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Altersvorsorge: Große Unsicherheit – und Skepsis gegenüber Anbietern
18. Juni 2020

Altersvorsorge: Große Unsicherheit – und Skepsis gegenüber Anbietern

Wird die Rente im Alter reichen? Laut einer Studie fühlen sich gerade Arbeiter nicht ausreichend abgesichert. Auch bei Personen mit Kindern herrscht Unsicherheit. Dennoch wollen über 70% nicht privat vorsorgen. Als Grund führen die Befragten auch Misstrauen gegenüber Anbietern an.


Wird die Rente im Alter reichen? Laut einer Studie fühlen sich gerade Arbeiter nicht ausreichend abgesichert. Auch bei Personen mit Kindern herrscht Unsicherheit. Dennoch wollen über 70% nicht privat vorsorgen. Als Grund führen die Befragten auch Misstrauen gegenüber Anbietern an.


Altersvorsorge: Große Unsicherheit – und Skepsis gegenüber Anbietern

In Sachen Altersvorsorge herrscht bei den Bundesbürgern große Unsicherheit. Dabei ist die persönliche Altersvorsorge der Menschen hierzulande abhängig von deren privater und beruflicher Lebensplanung. Dies zeigt eine Kurzstudie von Civey, für die das Unternehmen 5.000 Personen befragt hat. Die Analyse beleuchtet, ob sich die Menschen mit Blick auf die Rente und private Altersvorsorge ausreichend abgesichert fühlen.

Berufswahl hat großen Einfluss auf Altersvorsorge

Gerade einmal jeder dritte Arbeiter hält seine Rente für ausreichend. Zwei Drittel blicken also mit Skepsis auf ihre finanzielle Absicherung im Alter. Bei den Beamten sind es dagegen drei Viertel, die ihren Lebensabend als finanziell gesichert betrachten. 44% der Angestellten und jeder zweite leitende Angestellten fühlen sich für den Ruhestand gut aufgestellt. Während sich laut Studie keine Unterschiede beim Bildungsgrad der Befragten zeigen, scheint aber die Berufswahl bzw. berufliche Stellung großen Einfluss auf die persönliche Altersvorsorge zu haben.

Familienplanung als weiteres Kriterium

Neben der Berufswahl ist aber auch Entscheidung für Kinder ein Kriterium dafür, ob die Rente als ausreichend eingestuft wird. Befragte mit Kindern fühlen sich mehrheitlich finanziell nicht abgesichert, wohingegen bei Bundesbürgern ohne Kinder im Haushalt nur 41% mit Sorge auf die finanzielle Situation im Ruhestand blicken. Menschen ohne Kinder fühlen sich also abgesicherter für ihren Lebensabend. Laut Studie verstärken strukturelle Unterschiede diese Ungleichheit. Auch bei den Geschlechtern zeigt sich ein unterschiedliches Bild: Während Männer mehrheitlich ihre Altersvorsorge als genügend betrachten, fühlen sich nur 43,5% der Frauen in Deutschland abgesichert.

Trotz Unsicherheit wenig Motivation zur Absicherung

Trotz dieser Unsicherheit ist für viele private Altersvorsorge kein Thema. Der Umfrage zufolge planen gerade einmal 15% der Deutschen über 18 Jahren für sich und die Familie vorzusorgen, beispielsweise über eine Renten- und Lebensversicherung. Über 70% wollen sich nicht weiter absichern. Die Diskrepanz zwischen Unsicherheit und fehlender privater Vorsorge zeigen vor allem die Unterschiede bei der Altersgruppe zwischen 18 und 29 Jahren. Über 60% der unter 30-Jährigen sieht sich nicht ausreichend fürs Alter abgesichert, doch nur jeder Dritte strebt eine private Vorsorge an.

Misstrauen gegenüber Anbietern von privater Altersvorsorge

Als Gründe für die mangelnde Motivation, privat vorzusorgen, führen vor allem die Befragten der jungen Zielgruppe fehlenden finanziellen Spielraum und keine attraktiven Angebote als Gründe an. Doch auch Misstrauen gegenüber den Anbietern wird als Hemmschuh genannt. Auch bei den 30- bis 39-Jährigen geben diese Aspekte den Ausschlag, nicht in private Vorsorge zu investieren, sofern sie sich nicht schon ausreichend abgesichert fühlen. 

Chancen im Onlinegeschäft 

Wie die Studie weiter zeigt, sind die Befragten offen für den digitalen Abschluss einer Versicherung. Jeder zweite Bundesbürger würde eine Versicherung auch online abschließen. Besonders Menschen zwischen 30 und 39 Jahren zählen mit rund 62% zur größten potenziellen Kundengruppe. (tk)

Bild: © Fokussiert – stock.adobe.com




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