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9. Oktober 2026
Allianz: Betriebsunterbrechungen werden immer teurer

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Allianz: Betriebsunterbrechungen werden immer teurer

Allianz: Betriebsunterbrechungen werden immer teurer

Eine Analyse von Allianz Commercial zeigt: Betriebsunterbrechungen werden teurer. Inzwischen liegt die durchschnittliche Schadensumme bei über 850.000 Euro. Feuer und Explosionen sind die Hauptursachen für Betriebsunterbrechungen, doch Cybergefahren erweitern das Risikospektrum.

Unternehmen sind zunehmend dem Risiko steigender Betriebsunterbrechungsschäden ausgesetzt, bedingt durch Produktionskonzentration, anfällige Lieferketten, geopolitische Spannungen, Inflation und wachsende Technologieabhängigkeit. Zudem werden die Schäden immer teurer, wie eine aktuelle Analyse von Allianz Commercial zeigt: Inzwischen liegt der durchschnittliche Gesamtwert eines Betriebsunterbrechungsschadens bei 850.000 Euro. Damit übersteigt er den Wert für die Behebung von Sachschäden um 70% – dieser liegt im Schnitt nämlich bei knapp 500.000 Euro.

Schadenkosten in den vergangenen zwei Jahren deutlich angestiegen

Für die Analyse wurden weltweit 7.888 Schadenfälle mit einem Gesamtwert von rund 6,74 Mrd. Euro aus der Betriebsunterbrechungsversicherung (BU) der Industrieversicherungsbranche im Zeitraum von 2021 bis 2025 ausgewertet. Während die Schadenhäufigkeit dabei relativ stabil geblieben ist, ist der durchschnittliche Schadenwert in den vergangenen zwei Jahren jährlich um über 30% angestiegen. In Deutschland sind Feuer oder Explosionen für beinahe die Hälfte aller BU-Schäden verantwortlich.

„Das Risiko von Betriebsunterbrechungen und Lieferkettenstörungen ist nach wie vor hoch und unterliegt starken Schwankungen“, so Thomas Lillelund, CEO von Allianz Commercial. „Das Ausmaß der materiellen Schäden allein bestimmt nicht mehr die endgültigen Kosten einer Betriebsunterbrechung. Selbst ein relativ begrenzter Vorfall kann Auswirkungen auf Produktionsnetzwerke, Kunden und Märkte haben.“

Betriebe müssten daher nicht nur ihre eigenen kritischen Vermögenswerte identifizieren und verstehen, sondern auch ihre Abgängigkeiten von externen Dienstleistern oder Infrastruktur kennen.

Brände und Explosionen verursachen die höchsten Schäden

Die kostspieligsten Schäden verursachen laut der Analyse Brände und Explosionen. Sie verursachten mehr als 40% des analysierten Gesamtwerts, rund 2,9 Mrd. Euro. Brände waren zudem für neun der zehn kostspieligsten vom Menschen verursachten Betriebsunterbrechungsereignisse im analysierten Datensatz verantwortlich.

Die zweitteuerste Ursache für BU-Schäden sind Naturkatastrophen. Auf sie entfallen ein Drittel des Gesamtschadenwerts sowie ein Viertel der Anzahl der analysierten Schadenfälle. 75% der Schadenfälle sowie 66% des Gesamtwerts – etwa 4,85 Mrd. Euro – hatten jedoch keinen Bezug zu Naturkatastrophen.

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