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17. Februar 2026
Warum Makler mit nur einem KI-Modell Potenzial verschenken

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Warum Makler mit nur einem KI-Modell Potenzial verschenken

Warum Makler mit nur einem KI-Modell Potenzial verschenken

Leona Spauszus ist Trainerin und Speakerin für künstliche Intelligenz im Versicherungsvertrieb. Als KI-Pionierin zeigt sie, wie KI den Arbeitsalltag von Vermittlern und Führungskräften im Vertrieb effizienter macht. Für AssCompact gibt sie in ihrer monatlichen KI-Kolumne praxisnahe KI-Tipps speziell für Makler.

Künstliche Intelligenz ist im Makleralltag angekommen. Was vor zwei Jahren noch mit einer Mischung aus Skepsis und Staunen betrachtet wurde, ist für viele Makler heute ein selbstverständliches Werkzeug für Texte, Analysen, Vorbereitung und Organisation. Parallel dazu hat sich die Landschaft der KI-Modelle stark weiterentwickelt. Neue Versionen, neue Anbieter und neue technische Schwerpunkte verändern kontinuierlich, wie und wofür KI sinnvoll eingesetzt werden kann. Viele Versicherungsmakler stellen sich deshalb eine naheliegende Frage:

Reicht ein KI-Modell für alles?

Die kurze Antwort lautet: Nein. Und zwar nicht, weil es inzwischen spezialisierte KI-Modelle für einzelne Versicherungsaufgaben gäbe, sondern weil sich große Sprachmodelle trotz ähnlicher Grundlagen im praktischen Einsatz deutlich unterscheiden. Texte, Analyse, Kundenkommunikation und Dokumentenarbeit stellen sehr unterschiedliche Anforderungen an ein KI-Modell. Wer hier mit nur einem System arbeitet, nutzt häufig ein Werkzeug außerhalb seiner größten Stärke und verschenkt damit wertvolles Potenzial im Arbeitsalltag.

Große KI-Modelle, unterschiedliche Stärken

ChatGPT, Gemini, Claude, Mistral und Co. gehören alle zur Gruppe der Large Language Models, auf Deutsch große Sprachmodelle. Sie sind universell einsetzbar und nicht auf einzelne Branchen oder Tätigkeiten spezialisiert. Dennoch zeigen sich im Makleralltag klare Unterschiede. Diese entstehen durch unterschiedliche Trainingsschwerpunkte, technische Architektur, Kontextverarbeitung und die Art, wie die Modelle in Produkte eingebettet sind. Für Makler ist daher nicht entscheidend, welches Modell theoretisch am besten ist. Entscheidend ist, welches Modell für welche Aufgabe im Alltag aktuell den größten Mehrwert liefert.

ChatGPT als stabiler Allrounder im Maklerbüro

ChatGPT ist ein klassischer Generalist. Genau darin liegt seine Stärke. Das Modell ist darauf ausgelegt, sehr unterschiedliche Aufgaben zuverlässig zu bewältigen und flexibel zwischen Themen zu wechseln. Im Makleralltag zeigt sich das besonders bei Aufgaben, die Struktur, Kreativität und Kontextwechsel erfordern. Dazu gehören das Verfassen von Texten, das Strukturieren von Gedanken, die Vorbereitung von Kundengesprächen, Ideensammlungen für Aktionen oder schnelle Zusammenfassungen komplexer Inhalte.

ChatGPT überzeugt nicht, weil es für diese Aufgaben optimiert wäre, sondern weil es unterschiedliche Anforderungen gut miteinander verbinden und verständlich aufbereiten kann. Für viele Versicherungsmakler ist ChatGPT deshalb das zentrale Einstiegswerkzeug und bleibt auch langfristig ein verlässlicher Begleiter im Tagesgeschäft.

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