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Einige Zahlen und Fakten zum KI-Einsatz bei Versicherern

Künstliche Intelligenz ist bei Versicherern inzwischen fest in der Unternehmensstrategie verankert. Wo die Gesellschaften bereits erste messbare Mehrwerte feststellen und wo sie noch Hürden bei der Umsetzung sowie die größten Potenziale sehen, zeigt eine aktuelle KPMG-Studie.

Für die Studie „Generative KI in der deutschen Wirtschaft 2026“ hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG 30 Versicherungsunternehmen befragt. Demnach haben alle Gesellschaften eine KI-Strategie. 83% haben hierfür auch klare unternehmensweite Vorgaben festgelegt. Die KI-Strategie wird bei nahezu allen Versicherern, die an der Umfrage teilgenommen haben, dabei maßgeblich durch Partnerschaften und strategische Allianzen geprägt. 53% der befragten Unternehmen setzen übrigens auf ChatGPT, 50% auf Microsoft Copilot.

KI-Einsatz gewinnt an Reife

Wie die Studie weiter zeigt, beobachten die Versicherer erste wirtschaftliche Effekte. So berichten 57% von Umsatzsteigerungen durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz. 47% weisen höhere Prozessautomatisierungsgrade auf. Jeweils 40% sehen Verbesserungen bei der Datenanalyse und der Kundeninteraktion.

Nutzen für Wertschöpfung ausbaufähig

Laut KPMG belegen die Zahlen, dass KI bei Versicherern kein Experiment mehr darstellt, doch ihr Nutzen für die Wertschöpfung verteilt sich bislang noch ungleich. Besonders deutlich werde diese Lücke, wenn man sich die Einsatzfelder betrachtet. Bei 47% der befragten Gesellschaften kommt KI derzeit insbesondere im Frontend an der Schnittstelle zum Kunden zum Einsatz, vor allem im Vertrieb und im Beschwerdemanagement. 60% betrachten die KI-Umsetzung als starken Treiber für die operationelle Transformation, 50% für die Transformation von Schlüsselbereichen wie aktuarielle Aufgaben sowie das Finanz- und Risikomanagement.

Hier sehen die Versicherer das größte Potenzial

Das größte Veränderungspotenzial versprechen sich die Gesellschaften allen voran in der Schaden- und Leistungsbearbeitung. Hier erwarten 83% starke Effekte. 63% gehen von spürbaren Auswirkungen auf den Kundenservice aus und 40% im Bereich Risikomanagement.

„Die entscheidende Transformation findet nicht im nächsten Chatbot statt, sondern in den komplexen Kernprozessen der Versicherer“, erklärt Stefan Heyers, Partner im Bereich Financial Services bei KPMG. „Wer Schadenbearbeitung, Vertrieb und Kundenservice Ende-zu-Ende neu denkt, kann mit KI gleichzeitig Geschwindigkeit, Effizienz und Kundenerlebnis verbessern.“

Weiterhin Herausforderungen bei der Umsetzung

Doch nach wie vor stellt die KI-Implementierung die Gesellschaften vor Herausforderungen. 50% der Befragten geben unklare Anforderungen an Datenschutz, Sicherheit- oder Compliance als größten Hemmschuh. Jeweils 53% betrachten die Integration in Arbeitsprozesse und die Bereitstellung benutzerfreundlicher Anwendungen als Hürde. 40% sehen in der Qualifizierung der Mitarbeiter eine Herausforderung.

Laut KPMG geben alle befragten Versicherer an, grundsätzlich gute Voraussetzungen für den produktiven KI-Einsatz ihrer Beschäftigten geschaffen zu haben, aber erst 57% würden auf unternehmensweite Weiterbildungsprogramme setzen.

„Eine KI-Strategie allein verändert noch keinen Prozess“, unterstreicht Heyers. „Versicherer müssen Technologie, Governance, Qualifizierung und operative Abläufe gemeinsam gestalten. Erst dann wird aus einzelnen Anwendungen ein skalierbares Geschäftsmodell.“ (tik)

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Altersvorsorgereform: MORGEN & MORGEN startet Produktvergleich

Mit der Reform der privaten Altersvorsorge wird der Markt ab 2027 von einer Vielfalt an Versicherungs- und Investmentlösungen geprägt sein. Das Softwarehaus MORGEN & MORGEN will mit dem neuen M&M AVRG-Produktvergleich die Vergleichbarkeit innerhalb der neuen Produktwelt unterstützen.

„Mit dem Altervorsorgereformgesetz (AVRG) bekommen wir eine Vielfalt, die wir in dieser Form in der geförderten Altersvorsorge bislang nicht hatten. Versicherungsprodukte treffen auf Investmentlösungen, unterschiedliche Garantien auf unterschiedliche Kapitalanlagekonzepte und lebenslange Renten auf Auszahlpläne“, sagt Christian Jaffke, Geschäftsführer von MORGEN & MORGEN. Das eröffne enorme vertriebliche Möglichkeiten, erhöhe aber gleichzeitig die Komplexität der Beratung.

Leistung von AVRG-Produkten vergleichen

Mit dem neuen M&M AVRG-Produktvergleich bietet MORGEN & MORGEN eine gemeinsame Vergleichslogik für die neue Produktwelt – auf Grundlage realer Produkte. Der Vergleich bildet Anspar- und Auszahlphase ab und verbindet klassische Hochrechnungen mit stochastischen Simulationen auf Basis des M&M Volatium Modells. Eine neu entwickelte Simulation der Auszahlphase soll außerdem die Variabilität von Auszahlungen in unterschiedlichen Marktszenarien transparent machen und beim Vergleich von lebenslanger Rente und Auszahlplan helfen.

Wie MORGEN & MORGEN weiter mitteilt, lässt sich optional die Beratung um den M&M Fördervergleich sowie einen RiesterCheck ergänzen – von der Gegenüberstellung alter und neuer Förderung über mögliche Wechselzeitpunkte bis zur Analyse bestehender Riester-Verträge. Auch automatisierte Analysen kompletter Riester-Bestände sind möglich.

Lösung für Anbieter modular konfigurierbar und white-label-fähig

Für Produktanbieter lässt sich die Lösung modular konfigurieren sowie per API einbinden und ist white-label-fähig. Es besteht die Möglichkeit, Anbieter- und Tarifauswahl individuell festzulegen. Auch automatisierte Datenauswertungen sind möglich.

Mehr Informationen gibt es unter morgenundmorgen.com. (tik)

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Weitere News rund um das Thema künstliche Intelligenz, neue Services und digitale Lösungen lesen Sie auch in der Rubrik „Management & Vertrieb“.
 

So verändert KI Abschlussverhalten von Versicherten

Verbraucher setzen zunehmend auf KI, um sich Angebote für Versicherungen einzuholen. Wie sich dadurch das Abschlussverhalten oder die Wechselbereitschaft künftig wandeln dürfte und was dies für die gesamte Kette des Versicherungsvertriebs bedeutet, hat eine Studie von Accenture beleuchtet.

Viele Kunden bleiben ihrem Versicherer treu und verlängern bestehende Verträge Jahr für Jahr, anstelle zu einem Anbieter mit günstigeren Konditionen oder besseren Leistungen zu wechseln. Diese Gewohnheit dürfte sich durch die zunehmende Nutzung von künstlicher Intelligenz künftig ändern und den Versicherungsmarkt grundlegend wandeln. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Accenture-Studie „Talk to my AI Agent", für die weltweit mehr als 25.000 Verbraucher in 16 Ländern befragt wurde.

Der Studie zufolge setzen Konsumenten immer mehr auf KI, um Angebote für Wohngebäude-, Hausrat- und Kfz-Versicherungen zu recherchieren, zu vergleichen und zu bewerten. 72% gehen davon aus, dass KI innerhalb der nächsten zwölf Monate mindestens die Hälfte ihrer Versicherungsrecherche und ihres Auswahlprozesses beeinflussen wird. Bei den jüngeren Generationen ist der Anteil mit 86% sogar noch höher.

KI-Einsatz bei Recherche rückt andere Anbieter ins Blickfeld

Weiter gaben 37% der Befragten an, dass sie durch KI Versicherungsunternehmen in Betracht gezogen haben, die sie zuvor nicht auf dem Schirm hatten. 47% wiederum haben eigenen Angaben zufolge mit KI-Unterstützung bessere Versicherungsprodukte gefunden als bei der eigenen Suche. 70% der Kunden sind der Ansicht, dass KI-Tools ihnen dabei helfen, schneller zu besseren Entscheidungen zu gelangen.

Vergleichsportale durch KI unter Druck?

Laut Studie sehen sich Vergleichsportale einer zunehmenden Verdrängung durch KI ausgesetzt. Unter den jüngeren Verbrauchern setzen 27% der Millennials und 26% der Generation Z bei der Suche nach Versicherungen auf KI. Vergleichsportale kommen hingegen nur noch bei 16% bzw. 11% zum Einsatz.

KI-Agenten auf dem Vormarsch

Beim Einsatz von KI geht es Verbrauchern nicht nur darum, Kosten zu sparen. So vertrauen 46% der Befragten im Versicherungsbereich auf die Empfehlungen künstlicher Intelligenz und erwarten, dass neben dem Preis auch die Qualität und die Zuverlässigkeit bei der Schadenregulierung berücksichtigt werden. KI-Agenten können das Kleingedruckte von Policen schnell erfassen, Vertragsbedingungen bis ins Detail analysieren und bei Abschluss oder Verlängerung automatisch den optimalen Anbieter auswählen. Etablierte Geschäftsmodelle sowie die gesamte Vertriebskette stellt dies zunehmend vor Herausforderungen, so die Studie. Zudem stelle sich die Frage, wie Versicherer ihre Produkte, Angebote und Services weiterentwickeln, wenn Kaufentscheidungen immer häufiger von KI-Systemen vorbereitet oder sogar vollständig getroffen werden.

„Angebote, die für einen KI-Agenten nachvollziehbar sind, werden sich durchsetzen. Angebote, bei denen dies nicht der Fall ist, werden außer Acht gelassen“, heißt es von den Studienautoren.

Jeder dritte Kunde möchte KI-Assistenten für gesamten Kundenservice

Weiter zeigt die Befragung, dass sich 33% der Verbraucher einen persönlichen KI-Assistenten wünschen, der sich um den gesamten Kundenservice inklusive der Bearbeitung von Schadenfällen kümmert. Bei den Millennials liegt der Anteil sogar bei 43%. Für eine Branche, in der sich im Schadenfall oft entscheidet, ob eine Kundenbeziehung aufgebaut oder zerstört wird, bedeute dies sowohl eine Chance als auch ein Risiko, schreiben die Experten von Accenture.

Mehrheit bevorzugt Zusammenspiel von Mensch und Maschine

Bislang wünschen sich nur 8% der Verbraucher, dass ein persönlicher KI-Agent den gesamten Versicherungsprozess unabhängig abwickelt. Die Mehrheit gibt einem Zusammenspiel von Mensch und Maschine den Vorzug. So soll KI die Komplexität verringern und Empfehlungen geben, während die endgültige Entscheidung beim Versicherungskunden bleibt. 42% sagen, dass sie zunächst die Optionen selbst verstehen und prüfen möchten, bevor ein Agent handelt. Transparenz und Nachvollziehbarkeit sind in der Versicherungsbranche längst zu einer klaren Erwartung der Verbraucher geworden.

Überzeugendste Anbieter werden bei Kunden punkten

„Für Versicherer wird der Einsatz von KI-Agenten zur Herausforderung und Chance zugleich. Verbraucher nutzen KI-Tools nicht, um den billigsten Tarif zu finden. Sie erwarten das beste Gesamtpaket aus Leistung, verlässlicher Schadenregulierung und passgenauem Versicherungsschutz“, erklärt Markus Heyen, Leiter Versicherung bei Accenture in Deutschland. „Im KI-gesteuerten Versicherungsmarkt werden nicht die lautesten, sondern die überzeugendsten Anbieter gewinnen. Nur Versicherer, deren Produkte transparent, nachprüfbar und wirklich wettbewerbsfähig sind, werden in Zukunft erfolgreich sein.“ Nicht der niedrigste Preis entscheidet über einen Vertragsabschluss, sondern die beste Leistung im entscheidenden Moment. „Wer künftig erfolgreich sein will, muss für Maschinen lesbar und für Menschen vertrauenswürdig sein“, so Heyen weiter. (tik)

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So steht es um die KI-Nutzung im Makleralltag

KI hält im Makleralltag Einzug. Laut einer Studie sehen viele Vermittler in KI durchaus Chancen. Die Nutzung befindet sich aber noch auf sehr unterschiedlichen Reifegraden. Was fast alle befragten Makler eint, ist der Wunsch nach Unterstützung rund um KI – ein Wettbewerbsfeld für Versicherer und Pools.

Der Einsatz von künstlicher Intelligenz in Maklerbetrieben steht nicht mehr ganz am Anfang. Versicherungsmakler geben sich überwiegend aufgeschlossen für KI-Anwendungen. Dies ist eines der Ergebnisse der aktuellen Maklerstudie „Digitalisierung & KI im Maklervertrieb: Wie Versicherer im digitalen Makleralltag relevant bleiben". Durchgeführt hat die Analyse das Kölner Marktforschungs- und Beratungsinstitut HEUTE UND MORGEN in Zusammenarbeit mit dem Hamburger ITW Institut für Transformation und Weiterbildung in der Assekuranz. Für die Studie wurden im April und Mai 2026 insgesamt 284 hauptberufliche Versicherungsmakler zum Stand von Digitalisierung und KI im Maklerbetrieb sowie zur wahrgenommenen Unterstützerrolle von Versicherern, Maklerpools und weiteren Anbietern befragt.

Fast 40% der Maklerhäuser setzen bereits auf KI-Chatbots

Wie die Studie weiter zeigt, haben mehr als drei Viertel der Makler bereits eigene Erfahrungen mit künstlicher Intelligenz gemacht. Vier von zehn Vermittlern nutzen KI regelmäßig. Insgesamt sagen 72%, KI habe für ihre Tätigkeit „eher große“ oder „große“ Chancen. Gleichzeitig belegt die Studie auch, dass der Markt noch weit davon entfernt sei, KI flächendeckend strategisch oder tief in bestehende Arbeitsprozesse integriert zu nutzen. In 39% der Maklerbetriebe sind schon KI-Chatbots im Einsatz.

„Makler müssen nicht erst grundsätzlich vom Nutzen von KI überzeugt werden“, erklärt Axel Stempel, Geschäftsführer bei HEUTE UND MORGEN. „Entscheidend ist vielmehr, KI so in bestehende Prozesse zu integrieren, dass sie im Alltag konkret entlastend wirkt.“

Nutzung auf unterschiedlichen Levels, Wunsch nach Unterstützung

Laut HEUTE UND MORGEN befindet sich die Nutzung von KI im Maklermarkt noch auf sehr unterschiedlichen Reifegraden. Von vielen Einsteigern ist die Rede gegenüber nur wenigen Vorreitern sowie einer kleineren Gruppe, die sich distanziert oder überfordert zeigt. Insgesamt wünschen sich fast alle befragten Makler Unterstützung in Sachen KI. Die verschiedenen Maklertypen benötigen den Analysten zufolge aber unterschiedliche Unterstützungsangebote – von grundlegender Orientierung bis zu konkreter Prozess- und Systemintegration.

KI-Unterstützung als Wettbewerbsfaktor im Maklervertrieb

Für Versicherer und Maklerpools bedeute dies, so die Analysten weiter, dass der Bedarf weniger in allgemeinen KI-Versprechen liege, sondern in konkreten Anwendungen, die Beratung, Verwaltung, Schadenbearbeitung, Bestandsarbeit oder Kommunikation vereinfachen. „Wer Maklern hier praxistaugliche Lösungen bietet und diese gut in bestehende Systeme einbindet, kann sich früh als relevanter Partner im digitalen Makleralltag positionieren“, heißt es von HEUTE UND MORGEN.

So wünschen sich Vermittler statt isolierter digitaler Einzelangebote von Versicherern und Maklerpools insbesondere Lösungen, die eine konkrete Erleichterung im Arbeitsalltag bedeuten.

Pools haben bei KI-Angeboten derzeit einen Vorsprung

Beim Angebot von KI-Lösungen sind Maklerpools aktuell aus Sicht der Vermittler Versicherern einen Schritt voraus. Auf die Frage nach den führenden Anbietern bei KI-Angeboten bzw. KI-Lösungen für Versicherungsmakler wurden bei der Befragung die Fonds Finanz, DEMV/PWX oder blau direkt am häufigsten genannt.

42% können momentan aber keinen konkreten KI-Anbieter nennen, dem sie den Vorzug geben. Für Versicherer, Maklerpools und Technologieanbieter entstehe laut HEUTE UND MORGEN damit ein spannendes Wettbewerbsfeld.

„Wenn es Pools und Verbünden gelingt, KI-Anwendungen intelligent in ihre Systemlandschaften zu integrieren und damit den Arbeitsalltag der Makler spürbar zu vereinfachen, wird sich ihr Einfluss im Maklermarkt weiter erhöhen“, erklärt Prof. Dr. Florian Elert, Geschäftsführer des ITW Instituts für Transformation und Weiterbildung in der Assekuranz GmbH. „Versicherer sollten deshalb prüfen, wie sie sich in diesem dynamischen Themenfeld positionieren und mit konkreten KI-gestützten Mehrwerten ihre Relevanz im Makleralltag weiter ausbauen können.“ (tik)

Weitere News rund um das Thema künstliche Intelligenz, neue Services und digitale Lösungen lesen Sie auch in der Rubrik „Management & Vertrieb“.
 

Digital Insurance Podcast: Prompt-Engineers im Schadenteam

In der aktuellen Episode des „Digital Insurance Podcast“ begrüßt Moderator Jonas Piela Christine Raasch, Sales Managerin für KI Services bei DOMCURA. Das Gespräche dreht sich darum, wie die Fachbereiche bei dem Assekuradeur heute selbst KI-Assistenten steuern.

Der Assekuradeur DOMCURA nutzt künstliche Intelligenz, um Bearbeitungsrückstände in der Schadenabwicklung abzubauen und Servicezeiten drastisch zu verkürzen. In einer neuen Folge des „Digital Insurance Podcast“ spricht Moderator Jonas Piela mit Christine Raasch, Sales Managerin für KI Services bei DOMCURA, über den Wandel des Unternehmens vom kapazitätsbedingten Engpass zum KI-Vorreiter.

Fachkräftemangel als Treiber für Automatisierung

Als erfolgreicher Anbieter im Bereich der Wohngebäudeversicherung sah sich DOMCURA mit einem stetig wachsenden Volumen an Schadenmeldungen konfrontiert. Besonders nach Unwettern führten die hohen Eingangszahlen zu massiven Rückständen in der Bearbeitung. Erschwert wurde die Situation durch den Standort Kiel, da der regionale Arbeitsmarkt kaum ausreichende Fachkräfte für die Versicherungswirtschaft bot. Da die schnelle Vergabe von Schadennummern und Erstinformationen für Kunden essenziell ist, entschied sich das Unternehmen für den Einsatz moderner Technologie, um den Service zu sichern und die Mitarbeitenden zu entlasten.

Agentische KI im Baukastenprinzip

Das Ergebnis dieser Entwicklung ist der KI-Assistent „Kim“, der schrittweise in die Prozesse integriert wurde. Gestartet im Bereich der Leitungswasserschäden übernimmt Kim heute vielfältige Aufgaben – von der Dokumentenerfassung über die formelle bis hin zur materiellen Deckungsprüfung. Das System agiert als flexible Software-Schicht über bestehende Bestandsführungssysteme, ohne dass Kernstrukturen ausgetauscht werden mussten. Eine Besonderheit liegt in der einfachen Konfiguration: Speziell geschulte Fachbereichsmitarbeiter, sogenannte „KI-Dompteure“, passen die Prozesse selbstständig ohne aufwendige IT-Projekte an.

Mensch und Technologie im Zusammenspiel

Trotz des hohen Automatisierungsgrads bleibt der Mensch im Fokus. Erkennt die KI verärgerte Kunden oder komplexe Einzelfälle, leitet sie den Vorgang sofort an menschliche Sachbearbeiter weiter. Dadurch gewinnen die Teams wertvolle Zeit für die empathische und individuelle Betreuung. Aufgrund der positiven Erfahrungen stellt DOMCURA die Lösung inzwischen auch anderen Marktteilnehmern als Software-as-a-Service zur Verfügung.

Hier geht es zur aktuellen Folge:
Über den Podcast

Jonas Piela berät die Versicherungswirtschaft hinsichtlich der digitalen Transformation in seiner Rolle als Managing Director bei Piela & Co. Digital Consultants. Außerdem betreibt er den Digital Insurance Podcast, für den er mit Managern aus der Branche über die Herausforderungen der Digitalisierung spricht. Zu finden ist der Podcast unter anderem bei Google, Apple und Spotify sowie unter insurancemedia.de/podcast.

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Drei Viertel der Deutschen wollen digitale Verwaltung beim AV-Depot

Das Altersvorsorgedepot rutscht mehr und mehr in den Fokus. Fraglich ist auch, wie die Kunden es aufnehmen werden. Der Digitalverband Bitkom hat eine repräsentative Befragung durchgeführt, bei der unter anderem herauskam, dass sich die Deutschen eine gute digitale Verwaltungsstrecke wünschen.

Wie weit verbreitet ist das Altersvorsorgedepot unter den Deutschen und was stellen sie sich darunter vor? Diesen Fragen ist der Digitalverband Bitkom in einer repräsentativen Befragung unter rund 1.000 Personen in Deutschland ab 16 Jahren auf den Grund gegangen. 675 Personen davon sind noch nicht in Rente oder Pension. Eine Erkenntnis aus der Studie zeigt, dass die Deutschen sich mehr Digitalisierung wünschen.

Wer kennt das AV-Depot?

Laut der Befragung haben bislang insgesamt 39% der Deutschen ab 16 Jahren vom Altersvorsorgedepot gehört. Unter den Menschen, die noch nicht in Rente oder Pension sind, sind es 41%.

Die Bereitschaft, ein solches Depot zu nutzen, ist jedoch deutlich größer, so Bitkom. Von denjenigen, die noch keine Altersbezüge erhalten, können sich dies zwei Drittel grundsätzlich vorstellen. 26% würden das Altersvorsorgedepot auf jeden Fall nutzen, weitere 40% eher. Besonders wichtig ist den Menschen, nämlich drei Vierteln der Befragten, ihre Altersvorsorge einfach digital verwalten zu können. 42% fänden es sehr wichtig, einem Drittel ist es eher wichtig.

Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder erklärt, dass das AV-Depot einfach, transparent und konsequent digital ausgestaltet sein müsse, damit es in der Breite angenommen wird. Die Menschen erwarten, dass sie ihre Altersvorsorge jederzeit im Blick behalten und unkompliziert verwalten können. Dieser Wunsch ziehe sich auch mit nur geringen Unterschieden durch alle Altersgruppen: Unter den 16– bis 29-Jährigen ist sie insgesamt 79% wichtig, unter den 30– bis 49-Jährigen 77% und auch in der Gruppe ab 50 Jahren ohne bisherige Altersbezüge noch 72%. (mki)

Über die Studie

Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.004 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt, darunter 675 Personen, die noch nicht in Rente oder Pension sind. Die Befragung fand im Zeitraum von KW 11 bis KW 14 2026 statt. Die Umfrage ist repräsentativ. Die Fragestellungen lauteten: „Haben Sie schon einmal von dem staatlich geförderten Altersvorsorgedepot gelesen oder gehört?“ und „Können Sie sich vorstellen, ein solches Altersvorsorgedepot zu nutzen?“ sowie „Wie wichtig ist es Ihnen, ein solches Altersdepot online verwalten zu können?“.

 

So werden Makler vom KI-Anwender zum KI-Unternehmer

Leona Spauszus ist Trainerin und Speakerin für künstliche Intelligenz im Versicherungsvertrieb. Als KI-Pionierin zeigt sie, wie KI den Arbeitsalltag von Vermittlern und Führungskräften im Vertrieb effizienter macht. Für AssCompact gibt sie in ihrer KI-Kolumne praxisnahe KI-Tipps speziell für Makler.

Wer sich aktuell als Makler mit künstlicher Intelligenz beschäftigt, erlebt vor allem eines: eine Flut an Angeboten. Für nahezu jede Aufgabe gibt es ein neues KI-Tool. Doch die entscheidende Frage ist nicht, wie viele KI-Anwendungen ein Makler nutzt. Entscheidend ist, ob KI sinnvoll in das gesamte Unternehmen integriert wird. Denn einfach nur KI anzuwenden, macht noch keinen Wettbewerbsvorteil. Der Unterschied entsteht dort, wo aus einzelnen Anwendungen eine strategische Unternehmenslösung wird.

Der erste Reflex: Ein KI-Tool-Abo nach dem anderen

Auf der Suche nach KI-Unterstützung greifen viele Makler zunächst zu Einzellösungen für konkrete Aufgaben: eine KI für Telefonate, KI-Unterstützung für die Beratungsdokumentation, ein WhatsApp-KI-Bot oder ein Tool für Social Media. Schnell entsteht eine Sammlung einzelner KI-Anwendungen. Gleichzeitig steigen die monatlichen Kosten für verschiedene Abonnements. Doch genau hier liegt eine häufige Fehleinschätzung: Nur weil ein Makler immer mehr KI-Anwendungen nutzt, bedeutet das nicht automatisch, dass KI sinnvoll im Unternehmen integriert wurde.

Die entscheidende Frage lautet:

Wie kann künstliche Intelligenz als neue Kerntechnologie und nicht nur als weiteres Tool sinnvoll und nachhaltig in das gesamte Unternehmen integriert werden, sodass sie das Team spürbar entlastet und gleichzeitig Wachstum ermöglicht?

Genau hier liegt der Unterschied zwischen einem Makler mit vielen KI-Tools und einem Maklerunternehmen, das KI als festen Bestandteil seiner Arbeitsweise integriert hat.

KI-Integration statt KI-Insellösungen

Die Zukunft gehört nicht den Maklern mit den meisten KI-Tools. Sie gehört den Unternehmen, die künstliche Intelligenz als festen Bestandteil ihrer Prozesse und ihrer täglichen Arbeit verstehen.

Genau hier entsteht aktuell ein neuer Ansatz im Maklermarkt. Statt einzelne KI-Anwendungen unverbunden nebeneinanderzustellen, betrachten innovative KI-Start-ups das Maklerunternehmen als Ganzes. Im Fokus steht dabei die Frage, wie Prozesse, bestehende Systeme und das gesamte Team durch künstliche Intelligenz gemeinsam leistungsfähiger werden.

Die KI-Technologie wird in die vorhandene IT-Infrastruktur integriert und nahtlos mit den täglichen Arbeitsschritten der Mitarbeiter verbunden. Denn der größte Nutzen entsteht erst im Zusammenspiel aus KI, Prozessen, Systemen und den Mitarbeitern im Maklerbüro, die täglich damit arbeiten.

Was KI-Unternehmer anders machen

Ein KI-Unternehmer sucht nicht nach dem nächsten Hype-Tool. Er betrachtet das eigene Unternehmen ganzheitlich und analysiert, wo KI den größten Mehrwert schaffen kann.

Dabei geht es nicht darum, jede Aufgabe durch KI zu ersetzen. Es geht darum, Mitarbeiter zu entlasten, Kunden besser zu betreuen und neue Kapazitäten für Wachstum zu schaffen.

Dafür braucht es fünf zentrale Fähigkeiten:

  • Chancen erkennen: Wo kann KI einen echten und messbaren Mehrwert schaffen?
  • Prozesse analysieren: Welche Abläufe können schneller, einfacher oder kundenfreundlicher gestaltet werden?
  • Mitarbeiter mitnehmen: Wie gelingt es, Berührungsängste abzubauen und KI als Unterstützung im Arbeitsalltag zu etablieren?
  • KI-Kompetenzen aufbauen: Welche Fähigkeiten müssen intern entwickelt werden und wo ist externe Unterstützung sinnvoll?
  • Ergebnisse messen: Welche KI-gestützten Prozesse bringen tatsächlich Zeitersparnis und zahlen auf das Unternehmenswachstum ein?
Sollen Makler die KI-Integration selbst umsetzen?

Früher oder später stehen Makler vor der Grundsatzfrage: Setzen Betriebe die KI-Integration komplett aus eigener Kraft um oder nutzen sie spezialisierte Partner? Grundsätzlich ist beides möglich, entscheidend ist das vorhandene Know-how im eigenen Haus. Für eine erfolgreiche KI-Integration müssen vier Kernkompetenzen abgedeckt sein:

  • Technologische Kompetenz: Die rasanten Entwicklungen im KI-Sektor müssen kontinuierlich beobachtet, bewertet und technisch sauber integriert werden.
  • Branchenverständnis: Die Versicherungsbranche hat spezifische Prozesse, Schnittstellen und Hürden. KI-Systeme müssen diese Branchenlogik von Grund auf verstehen.
  • Datenschutz & Regulatorik: Der Umgang mit sensiblen Kunden- und Finanzdaten unterliegt strengen Vorgaben (DSGVO, IDD, EU AI Act). KI-Lösungen müssen lückenlos rechtssicher, transparent und datenschutzkonform aufgebaut sein, um Haftungsrisiken auszuschließen.
  • Unternehmerischer Blick: KI einzuführen bedeutet nicht, ein weiteres Programm zu installieren. Es bedeutet, Prozesse, Führung und Arbeitsweisen zukunftsfähig weiterzuentwickeln.
Fazit

Makler müssen keine KI-Experten werden. Sie müssen KI-Unternehmer werden. Denn der Wettbewerbsvorteil entsteht nicht dadurch, wer die meisten KI-Tools besitzt. Er entsteht dort, wo künstliche Intelligenz ein fester Bestandteil des Unternehmens wird und Menschen, Prozesse und Technologie optimal zusammenspielen.

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Digital Insurance Podcast: Zwischen Tradition und radikaler Digitalisierung

Wie zukunftsfähig ist die Lebensversicherung im Zeitalter von Neobrokern und Investment-Apps? Im „Digital Insurance Podcast“ spricht Jonas Piela mit Alina von Bruck über Transformation, digitale Kundenerlebnisse und neue Vorsorgekonzepte.

In der neuesten Ausgabe des „Digital Insurance Podcast“ begrüßt Moderator Jonas Piela eine hochkarätige Expertin der Versicherungswirtschaft: Alina von Bruck, Vorstandsvorsitzende der Gothaer Lebensversicherung AG. Im Zentrum des intensiven Austauschs steht die provokante Frage, ob die traditionelle Lebensversicherung angesichts des rasanten Aufstiegs moderner Neobroker und digitaler Investment-Apps im Begriff ist, ihre Existenzberechtigung zu verlieren. Von Bruck plädiert in diesem Kontext eindringlich für eine umfassende Transformation der Branche, damit die Lebensversicherung ihrer zentralen gesellschaftlichen Verantwortung wieder vollumfänglich gerecht werden kann.

Das Versprechen der Existenzsicherung neu denken

Alina von Bruck definiert das Kernversprechen der Lebensversicherung weit über die klassische Altersvorsorge hinaus. Es handele sich im Kern um eine universelle Einkommensabsicherung, die Kundinnen und Kunden in jeder Lebensphase – ob bei Krankheit oder im Alter – finanzielle Sicherheit garantiert. Während Neo-Broker vor allem junge Menschen mit dem Versprechen des schnellen Vermögensaufbaus und einer emotionalen, spielerischen App-Erfahrung anlocken, setzt die Lebensversicherung auf das Prinzip der Langfristigkeit und die Absicherung existenzieller Risiken wie der Langlebigkeit. Dennoch erkennt von Bruck den harten Wettbewerb an und sieht dringenden Handlungsbedarf, das oftmals verstaubte Image der Branche abzuschütteln.

Radikale Vereinfachung und digitale Transparenz als Schlüssel

Um für junge Zielgruppen attraktiv zu bleiben, muss sich die Versicherungswirtschaft laut vnm Bruck grundlegend verändern. Die größte Baustelle sieht sie dabei in der Customer Experience. Es gelte, den Zugang zu den Produkten radikal zu vereinfachen, die Kundenansprache moderner zu gestalten und verständliche, transparente Informationen anstelle von komplexen, rechtlich getriebenen Textwüsten zu liefern. Auch wenn der Vertrieb der Gothaer traditionell stark über Makler und den Außendienst läuft, fordern Kunden heute vermehrt digitale Interaktionsmöglichkeiten und Echtzeit-Transparenz über ihre Verträge. Eine moderne App-Infrastruktur steht daher ganz oben auf der Agenda. Eine reine Flucht aus dem regulierten Versicherungsmantel hin zu einem reinen Bank- oder Broker-Modell lehnt von Bruck jedoch ab: Der biometrische Schutz und die steuerlichen Vorteile blieben die unbemerkt starken Argumente des Versicherungsprodukts.

Die Reform der privaten Altersvorsorge als Katalysator

Mit Blick auf die Zukunft setzt von Bruck große Hoffnungen auf die anstehende Reform der privaten Altersvorsorge zum 1. Januar. Diese gesetzliche Veränderung wird den Markt der staatlich geförderten Vorsorge grundlegend umgestalten. Für die Gothaer Lebensversicherung bietet sich hier die Chance, die Kräfte im Konzern zu bündeln und ein absolut schlankes, kostengünstiges und rein digital gedachtes Produkt an den Markt zu bringen. Dieser Fokus zwingt die Organisation dazu, alte Denkmuster aufzubrechen und die Transformation von Grund auf zu priorisieren.

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Über den Podcast

Jonas Piela berät die Versicherungswirtschaft hinsichtlich der digitalen Transformation in seiner Rolle als Managing Director bei Piela & Co. Digital Consultants. Außerdem betreibt er den Digital Insurance Podcast, für den er mit Managern aus der Branche über die Herausforderungen der Digitalisierung spricht. Zu finden ist der Podcast unter anderem bei Google, Apple und Spotify sowie unter insurancemedia.de/podcast.

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Digital Insurance Podcast: Zwischen KI-Vertrauen und Vorbehalt

In einer neuen Sonderfolge des Digital Insurance Podcasts blicken die Branchenexperten Thomas Fröhlich und Josef Adersberger auf aktuelle Trends rund um KI. Das Gespräch widmet sich unter anderem der Frage, warum die Versicherungsbranche der KI Schäden anvertraut, aber noch keine Beratung.

In einer neuen Sonderfolge des Digital Insurance Podcasts dreht sich alles um die neuesten Entwicklungen im Bereich künstlicher Intelligenz und Automatisierung innerhalb der Versicherungsbranche. Das gewohnte Format des KI-Updates wartet diesmal mit einer Besonderheit auf: Moderator Jonas Piela genießt seinen Sommerurlaub, weshalb die zwei Branchenexperten Thomas Fröhlich und Josef Adersberger in Österreich das Gespräch zu zweit führen.

Steigendes Kundenvertrauen bei der Schadenabwicklung

Den Auftakt der Diskussion bildet die aktuelle Zahl des Monats aus einer repräsentativen Bitkom-Studie vom Juli. Diese zeigt einen deutlichen Wandel in der Kundenakzeptanz: Mittlerweile würden 38% der Deutschen einen Schaden per Foto von einer KI schätzen lassen – ein signifikanter Anstieg gegenüber den 24% des Vorjahres. Dass Kunden der Technologie ausgerechnet im kritischen Moment der Schadenmeldung vertrauen, unterstreicht einen spürbaren Gewöhnungseffekt.

Auffallend bleibt jedoch die Differenzierung je nach Anwendungsbereich. Geht es um eine umfassende und persönliche Versicherungsberatung, liegt die Vertrauensquote bei lediglich 15%. Komplexe Themen wie die private Kranken- oder Lebensversicherung verlangen weiterhin nach menschlicher Expertise. Bei einfacheren Produktprüfungen zeigt sich das Publikum hingegen aufgeschlossener: 44% können sich eine KI-gestützte Überprüfung von Policen und Alternativangeboten vorstellen.

Effizienzsteigerung durch KI-Agenten im Vertrieb

Neben der Kundenschnittstelle rückt der Einsatz von intelligenten Assistenten im Vertrieb in den Fokus. Als Praxisbeispiel dient der Agent „VAIA“ der Maklergenossenschaft VEMA. Dieser befand sich zum Aufzeichnungszeitpunkt in der Testphase und zeigt das Potenzial einer tiefen Systemintegration. Der Agent unterstützt Vermittler umfassend bei der Vor- und Nachbereitung von Kundenterminen. Dank Sprachsteuerung über Apple Watch oder CarPlay können Gesprächsprotokolle direkt auf der Fahrstrecke eingesprochen oder Informationen zum Kundenstamm abgefragt werden.

Damit solche Lösungen im Alltag funktionieren, braucht es eine stabile technologische Basis – eine sogenannte Bodenplatte. Diese verknüpft interne Systeme wie CRM oder Bestandsführung mit flexiblen Kommunikationskanälen. Ergänzt wird diese Infrastruktur durch moderne Protokolle wie MCP (Model Context Protocol), die es KI-Modellen erlauben, nicht nur Texte zu generieren, sondern eigenständig Aktionen in Umsystemen auszuführen.

Internationale Impulse und deutsche Chancen

Ein Blick über den Tellerrand zeigt, wie dynamisch sich die Rahmenbedingungen global verändern. Im US-Bundesstaat Delaware wird derzeit ein Gesetzentwurf diskutiert, der eine eigene Rechtsform für KI-Agenten (AIC) vorsieht. Damit könnten virtuelle Entitäten künftig Verträge schließen oder Eigentum halten.

Für den deutschen Markt ziehen die Experten dennoch ein positives Fazit. Deutschland liegt bei der Nutzung und Anwendung von KI-Modellen international in der Spitzengruppe. Die größte Chance für die heimische Versicherungswirtschaft liegt nicht in der Entwicklung eigener Basismodelle, sondern in der zielgerichteten Anwendung („Applied AI“), um Prozesse für Kunden und Vermittler spürbar zu erleichtern.

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Über den Podcast

Jonas Piela berät die Versicherungswirtschaft hinsichtlich der digitalen Transformation in seiner Rolle als Managing Director bei Piela & Co. Digital Consultants. Außerdem betreibt er den Digital Insurance Podcast, für den er mit Managern aus der Branche über die Herausforderungen der Digitalisierung spricht. Zu finden ist der Podcast unter anderem bei Google, Apple und Spotify sowie unter insurancemedia.de/podcast.

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RWS, Bridge ITS und Fino digital mit neuer Beratungswelt

Der Finanzdienstleister RWS Vermögensplanung, das Sales-Tech-Unternehmen Bridge ITS und der Servicedienstleister für Konto- und Datenanalyse Fino digital intensivieren ihre Zusammenarbeit. Künftig sind Datenerfassung, Kontoanalyse und Finanzberatung unter dem Dach von RWS gebündelt.

Der Hannoveraner Finanzdienstleister RWS Vermögensplanung AG hat in Zusammenarbeit mit dem Sales Tech Unternehmen Bridge ITS GmbH und dem Servicedienstleister für Konto- und Datenanalyse Fino digital GmbH eine neue digitale Beratungswelt realisiert. Unter technischer Federführung von Bridge haben die drei Unternehmen ihre jeweiligen über viele Jahre aufgebauten Kernkompetenzen eng miteinander verzahnt. „Damit ist es uns gelungen, die digitale Finanzberatung aus einem Guss, mit Schnittstellen in allen beratungstechnischen und administrativen Ebenen ohne jeglichen Systembruch, abzubilden“, erklärt Robin Berkemeier, RWS-Vorstand. Das Finanzdienstleistungsunternehmen hat sich seit 1978 auf Vermögensbildung, Absicherung und Vorsorge spezialisiert.

Kompetenzbereiche gebündelt

Bridge und Fino arbeiten schon seit Jahren für die RWS, nun erfolgte die Integration der jeweiligen Tätigkeitsfelder. Wesentliche Elemente sind die digitale Beratungsplattform „bridge“ mit interaktiven und KI-unterstützten Features und die Konto- und Datenanalysetools von Fino, mit denen sich anhand der Analyse aller Geldbewegungen das gesamte Leben von Kunden in kurzer Zeit widerspiegeln lässt (digitales Haushaltsbuch). Beide Bereiche sind unter dem Dach der RWS gebündelt.

„Nach der Datenfreigabe erhalten die Kunden dank Fino innerhalb von Sekunden einen dezidierten Überblick über sämtliche Finanzbereiche, zu dem sie sonst nur Zugang durch viel Fleißarbeit seitens der Kunden erhalten. Mit Unterstützung der DIN-basierten oder RWS-gelabelten Finanzanalyse erfolgt umgehend eine Soll-/Ist-Auswertung der gesamten Finanzsituation, transparent und verständlich dargestellt“, erläutert Oskar Hallier, COO der 2016 gegründeten Bridge ITS GmbH aus Dresden.

Auf der anschließenden Beratungsebene können Berater und Kunden gemeinsam die Bridge-Tools nutzen. Kunden werden somit Teil des Beratungsprozesses. Die administrative Ebene erfolgt anschließend nach Bridge-Standard, wie die Unternehmen weiter mitteilen. (tik)

News rund um neue Services, Tools, Dienstleistungen und Kooperationen finden Sie in unserer Rubrik „Management & Vertrieb“.