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softfair bleibt in Händen der Fonds-Finanz-Macher
17. Februar 2020

softfair bleibt in Händen der Fonds-Finanz-Macher

Im Mai vergangenen Jahres hatte die Finanzsoft GmbH nach Branchenkritik angekündigt, den IT-Dienstleister softfair kleinteilig an Versicherer verkaufen zu wollen. Das Projekt ist jedoch gescheitert. Der Verkauf wurde beendet, wie Finanzsoft nun mitteilt.


Im Mai vergangenen Jahres hatte die Finanzsoft GmbH nach Branchenkritik angekündigt, den IT-Dienstleister softfair kleinteilig an Versicherer verkaufen zu wollen. Das Projekt ist jedoch gescheitert. Der Verkauf wurde beendet, wie Finanzsoft nun mitteilt.


softfair bleibt in Händen der Fonds-Finanz-Macher

Der Kauf der Hamburger softfair GmbH vonseiten der Fonds-Finanz-Gesellschafter Norbert Porazik und Markus Kiener hatte für Aufsehen in der Versicherungswirtschaft gesorgt. Zum Zwecke des Kaufs hatten die beiden Maklerpool-Besitzer die Finanzsoft GmbH gegründet. Kritiker fürchteten eine zu starke Marktkonzentration. Die Kritik veranlasste Finanzsoft letztlich dazu, eine Brancheninitiative namens PNext ins Leben zu rufen. Ziel der Initiative war es, mithilfe der Technologie der Hamburger Vergleichsspezialisten von softfair und in Zusammenarbeit mit allen relevanten Marktteilnehmern eine branchenweite Plattform zu entwickeln. Voraussetzung dafür war, dass die softfair nicht in der Hand eines Marktteilnehmers sein sollte, sondern möglichst viele Gesellschaften an dem Unternehmen beteiligt sein sollten. Zu diesem Zweck wollten Porazik und Kiener bis zu 100% der Anteile an softfair in Form von 1%-Anteilen an Versicherungsgesellschaften, Vertriebe, Pools und andere Marktteilnehmer veräußern. Erste Gespräche mit Versicherern hätten positive Signale für den Verkauf ergeben.

Ende vergangener Woche kam dann allerdings das Aus für das Vorhaben. Nach Abschluss des Bieterverfahrens habe man die eingegangenen Optionen analysiert und sei zu dem Schluss gekommen, dass eine Umsetzung der Brancheninitiative mit den eingegangenen Optionen für die Finanzsoft nur zu nicht akzeptablen Bedingungen realisierbar wäre, erklärte das Unternehmen Anfang dieser Woche. Man werde den Verkauf von softfair aus diesem Grund nicht weiterverfolgen.

„Wir haben auf Anregung der Branche unsere Übernahme von softfair im Jahr 2017 überdacht und uns dazu bereiterklärt, zum Wohle des gesamten Marktes eine branchenweite Initiative zu starten. Dass dieses Angebot nun nicht angenommen wurde, ist gerade deshalb für uns absolut in Ordnung“, erklären Norbert Porazik und Markus Kiener in einem Pressestatement. Weiter heißt es, dass softfair die Weiterentwicklung der Produkte sowie die Vision einer technischen Plattform für den ganzen Markt weiterverfolgen werde. Es bestehe kein Grund, an der Geschäftsausrichtung von softfair etwas zu ändern. (bh)

Lesen Sie auch: Fonds Finanz: softfair soll in viele Versichererhände übergehen

Bild: Norbert Porazik (l.) und Markus Kiener (r.), Gesellschafter der Finanzsoft GmbH und der Fonds Finanz Maklerservice GmbH, © Fonds Finanz Maklerservice GmbH




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