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So viel tragen Makler zum Neugeschäft in der Lebensversicherung bei
18. Dezember 2019

So viel tragen Makler zum Neugeschäft in der Lebensversicherung bei

Makler und Mehrfachagenten liegen weiterhin auf dem zweiten Rang hinter den Einfirmenvertretern was die Verteilung des Neugeschäfts in der Lebensversicherung angeht. Das hat die 20. Vertriebswege-Studie Lebensversicherung von Willis Towers Watson zum Jahr 2018 ergeben. Insgesamt hat das Neugeschäft eine erfreuliche Entwicklung genommen, profitieren können davon aber nur wenige Versicherer.


Makler und Mehrfachagenten liegen weiterhin auf dem zweiten Rang hinter den Einfirmenvertretern was die Verteilung des Neugeschäfts in der Lebensversicherung angeht. Das hat die 20. Vertriebswege-Studie Lebensversicherung von Willis Towers Watson zum Jahr 2018 ergeben. Insgesamt hat das Neugeschäft eine erfreuliche Entwicklung genommen, profitieren können davon aber nur wenige Versicherer.

So viel tragen Makler zum Neugeschäft in der Lebensversicherung bei

Die 20. Vertriebswege-Studie Lebensversicherung von Willis Towers Watson zeigt für das Jahr 2018 nur leichte Veränderungen: Makler und Mehrfachagenten liegen bei den Vertriebswegen weiterhin auf dem zweiten Rang, wobei sie ihren Anteil im Vergleich zur Vorjahresstudie leicht steigern konnten (31,0%; 29,3% im Jahr 2017). Den führenden Vertriebsweg in Sachen Lebensversicherung bilden weiterhin die Einfirmenvermittler, die ihren Anteil ebenfalls leicht auf 32,9% ausbauen konnten (2017: 32,5%). Auch die Banken auf dem Bronzerang haben einen leichten Zuwachs verzeichnet (von 28,4% im Vorjahr auf 29,3% im Jahr 2018). Auf die Direktversicherer fielen 3,0% (3,3% im Jahr 2017).

Konsortien weniger gefragt als im Vorjahr

Die Anteilszugewinne bei den drei vorne platzierten gehen überwiegend zulasten der sonstigen Vertriebswege. Auf diese entfielen im Jahr 2018 noch 3,8% nach 6,5% in der Vorjahresstudie. „Die sonstigen Vertriebswege stehen für das fremdgeführte Konsortialgeschäft, insbesondere in der bAV. Diese Konsortien waren 2018 weniger gefragt als im Jahr davor“, sagt Henning Maaß, Leiter der Lebensversicherungsberatung bei Willis Towers Watson in Deutschland.

Wachsendes Neugeschäft

Auch zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Vertriebswege-Studie Lebensversicherung: Das Neugeschäft aus eingelösten Versicherungsscheinen (also ohne Erhöhungen der Versicherungssumme) hat marktweit eine erfreuliche Entwicklung genommen. Das Neugeschäft aus laufenden Beiträgen für ein Jahr erhöhte sich 2018 im Jahresvergleich um rund 2%. Das Einmalbeitragsneugeschäft ist um rund 8% angewachsen.

Top-Ten-Gesellschaften steigern Marktanteile

Das Neugeschäft hat sich laut Willis Towers Watson allerdings nicht auf alle Marktteilnehmer gleichermaßen verteilt: Die marktführenden Versicherer konnten weit überdurchschnittlich zulegen und ihre Marktanteile im Jahr 2018 steigern. Insgesamt haben die Top Ten der Lebensversicherer ihren Anteil am Neugeschäft nach APE auf fast zwei Drittel (Vorjahr: 59%) ausgebaut. Die Top Five vereinen genau die Hälfte der Summe der Marktanteile auf sich.

Ein noch deutlicheres Bild ergibt sich der Vertriebswege-Studie zufolge, wenn man die Einzelunternehmen zu Gruppen zusammenfasst, da einige Einzelunternehmen zu gleichen Versicherungsgruppen gehören. Dann beträgt der Anteil der Top Ten am Neugeschäft nach APE über drei Viertel, was ebenfalls einen leichten Zuwachs im Vergleich zur Vorjahresstudie darstellt. Einige wenige Player vereinen also einen immer größer werdenden Marktanteil auf sich.

Alleinstellungsmerkmale gefragt

Diese Marktkonzentration sieht Willis Towers Watson auch in der Zukunft noch ansteigen. Denn der hohe Bedarf an Altersvorsorge, an der Absicherung von Erwerbseinkommen, Alterseinkommen und Hinterbliebenen werde weiter zunehmen. Diese Entwicklung nutzten die marktführenden Lebensversicherer wohl zu ihren Gunsten. Michael Klüttgens, Leiter der Versicherungsberatung bei Willis Towers Watson in Deutschland: „Angesichts des eigentlich steigenden Bedarfs sollten die Aussichten der Branche rosig sein. Dies gilt jedoch nur für jene Marktteilnehmer, die genügend Weitsicht für Veränderungen mitbringen. Denn Differenzierung wird wichtiger: Jedes Unternehmen sollte sich individuelle Alleinstellungsmerkmale erarbeiten und sein Geschäft konsequent auf diese ausrichten.“

Bild: © Romolo Tavani – stock.adobe.com

Lesen Sie auch: LV-Vertriebswege: Makler weiterhin zweitstärkster Kanal



Kommentare

von Wilfried Strassnig am 18.12.2019 um 10:07 Uhr
Wenn ein Gesetz zwischen Maklern, Einfirmenvermittlern und Angestellten Vermittlern nicht unterscheiden kann ist es per se niemals korrekt.
Makler die Ihr komplettes Einkommen und die Altersversorgung allein aus Provisionen bestreiten, aber auch die einzigen sind die für das beste Angebot des Marktes haften
Einfirmenvertreter die Fixgehalt-Altersversorgung, Bestand-Bürokostenzuschüße etc. erhalten, aber auch nur die Produkte nur einer Gesellschaft verkaufen dürfen und müssen und Angestellte die voll versorgt sind gleich zu behandeln ist voll krank.
Allein um die Altersversorgung eines Beamten zu erreichen müssen ca. 1,5 Millionen Euro zurückgestellt werden.
Sicher gehen Politiker, Richter und Beamte davon aus, dass hier auch wie bei Ihnen der Steuerzahler diese Altersabsicherung übernimmt. Zur Information: Dieser muss neben allen Kosten und dem Lebensunterhalt alles aus der Provision bestreiten, bietet aber als einziger für die Kunden mit aller Wahrscheinlichkeit die allerbeste und preiswerteste Versorgung. Es ist sicher nicht verboten sich mit so einfachen Zusammenhängen zu befassen und zum Beispiel bei dieser Sachlage alle Kürzungen für Makler zurückzunehmen. Die extrem langen Stornozeiten ebenso.



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