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Versicherungskammer Bayern kooperiert mit Smart InsurTech

Die Versicherungskammer Bayern setzt auf den digitalen Maklermandatswechsel von Smart InsurTech. Damit ermöglicht der Versicherer seinen Vertriebspartnern ab sofort die automatisierte Übertragung von Beständen bei einem Betreuerwechsel.

Bei der Bestandsübertragung arbeitet die Versicherungskammer Bayern (VKB) nun mit der Smart InsurTech AG zusammen. Damit bietet der Versicherer Vertriebspartnern ab sofort die Möglichkeit, Bestände automatisiert zu übertragen, wenn ein Betreuerwechsel erfolgt. Mit dem Service der Smart InsurTech, der auf der BiPRO-Norm 490 basiert, lassen sich fremdbetreute Bestände direkt aus den eigenen Systemen digital in den eigenen Bestand übertragen.

„Was uns bei der Automatisierung von Prozessen antreibt, ist die Kombination aus höchster Servicequalität für unsere Vertriebspartner und Effizienz in den eigenen Arbeitsabläufen“, betont Michael Obermüller, Abteilungsleiter Servicecenter Betreuerwechsel bei der VKB. „Die Einführung der BiPRO-Norm 490 als Grundlage für die automatisierte Bestandsübertragung ist für unsere Digitalisierungsstrategie ein wichtiger Meilenstein. Damit können Bestandsübertragungen beim Wechsel des betreuenden Maklers per Klick über die eigenen Systeme veranlasst werden.“

Zeitersparnis durch Dunkelverarbeitung

Der neue Prozess ersetzt die bisher papier- und E-Mail-basierten Abläufe und die Dunkelverarbeitung sorgt für Zeitersparnis.

„Mit den automatischen Status-Updates und Eskalationsmöglichkeiten bei Unklarheiten entlastet die automatisierte Bestandsübertragung im Zuge des Maklermandatswechsels die Mitarbeitenden in der Verwaltung nachhaltig. Der transparente Prozess macht Nachfragen nahezu überflüssig. So gewinnen die Mitarbeitenden mehr Freiraum für andere Tätigkeiten“, unterstreicht Markus Niederreiner, CEO der Smart InsurTech AG.

Datenaustausch ohne Medienbrüche durch BiPRO-Standards

Die Verknüpfung der BiPRO-Norm 490 mit dem Transferservice (BiPRO-Norm 430) ermöglicht einen durchgängigen Datenaustausch ohne Medienbrüche. Wie die VKB weiter mitteilt, bleibt im Rahmen der Multikanalstrategie des Unternehmens der Datentransfer zusätzlich über E-Mail oder Website möglich.

„Wir werden die BiPRO-Integration weiter ausbauen“, erklärt Julia Hölzl-Umminger, Abteilungsleiterin im Maklermanagement der VKB. „Dazu zählen perspektivisch auch die automatisierte Änderung von Bankverbindungs- und Partnerdaten mit Hilfe der entsprechenden BiPRO-Normen und des Services von Smart InsurTech.“ (tik)

Weitere Meldungen rund um neue Services und Tools lesen Sie in der Rubrik „Software“.
 

softfair stellt neues Kranken-Modul vor

Die softfair GmbH präsentiert ein neues Kranken-Modul zur digitalen Beratung im Bereich privater Krankenversicherungen. Gegenüber dem bisherigen Modul, das weiterhin nutzbar bleibt, ermöglicht das neue Tool unter anderem schnellere Berechnungen und bietet erweiterte Filteroptionen.

Das neue Kranken-Modul der softfair GmbH vereint sowohl die PKV-Voll- als auch die Zusatzversicherung in einer benutzerfreundlichen Oberfläche. „Mit dem neuen Kranken Modul setzen wir einen wichtigen Meilenstein für die digitale Beratung im Bereich der privaten Krankenversicherung. Unser Ziel war es, ein Werkzeug zu schaffen, das Beraterinnen und Berater in ihrer täglichen Arbeit optimal unterstützt und gleichzeitig den Kundennutzen maximiert“, erklärt Maryna Bibik, Abteilungsleiterin Kranken bei der softfair GmbH.

Für schnellere Berechnungen hat softfair bei dem neuen Tool an der Performance gefeilt. Das Design und die Benutzerführung wurden grundlegend überarbeitet, um die Nutzung effizienter zu gestalten. Anwender können Berechnungsvorgaben direkt auf der Ergebnisseite flexibel anpassen und damit die Ergebnisliste schnell aktualisieren. Zudem bietet das Modul neue Filteroptionen für die gezielte Auswahl und den Vergleich von PKV-Tarifen. Gespeicherte Vorgänge lassen sich jederzeit öffnen, ohne dass eine erneute Dateneingabe erforderlich ist. Durch die Integration von inSign in das neue Modul können Anträge zudem digital unterschrieben und direkt an Versicherer übermittelt werden.

Wie softfair mitteilt, bleibe das bisherige Kranken-Modul weiterhin nutzbar, sodass Nutzer laufende Vorgänge wie gewohnt abschließen können. Der Wechsel zum neuen Modul sei unkompliziert möglich. Bereits erfasste Kundendaten würden automatisch übernommen. Das neue Kranken-Modul steht ab sofort allen Partnern der softfair GmbH zur Verfügung. (tik)

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Digital Insurance Podcast: Der digitale Versicherer der Zukunft

In der neuen Episode des Digital Insurance Podcast von Jonas Piela ist Florian Sallmann zu Gast, Vorstandsvorsitzender der InterRisk. Im Gespräch geht es um die strategische Ausrichtung des Versicherers.

In einer neuen Folge des Digital Insurance Podcasts spricht Moderator Jonas Piela mit Florian Sallmann, Vorstandsvorsitzender der InterRisk Versicherungen, über die Bedeutung einer zukunftsorientierten Unternehmenskultur im digitalen Wandel der Versicherungsbranche. Sallmann betont, dass eine solche Kultur nicht nur entscheidend für den Unternehmenserfolg ist, sondern auch die Voraussetzung dafür, die richtigen Talente zu gewinnen und zu binden.

Eine offene und wertschätzende Unternehmenskultur bei InterRisk

Sallmann beschreibt die Unternehmenskultur der InterRisk als offen und geprägt von Kontinuität. Seit seinem Amtsantritt vor acht Monaten arbeitet er aktiv an der Weiterentwicklung dieser Kultur, um sie noch stärker auf die Herausforderungen der Zukunft auszurichten. Er betont die Wichtigkeit einer langfristigen Perspektive und die Notwendigkeit, die Bedürfnisse von Kunden und Vermittlern gleichermaßen im Blick zu behalten.

Die Kunst der Führung im digitalen Wandel

Sallmann erläutert seinen Führungsstil als positiv und ausstrahlungsstark. Er betont die Bedeutung von Empowerment und die Übertragung von Verantwortung an die Mitarbeiter. Der Erfolg wird als gemeinsames Unterfangen betrachtet, bei dem jeder seinen Beitrag leistet. Sallmann vergleicht den Prozess des Erfolgsaufbaus mit einem „Dealer für Erfolg“, der zunächst kleine Erfolge ermöglicht, um die Mitarbeiter zu motivieren und zu begeistern. Er betont, dass Mitarbeiter nicht nur einen sicheren Arbeitsplatz, sondern auch Sinn in ihrer Arbeit finden müssen.

Talentfindung und die Bedeutung von Netzwerken

Die Identifizierung der richtigen Talente für die Zukunft ist für Sallmann von großer Bedeutung. Er betont die Wichtigkeit, Mitarbeiter an Stellen zu setzen, an denen sie ihre Stärken am besten einsetzen können. Der Austausch von Mitarbeitern zwischen verschiedenen Abteilungen wird als Chance gesehen, neue Netzwerke zu schaffen und den Informationsfluss zu verbessern. Die Nutzung digitaler Collaboration-Tools wie Chat-Systeme wird als entscheidend für eine schnelle und effiziente Kommunikation angesehen. Sallmann plädiert für einen sinnvollen und bewussten Einsatz dieser Tools, um Informationsüberlastung zu vermeiden und gleichzeitig den Austausch von Wissen zu fördern. Er betont die Notwendigkeit, neue Technologien kritisch zu hinterfragen und das menschliche Element nicht zu vernachlässigen.

Fazit: Eine Kultur des Vertrauens und der gemeinsamen Verantwortung

Sallmann demonstriert im Gespräch mit Jonas Piela, dass eine zukunftsorientierte Unternehmenskultur, die auf Vertrauen, Wertschätzung und gemeinsamem Erfolg basiert, der Schlüssel zum Erfolg im digitalen Wandel der Versicherungsbranche ist. Durch die Umsetzung seiner Vision, die Mitarbeiter zu ermutigen, Verantwortung zu übernehmen und neue Ideen einzubringen, schafft er eine positive und dynamische Arbeitsumgebung, die Innovation und Wachstum fördert.

Über Jonas Piela und den Podcast

Jonas Piela berät die Versicherungswirtschaft hinsichtlich der digitalen Transformation in seiner Rolle als Managing Director bei Piela & Co. Digital Consultants. Außerdem betreibt er den Digital Insurance Podcast, für den er mit Managern aus der Branche über die Herausforderungen der Digitalisierung spricht. Zu finden ist der Podcast unter anderem bei Google, Apple und Spotify sowie unter https://pielaco.com/podcast.

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Hypoport und CLARK stärken Zusammenarbeit

Die Hypoport InsurTech AG und der digitale Makler CLARK vertiefen ihre Kooperation. Die Clark Germany GmbH bündelt ihr Bestandsgeschäft bei der Hypoport-Tochter Qualitypool. Die operative Abwicklung erfolgt künftig über die Systeme der Smart InsurTech AG, die ebenfalls Teil von Hypoport ist.

Die Hypoport InsurTech AG und der digitale Versicherungsmakler CLARK haben eine erweiterte Entwicklungspartnerschaft vereinbart. Die Clark Germany GmbH bündelt ihr Bestandsgeschäft bei Qualitypool. Die operative Abwicklung erfolgt über die Systeme der Smart InsurTech AG. Im Mittelpunkt stehen optimierte Datenflüsse, standardisierte Abläufe und die Automatisierung wesentlicher Backoffice- und Service-Workflows. Ziel ist es, manuelle Tätigkeiten deutlich zu verringern, die Datenqualität zu verbessern und Beratungs-, Service- sowie Backend-Prozesse nachhaltig zu beschleunigen. Zudem sollen Produktdaten und Entscheidungslogiken künftig schneller und modularer mit Versicherern austauschbar sein, wie es in der Pressemitteilung dazu heißt. Mit der Stärkung ihrer Kooperation wollen beide Unternehmen die Digitalisierung des Versicherungsmarkts vorantreiben und neue Leistungsstandards im Bereich automatisierter Services setzen. Mit der Kooperation positioniert sich die Hypoport InsurTech AG als zentraler Plattformpartner für CLARKs Vertriebs- und Bestandsarchitektur.

„Durch die Bündelung unserer Bestandspartnerschaft bei Qualitypool und die Zusammenarbeit mit der Smart InsurTech AG im Technologie-Bereich sehen wir enormes Potenzial, weitere Effizienzgewinne zu heben und unseren Kundinnen und Kunden noch bessere digitale Services zu bieten. Die Partnerschaft unterstützt uns bei der Umsetzung unserer Strategie mit Fokus auf profitables Wachstum, operative Exzellenz und die konsequente Stärkung des Kerngeschäfts durch skalierbare Prozesse“, erklärt Dominik Strebel, CEO von CLARK Deutschland.

„Mit der Partnerschaft setzen beide Unternehmen einen starken Impuls für die Weiterentwicklung integrierter digitaler Versicherungsplattformen. Diese Partnerschaft zeigt, wie wir als Hypoport InsurTech Gruppe über Einheiten hinweg Technologie, Plattform und Geschäftsmodelle zusammenführen. Mit CLARK arbeiten wir an Lösungen, die Maßstäbe setzen, skalierbar für den Markt sind und unseren Partnern echte Hebelwirkung bieten“ ergänzt Markus Niederreiner, Vorstand der Hypoport InsurTech AG. (tik)

 Weitere Meldungen rund um Kooperationen sowie neue digitale Tools und Services lesen Sie auch in unserer Rubrik „Management & Vertrieb“.
 

MAXPOOL und VERIVOX arbeiten zusammen

Das Vergleichsportal VERIVOX und der Maklerpool MAXPOOL starten eine strategische Kooperation im Bereich Altersvorsorge und Biometrie. Mit der Zusammenarbeit wollen die Unternehmen technische Prozesse verschlanken und Synergien heben.

Das Vergleichsportal VERIVOX und der Hamburger Maklerpool MAXPOOL haben eine strategische Zusammenarbeit vereinbart. Ziel ist, technische Prozesse zu verschlanken und Synergien zu heben. Im Rahmen der Kooperation setzt VERIVOX auf die digitalen Strukturen und Prozessabläufe von MAXPOOL, um künftig die Abwicklung biometrischer Produkte wie Renten-, Berufsunfähigkeits-, Risiko- und Grundfähigkeitsversicherungen effizienter zu machen. MAXPOOL wiederum baut durch die Zusammenarbeit die Reichweite seines Produktportfolios aus. Zudem will der Pool damit seine Position als technischer und prozessualer Partner für Plattformen und Vergleichsportale stärken, wie es in der Pressemitteilung dazu heißt.

„VERIVOX setzt auf unsere effizienten Prozesse, unsere technische Infrastruktur und unseren Serviceansatz, um Kunden künftig noch schneller und strukturierter passende Lösungen anbieten zu können“, erklärt Kevin Jürgens, Vertriebsvorstand von MAXPOOL. „Gemeinsam schaffen wir ein System, das Digitalisierung und persönliche Betreuung intelligent verbindet – zum Vorteil aller Beteiligten.“

„Durch die enge Verzahnung mit MAXPOOL kombinieren wir unsere Marktstellung als ein führendes Vergleichsportal mit den Prozessstrukturen eines erfahrenen Maklerpools. Damit schaffen wir eine moderne, durchgängig digitale Abwicklung für unsere eigenen Beratungseinheiten im Bereich Altersvorsorge und Biometrie“, betont Aljoscha Ziller, Geschäftsführer der Verivox Versicherungsvergleich GmbH. (tik)

Im Bild v. l. n. r.: Kevin Jürgens, Vertriebsvorstand der PHÖNIX MAXPOOL Gruppe AG, und Aljoscha Ziller, Geschäftsführer der Verivox Versicherungsvergleich GmbH

Weitere Informationen rund um Kooperationen lesen Sie auch in unserer Rubrik „Management & Vertrieb“.
 

Makler werden aufgeschlossener gegenüber KI

KI wird auch in den Maklerhäusern immer präsenter. Doch wie stehen die Makler zu diesem Thema? Hat sich ihre Einstellung dazu im letzten Jahr verändert? Und wie sehen sie den Einsatz von KI für ihr eigenes Maklerhaus? Wo wird KI bereits eingesetzt? Antworten von den Maklern selbst in einer Bildergalerie.

 
von
 

Digital Insurance Podcast: Gemini 3.0, Agent Mode, Produktivitäts-Gap

Die neue Episode des Digital Insurance Podcast widmet sich den neuesten KI-Entwicklungen Mit dem KI-Experten Thomas Fröhlich diskutiert Moderator Jonas Piela das bevorstehende Update auf Google Gemini 3.0 und dessen Implikationen für Unternehmen, insbesondere in Bezug auf autonome Agenten.

Google steht mit der erwarteten Einführung von Gemini 3.0 kurz vor einem großen Technologiesprung. Die Experten sehen in der neuen Version einen Übergang vom reinen „Large Language Model“ hin zum „Large Autonomous Agent“. Gemini 3.0 soll komplexe, multimodale Aufgaben selbstständig und über mehrere Schritte hinweg koordinieren. Dies könnte die Fähigkeit umfassen, verschiedene Apps und Webseiten zu bedienen, Informationen zu verarbeiten und darauf basierend weitere Aktionen auszuführen – wie etwa die vollständige Planung und Buchung einer komplexen Urlaubsreise.

Die Diskussion beleuchtet, dass Google durch seine langjährige Expertise in der Entwicklung von KI-Technologien, die bereits in der Suche eingesetzt wurden, eine starke Basis besitzt. Selbst das Transformer-Modell, das auch OpenAI nutzte, wurde ursprünglich von einem Google-Research-Team entwickelt.

Produktivitätssprung und die Angst vor Jobverlust

Ein weiterer Schwerpunkt der Episode ist die aktuelle EY-Studie unter 1.500 Arbeitgebern und 15.000 Beschäftigten. Die Studie zeigt, dass Unternehmen nur etwa 6 % des potenziellen KI-Nutzens ausschöpfen. Ein Hauptgrund: 37% der Befragten befürchten, bei zu intensiver Nutzung von KI ihren Arbeitsplatz zu verlieren oder ihre eigenen Fähigkeiten zu untergraben.

Piela und Fröhlich betonen, dass diese Angst unbegründet sei. KI eliminiert primär zeitaufwendige, repetitive Aufgaben und verschiebt die Rolle des Mitarbeiters von der Ausführung zur Koordination und Führung von KI-Agenten. Die Experten sehen in der mangelhaften Schulung und Bereitstellung geeigneter Tools durch die Unternehmen das eigentliche Problem. Lediglich 12% der Mitarbeiter fühlten sich ausreichend in KI geschult. Paradoxerweise verzeichnen Unternehmen, die stark in KI-Schulungen investieren, oft einen hohen Mitarbeiterabgang, da die Mitarbeiter mit ihren neu erworbenen Fähigkeiten extern attraktivere Karrierepfade finden. Dies erhöht das Risiko, dass die Unternehmen die investierte Zeit und das Geld verlieren.

KI in der Praxis: Der Fall Fireflies

Die Episode unterstreicht die praktischen Vorteile autonomer KI anhand eines eigenen Anwendungsfalls: Ein Support-Ticket beim Meeting-Transkriptionsdienst Fireflies wurde von einer KI-Instanz komplett autonom gelöst. Die KI forderte die notwendigen Informationen an, stieß den internen Verarbeitungsprozess neu an und löste den Fehler in wenigen Minuten. Dieses Beispiel zeigt das Potenzial von KI, interne, komplexe technische Workflows selbstständig zu managen.

Über Jonas Piela und den Podcast

Jonas Piela berät die Versicherungswirtschaft hinsichtlich der digitalen Transformation in seiner Rolle als Managing Director bei Piela & Co. Digital Consultants. Außerdem betreibt er den Digital Insurance Podcast, für den er mit Managern aus der Branche über die Herausforderungen der Digitalisierung spricht. Zu finden ist der Podcast unter anderem bei Google, Apple und Spotify sowie unter https://pielaco.com/podcast.

Weitere Podcasts
 

Digitale Rentenübersicht bietet Inflationsrechner

Die Digitale Rentenübersicht verfügt über ein neues Tool: Der Inflationsrechner unterstützt bei der Planung der Altersvorsorge. Das digitale Werkzeug hilft Nutzern, die Auswirkungen der Inflation auf ihre Altersvorsorge besser abschätzen zu können.

Im Rahmen einer Evaluation der Digitalen Rentenübersicht haben Anwender den Wunsch nach einem Werkzeug geäußert, mit dem sich der Einfluss der Inflation auf die eigenen Altersvorsorgeansprüche besser abschätzen lässt. Die Inflation wirkt sich auf die Kaufkraft zukünftiger Renten aus und hat somit auch für die Altersvorsorge eine wichtige Bedeutung. Aufgrund der Inflation steht später unter Umständen weniger Geld zur Verfügung als erwartet. Mit dem neuen Inflationsrechner lassen sich die Werte aus der Digitalen Rentenübersicht und eigene Angaben zur Altersvorsorge an unterschiedliche Inflationsraten anpassen. So sehen Nutzer, wie viel ihre Rente unter verschiedenen Preisentwicklungen später ungefähr wert wäre.

Bei einer jährlichen Inflation von 2% hätte eine Rente von 2.000 Euro in 20 Jahren eine Kaufkraft von rund 1.350 Euro heute. Der neue Inflationsrechner soll komplexe wirtschaftliche Zusammenhänge anschaulich machen, für eine realistischere Einschätzung der eigenen Vorsorgesituation sorgen und somit bei einer bewussteren Altersvorsorgeplanung unterstützen. (tik)

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Weitere Meldungen rund um neue digitale Tools und Services finden Sie außerdem in unserer Rubrik „Management & Vertrieb“.
 

Unternehmertum im Vertrieb: Wie moderne Prozesse helfen

Makler und Mehrfachvertreter haben mehr Entscheidungsfreiheit in ihren Betrieben als der Exklusivvertrieb. Das nutzen sie aber nicht immer. Wie können KI und moderne Prozesse dem abhelfen?

Ein Artikel von Prof. Dr. Matthias Beenken, Fachhochschule Dortmund, Prof. Dr. Lukas Linnenbrink, Fachhochschule Dortmund, und Andreas Vollmer, Vizepräsident Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute e. V.

Die BVK-Strukturanalyse greift alle zwei Jahre neben den betriebswirtschaftlichen Grunddaten der Vermittler aktuelle Themen auf. Diesmal gehört dazu, ob künstliche Intelligenz (KI) im Betrieb genutzt wird oder dies geplant ist. KI-Tools bieten viele Möglichkeiten wie Optimierung von Texten, Kundenkommunikation, Analyse der Bestände und Prognosen über das Kundenverhalten, Erzeugen von Beratungsdokumentationen oder von Bildern für die Werbung. KI hat das Potenzial, Prozesse zu optimieren und den Fachkräftemangel abzumildern. Dafür muss man sich allerdings mit ihr vertraut machen.

Gut jeder Dritte nutzt KI

 

Unternehmertum im Vertrieb: Wie moderne Prozesse helfen

 

Derzeit stimmen 36% der teilnehmenden Betriebe voll und ganz oder eher zu, dass sie bereits KI in ihrem Betrieb nutzen. Für die Zukunft planen das 57%. Wenig überraschend dominiert mit weitem Abstand ChatGPT als Anwendung sowie die Texterstellung als häufigster Anwendungszweck.

Was aber sagen diese Ergebnisse über die unternehmerische Einstellung der Befragten aus? Dazu haben wir eine „KI-Typologie der Versicherungsvermittler“ nach Grad der aktuellen wie der geplanten Nutzung erstellt (siehe Diagramm). Demnach setzen 18% als „KI-Innovatoren“ bereits aktiv KI-Anwendungen ein und wollen dies auch in Zukunft tun. 35% üben als „KI-Folger“ mit solchen Anwendungen, wollen sie aber erst in Zukunft nennenswert einsetzen. 32% warten ab und machen noch keine Zukunftspläne. 15% lehnen auch für die Zukunft einen KI-Einsatz ab.

Alter und Betriebsgröße beeinflussen die Haltung

 

Unternehmertum im Vertrieb: Wie moderne Prozesse helfen

 

Wer ist für ein innovatives Thema wie die KI-Nutzung im Betrieb besonders offen? Tatsächlich gibt es keinen Unterschied nach Vertriebsweg – freie Vermittler sind also nicht innovativer als gebundene. Dafür ist ein anderer Zusammenhang nachweisbar: Die Offenheit für Innovationen ist eine Frage des Alters und der Betriebsgröße (siehe Tabelle). Je jünger die Inhaber und je größer die Betriebe sind, desto eher interessieren sie sich für einen KI-Einsatz.

Die KI-Innovatoren sind mit 46 Jahren im Durchschnitt deutlich jünger als der mittlere Teilnehmer, haben aber den größten Bestand nach Kundenzahl und Beitragseinnahmen zu betreuen und die meisten Personen im Betrieb beschäftigt, einschließlich Inhaber. Diese Betriebe haben einerseits einen höheren Druck, effiziente Prozesse einzuführen, was man auch an dem nur zweithöchsten durchschnittlichen Jahresgewinn ablesen kann. Andererseits haben sie Ressourcen in Form von Personal und Einnahmen.

Weiter zeigt sich, dass der Umgang mit dem Thema KI viel mit der unternehmerischen Haltung der Befragten zu tun hat. Beispielsweise wurden zum dritten Mal in Folge die Einstellung zur Weiterbildung, die Ausgaben und die Zahlungsbereitschaft erhoben. 75% der KI-Innovatoren und 60% der KI-Folger sind gleichzeitig Bildungsinvestoren. Sie schätzen die Weiterbildung und geben dafür Geld aus. Dasselbe gilt nur für 41% der KI-Abwartenden und 26% der KI-Ablehnenden. Dieser Unterschied schlägt sich in den Bildungsausgaben und der Zahlungsbereitschaft nieder, die bei den KI-Innovatoren fast dreimal so hoch ausfällt wie bei den KI-Ablehnenden.

Noch ein anderer Zusammenhang fällt auf: Die BVK-Strukturanalyse beleuchtet zum zweiten Mal die Einstellung und den Umgang der Vermittler mit der Nachhaltigkeit. Während zwei Drittel der KI-Innovatoren Nachhaltigkeitsmaßnahmen im Betrieb umgesetzt haben, gilt das für nicht einmal jeden dritten KI-Ablehnenden. Dabei ist Nachhaltigkeit keineswegs ein Modethema, sondern Ausdruck einer durchdachten Strategie. Daneben bieten viele Nachhaltigkeitsmaßnahmen sogar Kostenvorteile.

Fazit: Der Schlüssel zum unternehmerischen Erfolg

Makler und Mehrfachvertreter könnten ihre unternehmerische Entscheidungsfreiheit besser nutzen und in moderne Prozesse investieren. Das erfordert eine Offenheit für Innovationen wie die KI. Wem dabei das Alter im Weg steht, der könnte Auszubildende und junge Mitarbeitende einstellen und von ihnen lernen. Überhaupt ist das ständige Lernen der Schlüssel zum unternehmerischen Erfolg.

Lesen Sie auch: Kosten im Vermittlerbetrieb steigen schneller als Einnahmen

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Ein Artikel von
Andreas Vollmer
Prof. Dr. Lukas Linnenbrink
Prof. Dr. Matthias Beenken

Digital Insurance Podcast: Neue Arbeitswelt und mentale Fitness

In der aktuellen Folge des Digital Insurance Podcast spricht Jonas Piela mit Dr. Annika Obermayer, Leiterin Komposit bei der Versicherungsgruppe die Bayerische. Es geht um mentale Stärke, Work-Life-Balance und die Suche nach innerer Zufriedenheit.

In einer Zeit des rapiden Wandels in der Versicherungsbranche gewinnt die mentale Gesundheit der Mitarbeiter zunehmend an Bedeutung. Dies ist das zentrale Thema der neuesten Episode des „Digital Insurance Podcasts“. Moderator Jonas Piela spricht mit Dr. Annika Obermayer, Leiterin Komposit bei der Versicherungsgruppe die Bayerische. Die Diskussion beleuchtet nicht nur strategische Führungsperspektiven, sondern geht auch tief in die Herausforderungen der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben und deren Einfluss auf die mentale Stärke ein.

Authentizität als Schlüssel zum Erfolg

Obermayer betont die Wichtigkeit, Mitarbeitern das Gefühl zu geben, sie selbst sein zu können, ohne Rollen spielen zu müssen. Sie erläutert, wie tief verwurzelte Glaubenssätze, oft aus der Kindheit stammend, die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden im Berufsleben negativ beeinflussen können. Die Aufarbeitung dieser Glaubenssätze sei entscheidend für ein authentisches und erfülltes Arbeitsleben. Obermayer gibt Beispiele aus ihrem eigenen Alltag, wie sie authentisches Verhalten im Arbeitskontext fördert, und verdeutlicht, wie wichtig es ist, Emotionen zuzulassen und nicht zu unterdrücken.

Die Rolle der Führungskraft

Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs liegt auf der Verantwortung der Führungskräfte. Obermayer argumentiert, dass Führungskräfte selbst ein Vorbild sein und ihre Mitarbeiter nicht nur fachlich, sondern auch emotional unterstützen müssen. Sie beschreibt, wie ein Coaching-Prozess mit einem ihrer Teams dazu beigetragen hat, tief liegende Konflikte aufzuarbeiten und ein vertrauensvolleres Arbeitsklima zu schaffen. Dabei betont sie, dass die Schulung von Führungskräften in Bezug auf mentale Gesundheit ein entscheidender Hebel für eine positive Veränderung in der Arbeitswelt ist. Die Führungskraft müsse lernen, „Nein“ von Mitarbeitern nicht als persönlichen Angriff, sondern als Vertrauensbeweis zu verstehen.

Herausforderungen und Lösungsansätze

Der Podcast beleuchtet die komplexen Herausforderungen der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben und die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiter. Obermayer plädiert für eine Umkehr der bisherigen Arbeitskultur, in der lange Arbeitszeiten und ständige Erreichbarkeit als Erfolgsfaktoren betrachtet wurden. Stattdessen betont sie die Bedeutung von Ausgleich, ausreichend Schlaf und Achtsamkeit. Sie ermutigt sowohl Mitarbeiter als auch Führungskräfte, sich regelmäßig Zeit für Selbstreflexion zu nehmen, um ihre persönlichen Bedürfnisse und Grenzen besser zu erkennen. Es geht nicht um ein einfaches Rezept, sondern um die Förderung von Selbstwahrnehmung und die Schaffung eines Arbeitsumfelds, in dem mentale Gesundheit als wichtiger Bestandteil des Erfolgs verstanden wird.

Fazit: Ein Weg zur positiven Veränderung

Die Episode des „Digital Insurance Podcasts“ bietet einen tiefgründigen Einblick in die Bedeutung von mentaler Gesundheit in der Versicherungsbranche und liefert wertvolle Impulse für Führungskräfte und Mitarbeiter gleichermaßen. Durch Offenheit, Selbstreflexion und die gezielte Schulung von Führungskräften kann ein positiver Wandel in der Arbeitskultur eingeleitet werden, der zu höherer Zufriedenheit und Produktivität führt.

Über den Podcast

Seit April 2020 veröffentlicht Jonas Piela regelmäßig Gespräche zur digitalen Transformation mit Vorständen und Managern der Versicherungswirtschaft. Sein Ziel ist, dass seine Zuhörer einem lockeren Gespräch unter Gleichgesinnten lauschen und so Ideen und Anregungen für die eigene Arbeit mitnehmen. Zu finden ist der Podcast unter anderem bei Google, Apple und Spotify sowie unter https://pielaco.com/podcast.

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