AssCompact suche
Home
Software
24. Februar 2026
Versicherer und KI: Schwindet Skepsis der Verbraucher?
Versicherer und KI: Schwindet Skepsis der Verbraucher?

Versicherer und KI: Schwindet Skepsis der Verbraucher?

Was die Nutzung von KI in Unternehmen angeht, hat sich die Zustimmung von Verbrauchern in den vergangenen zwei Jahren erhöht. Doch es gibt Unterschiede je nach Branche. In puncto verantwortungsvollem Umgang mit sensiblen Daten bei Versicherern haben Verbraucher offenbar noch Vorbehalte.

Die Mehrheit der Menschen hierzulande steht dem KI-Einsatz durch Unternehmen und Institutionen positiv gegenüber. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung durch forsa im Auftrag des Softwareunternehmens SAS unter 1.000 Verbrauchern. Dabei ging es um die Einstellung zu KI-Nutzung in ausgewählten Branchen. Laut Umfrage befürworten zwei Drittel der Befragten den Einsatz künstlicher Intelligenz insbesondere bei Behörden (66%) und im Gesundheitswesen (64%), Versicherungen folgen mit 58% auf Rang 3. Anders sieht es bei der Nutzung von KI in Banken aus: Zwei Drittel der Befragten sind explizit gegen einen Einsatz der Technologie bei Finanzinstituten.

 

Versicherer und KI: Schwindet Skepsis der Verbraucher?

 

Ein Fünftel der Umfrageteilnehmer lehnt KI-Nutzung generell ab. Männer sprechen sich grundsätzlich häufiger für einen Einsatz der Technologie aus als Frauen. Dies gilt für alle abgefragten Bereiche.

KI und sensible Daten: Versicherer mit Vertrauensdefizit

Bei der Frage, ob Verbraucher einem Unternehmen zutrauen, im Zusammenhang mit KI verantwortungsvoll mit ihren sensiblen Daten umzugehen, zeigt sich jedoch ein anderes Bild: Hier sind die Versicherungen das Schlusslicht der abgefragten Branchen hinter Gesundheitswesen, Banken und Behörden.

 

Versicherer und KI: Schwindet Skepsis der Verbraucher?

 

So meinen nur 41% der Befragten, ihre Daten seien bei Versicherern im Kontext mit KI in guten Händen. Ganz oben im Vertrauensranking landet das Gesundheitswesen: 65% der Umfrageteilnehmer sind der Ansicht, dass Ärzte, Kliniken und Krankenkassen beim Einsatz von KI sorgfältig mit ihren Daten umgehen.

Skepsis geringer als noch vor zwei Jahren

Im Vergleich zu einer forsa-Umfrage aus dem Jahr 2024 ist das Vertrauen gewachsen. Zwei Jahre zuvor fühlte sich noch eine teilweise deutliche Mehrheit der Befragten eher unwohl bei der Vorstellung, dass KI medizinische Diagnosen stellt und Behandlungsempfehlungen gibt (61%), über staatliche Unterstützungsleistungen entscheidet (65%) oder in Bank- und Versicherungsgeschäften eingebunden ist (69%).

„2026 geht es nicht mehr darum, wer KI als Erster einsetzt. Entscheidend ist, wer funktionierende Rahmenwerke für die verantwortungsvolle Nutzung aufbaut“, erklärt Ingo Macht, Country Leader Deutschland von SAS. Denn nur, wer sich dadurch das Vertrauen und die Akzeptanz von Verbrauchern und Mitarbeitern sichere, schaffe die Grundlage für Wertschöpfung aus intelligenten Technologien. (tik)

Lesen Sie auch:
Das könnte Sie außerdem interessieren: