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So schätzen Experten die Lage am deutschen Immobilienmarkt ein
17. Juli 2019

So schätzen Experten die Lage am deutschen Immobilienmarkt ein

Berlin Hyp hat über 200 Immobilienexperten aus dem In- und Ausland nach ihren Einschätzungen zur deutschen Immobilienbranche befragt. Die Experten sehen den deutschen Immobilienmarkt im europäischen Vergleich nach wie vor als attraktiv an. Allerdings trübt sich die Lage auch hier ein.


Berlin Hyp hat über 200 Immobilienexperten aus dem In- und Ausland nach ihren Einschätzungen zur deutschen Immobilienbranche befragt. Die Experten sehen den deutschen Immobilienmarkt im europäischen Vergleich nach wie vor als attraktiv an. Allerdings trübt sich die Lage auch hier ein.


So schätzen Experten die Lage am deutschen Immobilienmarkt ein

Berlin Hyp hat die Ergebnisse des aktuellen Trendbarometers veröffentlich. Die teilnehmenden Immobilienexperten sehen darin erste Eintrübungen am deutschen Immobilienmarkts. Zwei Drittel (67%) der Umfrageteilnehmer halten demnach den deutschen Gewerbeimmobilienmarkt im europäischen Vergleich zwar immer noch für relativ attraktiv. 2018 waren es aber noch vier von fünf Experten. Die Studienautoren nennen die Diskussionen um Enteignungen als einen möglichen Grund für die Eintrübung. Diese könnte vor allem auf ausländische Investoren abschreckend wirken.

Stagnation bei Neugeschäft und Margen erwartet

Die wachsende Skepsis hat auch Folgen für die Geschäftserwartungen. 53% der Befragten gehen davon aus, dass die Margen in den kommenden 24 Monaten stagnieren. 31% der Teilnehmer erwarten sogar, dass die Margen leicht bis stark sinken und lediglich 16% gehen von einem Anstieg aus. Auch beim Neugeschäft erwartet jeder zweite Befragte eine Stagnation. Allerdings ist hier die Zahl der Optimisten, die von einem steigenden Volumen ausgehen, mit 28% etwas größer als das Lager der Skeptiker, die mit einem abnehmenden Neugeschäft rechnen (22%).

Run auf die A-Städte beendet

Der regionale Fokus der Immobilieninvestoren verschiebt sich derweil. Nach dem Run auf die A-Städte folgt nun der Boom der B-Städte. 56% der Umfrageteilnehmer würden eine Büroimmobilie in B-Städten kaufen. A-Städte folgen mit einem Anteil von 37% bereits mit deutlichem Abstand. C-Städte (6%) und D-Städte (1%) bleiben für Investoren von gewerblichen Immobilien dagegen weitestgehend uninteressant.

Zinsniveau bleibt der wichtigste Faktor

Berlin Hyp hat die Immobilienexperten auch nach den wichtigsten Faktoren für die weitere Entwicklung des gewerblichen Immobilienmarkts gefragt. Mit Abstand wichtigste Komponente ist demnach das Zinsniveau. 24% der Umfrageteilnehmer sehen darin aktuell den wichtigsten Faktor für den gewerblichen Immobilienmarkt. Auf Rang 2 liegt Deutschlands Funktion als sicherer Hafen (20%), gefolgt von der Kaufpreisentwicklung (19%) und ausländischen Investoren (17%). Der Megatrend Demografie ist dagegen nur für 4% der befragten Experten der Schlüsselfaktor für die weitere Entwicklung.

Digitalisierung und neue Arbeitswelten im Blickpunkt

Deutlich mehr Aufmerksamkeit unter den Investoren genießt die Digitalisierung. 29% der Umfrageteilnehmer gehen davon aus, dass sie einen großen Einfluss auf den gewerblichen Immobilienmarkt ausüben. Die Digitalisierung spielt auch beim zweiten großen Faktor eine Rolle. 26% der Experten sehen in modernen Arbeitswelten einen wichtigen Einflussfaktor der zukünftigen Entwicklung. Die fortschreitende Digitalisierung spielt hierbei zweifellos eine wichtige Rolle, da sie die Bindung an feste Arbeitsplätze lockert. Neben Digitalisierung und modernen Arbeitswelten sehen die befragten Immobilienexperten vor allem auch in Urbanisierung (18%) und Mobilität (15%) wichtige Einflussfaktoren für die zukünftige Entwicklung. (mh)

Bild: © SasinParaksa – stock.adobe.com




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