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Wo es 2019 Prämienerhöhungen geben könnte
18. Februar 2019

Wo es 2019 Prämienerhöhungen geben könnte

Die Industrieversicherer zeigen sich weiter leistungsfähig und stabil. So war 2018 für die Haftpflichtsparte erneut ein profitables Jahr, was sich in Prämienverringerungen widerspiegelte. In der industriellen Sachsparte dürfte dagegen der Sanierungsdruck wachsen, so der Versicherungsmarktreport 2019 von Marsh.


Die Industrieversicherer zeigen sich weiter leistungsfähig und stabil. So war 2018 für die Haftpflichtsparte erneut ein profitables Jahr, was sich in Prämienverringerungen widerspiegelte. In der industriellen Sachsparte dürfte dagegen der Sanierungsdruck wachsen, so der Versicherungsmarktreport 2019 von Marsh.


Wo es 2019 Prämienerhöhungen geben könnte

Der deutsche Markt der Industrieversicherungen und Spezialdeckungen zeigt sich weiter leistungsfähig und stabil, wie das Maklerunternehmen Marsh im aktuellen Versicherungsmarktreport 2019 unterstreicht. So blickt die allgemeine Haftpflichtversicherung in Deutschland auf ein profitables Jahr 2018. Marsh zufolge werde sich die für Kunden positive Marktentwicklung auch 2019 fortsetzen. Die stabilen bzw. erneut gesunkenen Schaden-Kosten-Quoten in den vergangenen Jahren bescherten versicherungstechnische Gewinne für die Versicherer, die sich in Prämienverringerungen und in Vereinbarungen prämienfreier Deckungsverbesserungen widerspiegeln. Wie Marsh aber auch betont, würden Unternehmen bei der Bewertung des eigenen Risikos das mögliche Ausmaß eines Schadens häufig unterschätzen. Als Folge ist das vorhandene Großschadenpotenzial oftmals nicht vollständig abgedeckt.

Veränderte Risikobilder durch Abhängigkeit von IT

Mit der zunehmenden digitalen Vernetzung und der steigenden Abhängigkeit von IT entstehen veränderte Risikobilder. Hersteller von Erzeugnissen aller Industriebranchen haben mittlerweile Software- und IT-Dienstleitungen für eigene wie auch für fremde Produkte im Angebot. Bei Ausfall der Nutzung von Erzeugnissen, Datenverlusten oder Betriebsstillstand können Vermögensschäden bei Kunden auftreten und die Existenz von Unternehmen gefährden. Reine Vermögensschäden aufgrund von Mängeln am gelieferten Produkt (zum Beispiel Software) sind aber in der Betriebs- und Produkthaftpflichtversicherung grundsätzlich ausgeschlossen. Laut Marsh habe der Markt dem Bedürfnis nach Absicherung dieses Risikos nur teilweise Rechnung getragen und Nutzungsausfalldeckungen im Portfolio. Marsh hat diese Nutzungsausfallklausel erweitert und Vermögenfolgeschäden aus dem Versagen der Software versicherbar gemacht.

Betriebsunterbrechungsversicherungen immer relevanter

Im Bereich Technischen Versicherungen nehmen die Betriebsunterbrechungsversicherung an Bedeutung zu. Vor allem Betriebsunterbrechungsversicherung und Mehrkostendeckungen für Bauprojekte und Risiken aus dem Bereich der erneuerbaren Energien werden zunehmen wichtiger. Dies ist laut Marsh auf die Zunahme von bankenfinanzierten Projekten zurückzuführen. Denn die Finanzinstitute fordern maximal möglichen Versicherungsschutz.

Industrielle Sachversicherung unter Zugzwang

Für 2019 sieht Marsh die industrielle Sachversicherung besonders im Fokus. Da die Geschäfte seit Jahren nicht gut laufen, sahen sich bereits einige Versicherer gezwungen, die Prämien zu erhöhen. In der Feuerversicherung waren im Schadenjahr 2018 viele kleinere und mittlere Schäden zu verzeichnen, was diversen Versicherern rote Zahlen einbrachte. Zudem würden viele langfristig abgeschlossenen Verträge Anfang 2020 zur Vertragsverlängerung anstehen. Laut Marsh ist damit zu rechnen, dass der Sanierungsdruck weiter steigen wird und Versicherer höhere Prämien fordern werden.

Keine durchgängige Verhärtung auf dem D&O-Markt

Höhere Prämien hatten auch einige Versicherer im Bereich der Directors & Officers-Versicherung (D&O) angestrebt. Wie aus dem Versicherungsmarktreport 2019 hervorgeht, gelingen die Versuche von Anbietern, Bedingungen einzuschränken oder Prämien zu erhöhen, in dieser Sparte bislang nur vereinzelt. Die Prämien für große wie mittelständische Unternehmen bleiben weitgehend stabil auf relativ niedrigem Niveau. Laut Marsh könne somit nicht von einer durchgängigen Verhärtung des Marktes gesprochen werden. (tk)




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