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Wie Versicherer mittlerweile in den sozialen Medien kommunizieren
06. Oktober 2016

Wie Versicherer mittlerweile in den sozialen Medien kommunizieren

Die Versicherungsbranche hat in Sachen moderner Kommunikation weniger Nachholbedarf als oftmals angenommen. Zu diesem Ergebnis kommt der „Social Media und Marketing Report der Assekuranz 2016“. Beispielsweise konnten die Versicherer ihre Reichweite in vielen sozialen Medien kontinuierlich steigern. Dabei setzen sie auch jüngste Entwicklungen wie Minifilme im GIF-Format oder auch Chatbots in ihrer webbasierten Kommunikation ein.


Die Versicherungsbranche hat in Sachen moderner Kommunikation weniger Nachholbedarf als oftmals angenommen. Zu diesem Ergebnis kommt der „Social Media und Marketing Report der Assekuranz 2016“. Beispielsweise konnten die Versicherer ihre Reichweite in vielen sozialen Medien kontinuierlich steigern. Dabei setzen sie auch jüngste Entwicklungen wie Minifilme im GIF-Format oder auch Chatbots in ihrer webbasierten Kommunikation ein.

Wie Versicherer mittlerweile in den sozialen Medien kommunizieren

210 Versicherer hat das Beratungsunternehmen „As im Ärmel“ für den großen Social Media und Marketing Report der Assekuranz 2016 untersucht. Davon sind 199 im sogenannten Social Web aktiv. Diese haben 953 (scheinbar) offizielle Accounts auf 28 Plattformen. Darunter sind sechs Messengerdienste. Am beliebtesten sind zwar laut dem Report weiterhin die Klassiker Facebook (162), YouTube (157) und Xing (136), gleichzeitig fällt aber auf, dass immer mehr Versicherer Instagram in ihr Marketing einbinden: Mittlerweile sind es 39 (letztes Jahr 12) und in den letzten Monaten begannen sogar die ersten drei mit dem Chatsystem Snapchat zu experimentieren.

Wie die Langzeitanalyse des Reports seit 2013 zeigt, konnte die Assekuranz überall ihre Reichweite kontinuierlich steigern. So erreicht sie beispielsweise auf Facebook über 3,8 Millionen Fans und gewinnt pro Monat durchschnittlich mehr als 60.000 Fans hinzu. Immer mehr Versicherer stellen mittlerweile auch Werbebudget für Content-Promotion bereit: Gesponserte Postings finden sich auf Facebook, Twitter, Instagram und Xing. Abseits von Werbung verfolgen erste Versicherer auch ganz neue Ansätze und versuchen mit Realtime- und Influencer-Marketing ihre Inhalte im richtigen Moment bei der passenden Zielgruppe zu platzieren.

Versicherer bei Messengern und mit Chatbots aktiv

Die zunehmende Bedeutung von Messengern und Chats haben viele Akteure aus der Branche ebenso bereits erkannt. Hier gilt es, auf die sich dadurch verändernde und manchmal stärker automatisierte Kommunikation zu reagieren. Die ERGO Direkt hat als erste Versicherung eine Mischung aus Messenger und Chatbot mit dem Namen „Insurgram“ entwickelt, die sich momentan in der Pilotphase befindet. Unter Chatbots oder Chatterbots versteht man Computerprogramme, die eine reale Konversation simulieren, ähnlich eines Sprachroboters. Sechs weitere Versicherer planen oder entwickeln bereits Chatbots für ihre Kommunikation. Die Branchenumfrage ergab außerdem, dass immer mehr Versicherer auf Messenger in der Kundenkommunikation setzen. Der Facebook-Messenger wird dabei am häufigsten verwendet.

Versicherungsbranche entdeckt GIFs für die Kommunikation

Mini-Filme von nur wenigen Sekunden Länge, die in Endlosschleife laufen, begegnen einem seit geraumer Zeit immer häufiger zum Beispiel auf Facebook. Die sogenannten GIFs werden zunehmend auch von der Versicherungsbranche in die Kommunikation eingebunden, wie der Report zeigt. Dabei ist das GIF nichts Neues. Es feiert sein Comeback als ein Mittel, mit wenigen Bytes und im beliebten Videoformat, Gefühlslagen kurz und knapp zu vermitteln. Die Chance der GIFs haben auch Versicherer erkannt. So finden sich beispielsweise auf den Facebookseiten von DEVK, AOK und Direct Line GIFs zur Unterstreichung der Informationen, die der Kunde dort erhalten soll. Dabei zeigt sich laut dem Report, dass GIFs fast durchweg überdurchschnittliche Interaktionen erzielen.

Der große Social Media & Marketing Report der Assekuranz 2016 hat 84 Versicherer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu ihren Social-Media-Aktivitäten befragt und zeigt über 200 Praxisbeispiele zum Thema aus der Versicherungsbranche. Herausgegeben wird er vom Beratungsunternehmen „As im Ärmel“. Der komplett 238-seitige Report kann dort bezogen werden. (tos)




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