Es scheint nicht schlecht um die VEMA zu stehen. Der Maklerverbund aus Oberfranken veranstaltete kürzlich die VEMAtage in Erfurt, die laut offiziellen Angaben bei etwa 3.000 Teilnehmern erfolgreich verlief. Die Messe hat die VEMA auch für eine Vorstellung ihrer eigenen Initiativen genutzt, so z. B. den neuen KI-Assistenten VAIA, der Makler im Büroalltag unterstützen soll.
Am Mittwoch gab es zur Abrundung noch ein Pressegespräch mit Themen, die die VEMA aktuell beschäftigen. Anwesend waren die Vorstände Dr. Johannes Neder und Thomas Hirsch sowie der Vorstandsvorsitzende Andreas Brunner.
VEMA AI Assistant kommt
Nachdem bereits einige andere Maklerpools und -verbünde mit einem eigenen KI-Assistenten für ihre angeschlossenen Makler an den Start gegangen sind, schließt die VEMA sich mit VAIA (kurz für „VEMA AI Assistant“) an. Dabei glaubt der Verbund nach wie vor an die menschliche Beratung – VAIA soll den Makler lediglich im Alltag unterstützen, etwa bei der Vorbereitung für einen Kundentermin oder bei der weiteren Bearbeitung, wenn beim Kundengespräch Absprachen getroffen wurden. So erklärte Thomas Hirsch im Gespräch etwa, dass VAIA auch auf der Smartwatch bedienbar ist und man darüber schon auf dem Weg von der Haustür zum Auto zurück dem KI-Assistenten Informationen und Ergebnisse aus dem Termin mitteilen könne. Dadurch können sofort die nächsten Schritte angestoßen werden.
Weiterhin wird VAIA auch im Auto verfügbar sein, so z. B. über Apple CarPlay. Die Android-Version ist bereits in der Entwicklung. So könne man sich bspw. im Auto noch einmal briefen lassen, was als Nächstes im Büro ansteht.
Ein wesentlicher Bestandteil von VAIA ist die Integration sämtlicher Daten und Tools des Maklerverwaltungsprogramms VEMAoffice. Die Informationen daraus bilden die Grundlage für VAIA. So könne VAIA etwa auch auf den im MVP verfügbaren Leistungsvergleich zugreifen.
Aktuell ist VAIA noch nicht uneingeschränkt verfügbar, sondern laufe bislang noch auf einer Testumgebung – man wolle ein solches Tool nicht zeitgleich für alle angeschlossenen Makler öffnen, aufgrund technischer Anfangsschwierigkeiten, die ein derartiger Launch immer mit sich bringt. Man arbeite aber daran, VAIA so bald wie möglich allen Maklern zur Verfügung zu stellen.
VEMA wächst beachtlich
Beim Thema Geschäftsentwicklung konnte die VEMA viel Positives berichten. Das EBIT ist auf 9 Mio. Euro vor Steuern deutlich gestiegen – die Umsatzbeteiligung für die Eigentümer (also die angeschlossenen Makler) in Höhe von 17 Mio. Euro ist hier bereits abgezogen. Der Gesamtumsatz ist um 24% auf 68,5 Mio. Euro gestiegen.
Beachtlich ist auch das Wachstum bei der Anzahl der Partnerbetriebe. 2025 konnte man 362 neue VEMA-Partner dazugewinnen, wodurch der Verbund die Marke von 5.000 geknackt hat. Insgesamt sind nun 5.036 Partnerbetriebe der VEMA angeschlossen mit insgesamt 35.000 Mitarbeitern. (mki)
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