernst genug nehmen, und jenen, die sie zur echten Wertschöpfung nutzen.

KI und Automatisierung: Der Motor des Erfolgs

Das vergangene Jahr hat uns einmal mehr gezeigt, wie entscheidend technologische Innovationen für den Erfolg sind. Im Zentrum stehen dabei zwei eng miteinander verknüpfte Treiber: Künstliche Intelligenz (KI) und ein weitreichender Automatisierungsgrad. Der Fortschritt liegt dabei nicht allein in der Integration von KI, sondern beginnt bereits einen Schritt vorher: bei der konsequenten Automatisierung von Prozessen.

Administrative Aufgaben, die heute wertvolle Zeit binden – von der Dateneingabe über die Anlage von Verträgen – werden zukünftig weitgehend automatisiert ablaufen. In der Finanz- und Versicherungsberatung liegt der Schlüssel zum Erfolg in der Fähigkeit, aus einer Flut von Informationen die richtigen Schlüsse zu ziehen. Die KI dient hier als digitaler Assistent. Diese Technologie kann komplexe Markt- und Portfoliodaten in einer Tiefe und mit einer bisher undenkbaren Geschwindigkeit durchdringen, um verborgene Chancen und Risiken für die Mandanten zu identifizieren. KI-gestützte Systeme ermöglichen Maklern präzisere, datengestützte Empfehlungen und heben die Qualität der Beratung auf ein neues Level. Für Makler sollte bei der Wahl des Plattform- bzw. Pool-Partners dieses Setup an Bedeutung gewinnen.

Die digitale Identität: Effizienzsprung durch das digitale Wallet

Ein weiterer Meilenstein ist die Einführung der europäischen digitalen Identität. Bis Ende 2026 wird das „Digital Wallet“ zur Realität. Mit der Möglichkeit, Ausweisdokumente rechtssicher digital zu speichern und digitale Bestätigungen nahtlos in die Prozesse zu integrieren, wird sich die Art und Weise, wie wir Neugeschäft tätigen, fundamental wandeln.

Zwar wird diese Entwicklung erst ab Mitte 2027 vollumfänglich für die verschärften Anforderungen des Geldwäschegesetzes relevant sein, doch Netfonds etwa nutzt das Jahr 2026, um technische Prozesse daraufhin zu standardisieren. Das Ziel ist klar: Komplexität reduzieren. Weniger Papier, mehr Sicherheit und eine deutlich schnellere Validierung von Kundendaten werden die Folge sein. Wer diese Prozesse frühzeitig adaptiert, gewinnt wertvolle Zeit für die persönliche Betreuung und hat künftig die Chance, die umfangreichen Geldwäscheanforderungen standardisierter zu erfüllen.

Open Finance: Die Kundenschnittstelle aktiv besetzen

Auch wenn finale EU-Beschlüsse zu Open Finance noch erwartet werden, bleibt das Zielbild unumstößlich: Die Transparenz wird zur neuen Marktrealität. Hier erweist sich eine 360-Grad-Plattform wie finfire als entscheidender Wettbewerbsvorteil, um diese erhöhte Transparenz nutzen zu können. Berater sollten die Kundenschnittstelle daher aktiv durch ein 360-Grad-Mandantenportal besetzen. Nur wer als zentraler Lotse im Finanzalltag die Kunden ganzheitlich betreut, kann diese Schlacht auf Dauer gewinnen.

Fazit: Die Säulen der Zukunftsfähigkeit

Zusammenfassend lässt sich festhalten: Das Jahr 2026 markiert den Übergang in eine neue Ära der Beratung, die auf sinnvolle Automatisierung in Kombination mit vertrauten Menschen setzt. Das Umdenken sollte aufseiten der Berater stattfinden, um das volle Potenzial der Technologie auszuschöpfen und über digitale Schnittstellen – wie moderne Apps – eine Brücke zum Kunden zu schaffen. Diese Schnittstelle sollten Makler strategisch für sich nutzen, um die Kundenbindung langfristig zu stärken. Das ist der richtige Weg in eine erfolgreiche Zukunft.

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Ein Artikel von
Martin Steinmeyer