Ein Artikel von Heiko Trampler, Vertriebsleiter & Maklerbeauftragter von philoro EDELMETALLE
Silber ist eine Jahrtausende alte Währung. Es wird seit ca. 5.000 Jahren als Geld verwendet. Es war oft Basis für Währungssysteme (Silberstandard), da es leichter teilbar und im Alltag praktischer ist als Gold.
Edelmetall-Analysten haben über Jahrzehnte die gleiche Geschichte vom Silberpotenzial erzählt: Im Gegensatz zu Gold, das „nur“ als Wertspeicher dient, verbindet Silber zwei Welten: Es ist Anlagemetall und es ist unverzichtbarer Rohstoff vieler Zukunftstechnologien. Das macht es zu einem wertvollen Teil moderner Portfolios. Ob in der Elektromobilität, Solarenergie/Photovoltaik, Medizin-Technik, künstlicher Intelligenz oder Elektronik – Silber spielt in vielen Industrien eine zentrale Rolle.
Die Industrienachfrage verleiht ihm ein starkes Fundament und hohes Kurspotenzial. Das macht Silber spannend für Vermittler und Anleger. Über seine Rolle als Rohstoff vieler Zukunftstechniken hat es Anlegerfantasien beflügelt. Die Kursentwicklung hat jedoch die Erwartungen lange enttäuscht.
Für wen ist Silber die richtige Wahl?
Silber eignet sich besonders für Vermittler und Anleger, die bereit sind, mehr Dynamik im Depot zuzulassen. Gleichzeitig können sie von langfristigen, strukturellen Trends wie Energiewende, dem Digitalisierungsboom oder Nachfrage aus Schwellenländern profitieren. Wer flexibel investieren, auf Zukunftstechnologien setzen und dabei nicht zu tief in die Tasche greifen möchten, ist bei Silber richtig. Es bringt Bewegung ins Portfolio. Edelmetalle sind grundsätzlich das wertstabilste Gut der Welt. Gerade in unsicheren Wirtschaftszeiten sind Menschen auf der Suche nach sicheren Häfen.
Drei Punkte, die Vermittler über Silber wissen sollten
Folgende drei Punkte über Silber sind für Vermittler bei der Beratung besonders relevant:
- Verständnis der Volatilität: Der Markt für Silber ist kleiner als für Gold. Historisch gesehen reagiert es deshalb viel heftiger auf wirtschaftliche Veränderungen. Wer die Geschichte kennt, nutzt diese Schwankungen gezielt aus, statt von ihnen überrascht zu werden.
- Industrielle Nachfrage als Preistreiber: Da Silber die höchste elektrische Leitfähigkeit aller Metalle besitzt, ist es heute essenziell für die Solarindustrie, E-Mobilität und 5G-Technik. Im Gegensatz zu Gold wird Silber in der Industrie oft verbraucht und nicht recycelt, was langfristig das Angebot verknappt.
- Krisenschutz und Inflation: Wie die Geschichte zeigt, dient Silber in Zeiten von Währungsabwertungen als „Hedge“ (Absicherung).
Edelmetalle und Silber in der Portfolio-Theorie
Grundsätzlich stellen Anleger ihr persönliches Portfolio zusammen nach bestem Wissen, Gewissen und entsprechend ihrem Risikoappetit. Dabei ist es eine persönliche Entscheidung, ob man mehr in Aktien, Anleihen, Fonds, Immobilien, Kryptowährungen, Edelmetalle oder ganz andere Anlageklassen reingeht. Viele Finanzexperten empfehlen: 10 bis 15% der Anlagen in Edelmetalle halten! Vom Edelmetallanteil sollten dann rund 20% in Silber angelegt werden. Das ist in der Form eine Art Versicherung für das Portfolio und der sichere Anlagehafen.
Daher ist die Frage nicht, ob Silber und Gold oder Aktien ins Portfolio gehören. Es geht nicht um ein Entweder-oder. Es sollte immer heißen: Lieblingsanlageklassen UND Edelmetalle!
Seite 1 Wie Vermittler Kunden mit Silber enger an sich binden können
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