Zum Jahresende haben die Angebotsmieten in den Städten hierzulande deutlich zugelegt. Dies zeigt ein Update des GREIX-Mietpreisindex, den das Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) vorgelegt hat. Demnach erhöhten sich die Angebotsmieten für Wohnungen in deutschen Städten im vierten Quartal 2025 gegenüber dem dritten Quartal 2025 um 1,0%. Bereinigt um die Inflation entspricht das einem realen Anstieg von 0,7%. Im Jahresvergleich legten die Mieten im bundesweiten Durchschnitt nominal sogar um 4,5% zu, inflationsbereinigt waren es 2,3%. Seit 2015 sind Angebotsmieten damit um 14% stärker gestiegen als die allgemeine Teuerung.
„Wohnungssuchende haben es aktuell schwer“, erklärt Jonas Zdrzalek, Projektleiter des GREIX am Kiel Institut für Weltwirtschaft. „Das klassische Angebot geht zurück, die Preise steigen und die Konditionen werden über immer mehr befristete Verträge oder möblierte Angebote härter.“
Große Unterschiede in den Metropolen
In sieben der acht größten Städte hierzulande haben sich die Angebotsmieten im Quartalsvergleich erhöht. Einen besonders kräftigen Anstieg weisen Köln auf mit einem Plus von 3,4% sowie München mit einem Plus von 1,9%. In Hamburg und Frankfurt am Main sind Anstiege in der Größenordnung des bundesweiten Durchschnitts von 1% zu beobachten. Düsseldorf verzeichnete eine rote Null (minus 0,1%).
Am höchsten war die durchschnittliche Kaltmiete pro Quadratmeter in München mit 23,35 Euro, gefolgt von Frankfurt am Main mit 17,36 Euro. Leipzig war mit 10,22 Euro pro Quadratmeter die günstigste der acht größten Städte. Über alle 37 erfassten Städte und Regionen hinweg ergibt sich ein gewichteter Durchschnitt von 14,41 Euro pro Quadratmeter.
Weniger Wohnungsinserate
Die Zahl der Wohnungsinserate hat sich im vierten Quartal 2025 im Vergleich zum Vorquartal um mehr als 10% verringert. Gegenüber dem Vorjahresquartal ist ein Rückgang von 7% festzustellen. Im langfristigen Vergleich liegt die Anzahl der Wohnungsinserate zur Miete gegenwärtig etwa 20% unter dem Niveau von 2015.
Seite 1 Mieten steigen stark, immer mehr befristete Angebote
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