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28. April 2026
Zahnzusatz: Schlechte GKV-Leistungen treiben Nachfrage
Zahnzusatz: Schlechte GKV-Leistungen treiben Nachfrage

Zahnzusatz: Schlechte GKV-Leistungen treiben Nachfrage

Ein Besuch beim Zahnarzt ist oft auch schmerzhaft für den Geldbeutel. Daher setzen viele GKV-Versicherte auf eine Zahnzusatzversicherung. Laut einer Verivox-Umfrage ist für die meisten die eingeschränkte zahnmedizinische Versorgung in der GKV der ausschlaggebende Grund für den Abschluss einer Zusatzpolice.

Die schrittweisen Kürzungen des zahnmedizinischen Leistungskatalogs in der gesetzlichen Krankenversicherung ist für viele GKV-Versicherte der Hauptgrund, eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen oder dies zumindest zu erwägen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Vergleichsportals Verivox.

Beinahe die Hälfte der 1.051 Befragten, die bereits eine Zahnzusatzversicherung abgeschlossen haben oder daran Interesse haben, geben die eingeschränkten Kassenleistungen als wichtigsten Grund an. Doch auch Vorsorge steht im Fokus, wenn es um Zahnzusatzversicherungen geht. Rund ein Viertel der Befragten (26%) wollen Prophylaxemaßnahmen finanziell absichern. Weitere 27% erwarten künftig kostenaufwendige Behandlungen und möchten sich deshalb absichern. Bei 16% wurden bereits in der Vergangenheit kostenintensive Behandlungen durchgeführt, was zu einem Abschluss bzw. Interesse an einer Zusatzversicherung geführt hat. 15% sorgen sich aufgrund einer schlechten Zahnsubstanz.

Füllungen und Zahnersatz werden als wichtigste Leistungen angesehen

Mehr als jeder Zweite fürchtet in Zukunft Ausgaben für Kronen (54%) oder Implantate (52%). Auch Kosten für Brücken erwarten ein Drittel der Befragten. Daher zählen für die große Mehrheit hochwertige Füllungen (83%) und hochwertiger Zahnersatz (86%) zu den wichtigsten Leistungen einer Zahnzusatzversicherung.

Für vier von zehn Befragten zählen Prophylaxe-Maßnahmen wie die regelmäßige professionelle Zahnreinigung zu den kostenintensiven Behandlungen, die für eine Zusatzversicherung sprechen. Drei Viertel der Befragten ist es wichtig oder sehr wichtig, dass die Zahnzusatzversicherung die Kosten für Parodontitis- und Wurzelbehandlungen übernimmt.

78% wünschen sich auch die Abdeckung von bestehendem Behandlungsbedarf. Allerdings übernehmen Zahnzusatzversicherungen in der Regel keine Kosten für bereits diagnostizierten Behandlungsbedarf oder laufende Behandlungen, warnt Aljoscha Ziller, Verivox-Geschäftsführer. „Eine Zahnzusatzversicherung sollte präventiv abgeschlossen werden“, so Ziller. „Wenn die Zähne bei Vertragsbeginn bereits stark beschädigt sind, kann das zu hohen Beiträgen, Leistungsausschlüssen oder zu einer Komplettablehnung führen.“

Ästhetische Behandlungen nachrangig

Rein ästhetische Behandlungen sind für die meisten nur untergeordnet. Nur jeder Zehnte erwartet hohe Kosten durch eine Zahnaufhellung, Kosten für ästhetische Zahnkorrekturen sind für 8% ein Thema. Für jeden Fünften gehört Bleaching zu den wichtigen Leistungen einer Zahnzusatzversicherung. (js)

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