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Stimmung in der deutschen Finanzbranche steigt deutlich
03. August 2020

Stimmung in der deutschen Finanzbranche steigt deutlich

Das Center for Financial Studies (CFS) erhebt seit 2007 mit CFS-Index alle drei Monate die Stimmung in der deutschen Finanzwirtschaft. In der aktuellen Ausgabe hat sich die Stimmung deutlich aufgehellt und damit den Corona-Schock aus dem Vorquartal schon wieder relativ gut verdaut.


Das Center for Financial Studies (CFS) erhebt seit 2007 mit CFS-Index alle drei Monate die Stimmung in der deutschen Finanzwirtschaft. In der aktuellen Ausgabe hat sich die Stimmung deutlich aufgehellt und damit den Corona-Schock aus dem Vorquartal schon wieder relativ gut verdaut.


Stimmung in der deutschen Finanzbranche steigt deutlich

Der CFS-Index ist im laufenden Quartal um 8,1 Punkte auf 106,9 Punkte gestiegen. Somit hat das Stimmungsbarometer der Finanzbranche bereits wieder ein positives Wachstumsniveau über dem neutralen Stand von 100 Punkten erreicht. Es ist zudem der stärkste jemals gemessene Anstieg seit Beginn der Index-Erhebungen im Jahr 2007. Er folgt aber auch unmittelbar auf den stärksten jemals gemessenen Rückgang.

Resultat schnellen und beherzten Handelns

„Die positive Entwicklung des CFS-Index ist das Resultat der schnellen und beherzten politischen Reaktionen auf die Corona-Krise. Die zahlreichen umfassenden Hilfsmaßnahmen und Förderkredite, die unter anderem von der KfW im Auftrag der Bundesregierung aufgelegt wurden, wirken“, erläutert Dr. Lutz Raettig, Präsident von Frankfurt Main Finance e.V.

Teil der Lösung statt Risiko
Stimmung in der deutschen Finanzbranche steigt deutlich

Die jetzt unerwartet positive Entwicklung basiert laut CFS auf Umsatz-, Ertrags-, und Investitionszuwächsen und einem geringeren Stellenabbau bei den Finanzinstituten im zweiten Quartal. Jedoch werde die positive Stimmung durch rückläufige Umsatz-, Ertrags-, Investitions- und Mitarbeiterzahlen der Dienstleister ausgebremst.

Geschäfte liefen besser als erwartet

Anders als zuvor erwartet, melden die befragten Finanzinstitute ein deutliches Wachstum ihrer Umsätze bzw. des Geschäftsvolumens im zweiten Quartal 2020. Der entsprechende Indexwert ist um 9,5 auf 121,9 Punkte gestiegen. Hingegen bewegen sich die Dienstleister mit einem Rückgang um 8,0 Punkte auf 100,5 Punkte nun auf einem neutralen Niveau. Jedoch wurde im Vorquartal erwartet, dass der Rückgang noch viel stärkerer ausfällt. Für das dritte Quartal erwarten die Finanzinstitute einen leichten Rückgang, die Dienstleister sind schon wieder sehr optimistisch.

Finanzdienstleister melden ersten Stellenabbau seit 2009

Der seit längerem anhaltende Stellenabbau der Finanzinstitute fiel im zweiten Quartal geringer aus als im Vorquartal. Der Mitarbeiter-Sub-Index steigt entsprechend um 2,3 Punkte auf 97,5 Punkte und liegt nur noch 1,1 Punkte unter dem Vorjahresstand. Die Dienstleister meldeten wie erwartet erstmals seit dem Jahr 2009 wieder einen Stellenabbau. Der entsprechende Sub-Index sank um 6,5 auf 99,0 Punkte und liegt nun 13,4 Punkte unter dem Wert des Vorjahres. Für das laufende Quartal rechnen die Finanzinstitute mit einem leichten Anstieg des Stellenabbaus. Hingegen erwarten die Dienstleister, dass sich die Lage wieder verbessert. (mh)

Bild: © Worawut – stock.adobe.com




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