Der Anteil der Immobilien, die deutschlandweit über einen Immobilienmakler bei ImmoScout24 vermarktet wurden, ist im zweiten Quartal 2026 auf 67% gestiegen. Im Vergleich zum Vorquartal und dem Vorjahresquartal hat sich die Quote um jeweils 2 Prozentpunkte erhöht. Auf einem ähnlich hohen Niveau lag sie zuletzt im zweiten Quartal 2024.
„Gerade in einem Markt, in dem Preisvorstellungen der Verkäuferinnen und Verkäufer und die tatsächliche Zahlungsbereitschaft der Käuferinnen und Käufer sorgfältig zusammengebracht werden müssen, ist eine fundierte Markt- und Preiseinschätzung entscheidend“, erklärt Christian Sauerborn, Chefanalyst bei Sprengnetter. „[Immobilien]Maklerinnen und Makler übernehmen dabei eine wichtige Schnittstellenfunktion: Sie ordnen Angebotspreise realistisch ein, kennen die lokale Nachfrage und begleiten die Preisfindung im Verkaufsprozess. Dass die Maklerquote nach dem Tiefstand von 61% Ende 2024 wieder deutlich gestiegen ist, zeigt, wie relevant professionelle Vermarktung in einem komplexen Marktumfeld bleibt.“
Unterschiede in den größten Städten
In den Metropolen hierzulande fällt die Immobilienmaklerquote unterschiedlich aus. In Berlin wurden 71% der Eigentumswohnungen von Immobilienmaklern inseriert. In Leipzig waren es sogar 73%. Besonders stark im Quartalsvergleich zugelegt hat der Anteil in Dortmund, und zwar von 61% auf 70%. Stuttgart wies eine Immobilienmaklerquote von 68% auf. Stuttgart bewegt sich weiterhin über dem deutschlandweiten Durchschnitt, der Anteil an Wohnungen, die über Immobilienmakler vermittelt werden, ist jedoch im Quartalsvergleich am stärksten unter den zehn größten Städten gesunken, nämlich um 3 Prozentpunkte. Am niedrigsten ist die Immobilienmaklerquote mit 58% in Köln. Zugleich verzeichnete die Stadt im Jahresvergleich den stärksten Rückgang (–5 Prozentpunkte). (tik)
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