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Darauf setzt der deutsche Mittelstand bei Finanzierungen
21. Februar 2019

Darauf setzt der deutsche Mittelstand bei Finanzierungen

Worauf legen mittelständische Unternehmen bei Finanzierungen wert? Mit dieser Frage hat sich eine aktuelle Studie des Bundesverbands Factoring für den Mittelstand (BFM) befasst. Persönliche Beratung steht bei Mittelständlern demzufolge weiter hoch im Kurs.


Worauf legen mittelständische Unternehmen bei Finanzierungen wert? Mit dieser Frage hat sich eine aktuelle Studie des Bundesverbands Factoring für den Mittelstand (BFM) befasst. Persönliche Beratung steht bei Mittelständlern demzufolge weiter hoch im Kurs.


Darauf setzt der deutsche Mittelstand bei Finanzierungen

Trotz der fortschreitenden Digitalisierung bleibt der persönliche Kontakt bei Unternehmensfinanzierungen oft unverzichtbar. Laut einer Umfrage des BFM finden 95% der Entscheider in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) eine individuelle Betreuung wichtig. Die Bedeutung der Hausbank nimmt allerdings weiter ab. 62% der KMU möchten ihre Bindung zu klassischen Kreditpartnern lockern. Zwei Jahre zuvor waren es noch 57%.

Finanzierung gewinnt an Bedeutung

Laut der Studie gehen 69% der Entscheider davon aus, dass die strategische Bedeutung der Unternehmensfinanzierung zunehmen wird. In den Blick gerät vor allem eine breitere Aufstellung. Schon heute sagen 55% der Befragten, eine ausgewogene Finanzierung umfasse neben Eigen- und Fremdkapital auch Beteiligungen, Factoring und Leasing. In Unternehmen der Umsatzgrößenklasse 2,5 bis 50 Mio. Euro sehen sieben von zehn Entscheidern (68%) Vorteile bei einer modularen Finanzierung. In der Klasse bis 2,5 Mio. Euro Umsatz sind es 53%.

Unerfahrenheit in Bezug auf Factoring

Jeder zweite Entscheider (55%) findet für sein Unternehmen eine Finanzierung interessant, die automatisch mit dem Umsatz wächst. Die Unsicherheit gegenüber dem umsatzkongruenten Konzept von Factoring ist allerdings groß. So sagen 70% der Entscheider, sie wissen zu wenig über Factoring, um es für ihre Finanzierung einzusetzen. Vor zwei Jahren gab das noch 76% als Hemmnis an. Für die Zukunft erwägen 18% der deutschen KMU ihre Liquidität durch Factoring zu erhöhen.

Furcht vor großem Forderungsausfall

Den regresslosen Schutz vor Forderungsausfall halten 56% der Befragten für einen zentralen Vorteil von Factoring. Vor allem Entscheider im Baugewerbe (71%) und im Bereich Im- und Export (71%) schätzen die Sicherheit, die sie mit dem Abtreten von Forderungen gewinnen. Das gilt besonders gegenüber Schlüsselkunden: Vier von zehn KMU (39%) müssen damit rechnen, beim Ausfall ihres größten Debitors in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten. Der Ausfallschutz und die planbare Liquidität sind wesentliche Gründe, warum KMU Factoring einsetzen. Hinzu kommen die durch den Forderungsverkauf verbesserten Bilanzkennzahlen, die auch das Rating bei der Bank positiv beeinflussen. (mh)




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