Für Unternehmen ist die Ausbildung von Nachwuchskräften eine strategische Frage. Neben der Vergütung gewinnen dabei Image und Attraktivität als Ausbildungsbetrieb an Bedeutung. Versicherern gelingt es offenbar, an beiden Stellen zu überzeugen. Erst kürzlich stellte das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung fest, dass die Ausbildungsvergütungen in der Versicherungswirtschaft mit am höchsten sind. Nun zeigt die aktuelle Untersuchung „Deutschlands beste Ausbildungsbetriebe 2026“ der Kölner Rating- und Rankingagentur ServiceValue in Kooperation mit WELT, dass Unternehmen aus der Branche auch beim Image gut abschneiden.
Für die sechste Auflage der Untersuchung wurden insgesamt 3.812 Unternehmen aus den Bereichen Dienstleistung, Handel und Industrie betrachtet. Grundlage sind mehr als 574.000 Urteile aus einer bundesweiten Online-Befragung. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie attraktiv die Unternehmen aus Sicht der Befragten als Ausbildungsbetriebe sind. Die Bewertung erfolgte ohne Mitwirkung der untersuchten Unternehmen.
Allianz führt das Ranking an
Ein Blick auf die Ergebnisse zeigt, dass Versicherungsunternehmen bei der Ausbildung gut abschneiden. Über alle drei Wirtschaftszweige hinweg erreicht Allianz die höchste Attraktivität als Ausbildungsbetrieb. Auf den weiteren Spitzenplätzen folgen Merck und BARMER. Mit Debeka und HUK-COBURG folgen dann zwei weitere Versicherungsgruppen unter den insgesamt besonders attraktiv bewerteten Ausbildungsbetrieben nach.
Versicherer dominieren im Dienstleistungssektor
Innerhalb des Dienstleistungssektors ist die Versicherungsbranche stark vertreten. Auf Allianz folgen BARMER und Debeka. HUK-COBURG belegt den vierten Platz, dahinter rangieren die ADAC Versicherungen auf Position fünf. Doch auch weitere Gesellschaften erhalten die höchste Auszeichnung „sehr hohe Attraktivität“, darunter die W&W-Gruppe und die ALH-Gruppe. Wer noch dazu gehört, findet sich hier.
Damit stellen Versicherer einen nennenswerten Anteil der Unternehmen, die bei potenziellen Nachwuchskräften positiv wahrgenommen werden. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Branche ein attraktives Ausbildungsprofil besitzt und damit offenbar ein anderes Bild vermittelt, als es ihr mitunter zugeschrieben wird. (bh)
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