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Unternehmensmeldungen

MLP kann erneut wachsen und Zahl der Berater steigern

Der Finanzvertrieb MLP zieht eine positive Bilanz für 2020. Die Gesamterlöse stiegen auf einen neuen Höchststand von 767,3 Mio. Euro. MLP konnte seinen Beraterstamm erneut vergrößern und in fast allen Beratungsfeldern zulegen. Geringer fielen allerdings die Erlöse in der Altersvorsorge aus.

Die MLP-Gruppe hat auch im Corona-Jahr ihren Wachstumskurs fortgesetzt. Bei der Vorstellung der Zahlen für das Geschäftsjahr 2020 auf der Online-Jahrespressekonferenz erklärte Dr. Uwe Schroeder-Wildberg, Vorstandsvorsitzender von MLP: „MLP hat ein außergewöhnliches, intensives und erfolgreiches Jahr hinter sich.“ Nach einem sehr dynamischen vierten Quartal 2020 stiegen die Gesamterlöse um 8,3% auf 767,3 Mio. Euro. Dies ist der höchste Wert seit der Veräußerung der eigenen Versicherungsgesellschaften im Jahr 2005. Die Erlöse aus Provisionen und Honoraren wuchsen um 8,5% auf 730,4 Mio. Euro. Trotz der Auswirkungen der Corona-Krise und fortgesetzter Investitionen lag das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mit 59,4 Mio. Euro über dem des Vorjahres (2019: 47,1 Mio. Euro).

Vermögensmanagement größtes Beratungsfeld

Zuwächse konnte MLP in fast allen Beratungsfeldern verzeichnen. Auf Jahressicht bildete das Vermögensmanagement erstmals das größte Beratungsfeld. Dies führt der Finanzvertrieb auf die positive Entwicklung im MLP Privatkundengeschäft sowie bei FERI zurück. Neben einer guten operativen Entwicklung sowohl bei privaten als auch bei institutionellen Kunden hätten laut MLP dazu deutlich höhere Performance-abhängige Vergütungen beigetragen. Das betreute Vermögen kletterte auf den neuen Höchstwert von 42,7 Mrd. Euro.

Positive Entwicklung in der Sachversicherung

Eine positive Entwicklung meldet MLP auch in der Sachversicherung. Die Bestände stiegen auf Jahressicht von 405,5 Mio. Euro 2019 auf 430,8 Mio. Euro. Dies entspreche der Größenordnung, die auch mittelgroße Sachversicherer verwalten, wie MLP-Finanzvorstand Reinhard Loose betonte. Die Erlöse in der Sachversicherung erhöhten sich dank der erfolgreichen Entwicklung bei der DOMCURA AG ebenso wie in der MLP Finanzberatung SE um 8,4% auf 137,2 Mio. Euro.

Immobilienvermittlung legt am deutlichsten zu

Den größten prozentualen Zuwachs gab es in der Immobilienvermittlung. Hier erhöhten sich die Erlöse um 67,4% auf 39,5 Mio. Euro. „Bei der Entwicklung der von uns angelegten Wachstumshebel sind wir auf Kurs. Unsere Investitionen beginnen sich auszuzahlen“, erklärt Finanzvorstand Reinhard Loose. Dies gelte auch für das Immobiliengeschäft, in dem die MLP-Tochter DEUTSCHLAND.Immobilien über ein nun sehr greifbares großes Potenzial verfüge, so Loose weiter.

Weniger Erlöse in der Altersvorsorge

Nicht so rosig sieht es im Bereich der Altersvorsorge aus: Hier gingen die Erlöse von 225,8 Mio. Euro auf 214,6 Mio. Euro zurück. Als Hintergrund für diesen Rückgang nennt MLP die coronabedingt sehr verhaltene Entwicklung vor allem in der betrieblichen Altersvorsorge. Für das zweite Halbjahr 2021 rechnet das Unternehmen aber wieder mit einer Erholung in diesem Bereich.

Beraterstamm wächst weiter

Deutlich zulegen konnte MLP wiederum bei der Zahl der Berater. So vergrößerte sich der Beraterstamm im Geschäftsjahr 2020 auf 2.086, was einem Plus von 105 Beratern entspricht. Seit dem Jahr 2006 sei dies laut MLP das erste dreistellige Wachstum.

Widerstandsfähig ins Jubiläumsjahr

In diesem Jahr begeht der Finanzdienstleister sein 50-jähriges Bestehen (AssCompact berichtete). Im Hinblick auf die bisherige Entwicklung zieht MLP-Vorstandsvorsitzender Schroeder-Wildberg als Fazit: „MLP ist im Jahr des 50. Jubiläums da, wo wir hinwollten, als wir 2005 unseren Aufbruch begonnen haben. Aufbauend auf dem Kern der Gründungsidee ist MLP mittlerweile ein anderes Unternehmen, ein neues MLP.“ Durch die Erschließung weiterer Kundengruppen, die Verbreiterung der Umsatzbasis und die Vernetzung der Geschäftsbereiche untereinander habe man eine hohe Widerstandsfähigkeit aufgebaut.

Mit RVM unter die Top Ten im Industrieversicherungsmarkt

Vor Kurzem hat MLP den Versicherungsmakler RVM übernommen und forciert damit das Geschäft mit Industrieversicherungen als neues Segment im Konzern. Weitere Zukäufe hat MLP bereits angekündigt. Mittelfristig will der Finanzvertrieb eine Maklergruppe etablieren, die sich in Deutschland auf Augenhöhe mit den Top Ten im Industrieversicherungsmarkt bewegt. (tk)

Bild: © MLP

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Marke Standard Life wechselt den Besitzer

Die Marke Standard Life wechselt den Besitzer. Nachdem Standard Life Aberdeen (SLA) bereits das Versicherungsgeschäft an die Phoenix Group verkauft hat, wechselt nun auch der Markenname an den britischen Lebensversicherer.

2018 haben sich die schottischen Konzerne Aberdeen und Standard Life zu SLA zusammengeschlossen. In diesem Zuge wurde auch das Versicherungsgeschäft verkauft. Neuer Besitzer ist seither die Phoenix-Gruppe. Mit dieser wurde auch eine Investmentpartnerschaft abgeschlossen. Nun hat Standard Life Aberdeen auch die Marke Standard Life an die Phoenix Group verkauft. Bis jetzt nutzte die britische Versicherungsgruppe den Markennamen unter Lizenz.

Klarere Strukturen

Nach dem Zusammenschluss von Aberdeen und Standard Life zu SLA hatten die beiden schottischen Konzerne ihr Versicherungsgeschäft an die Phoenix-Gruppe veräußert, um sich auf das Asset-Management zu konzentrieren. Einige Produkte und Firmen trugen aber weiterhin den Namen Standard Life. Die damit verbundene Verwirrung soll durch den Verkauf der Marke an die Phoenix-Gruppe behoben werden. Dadurch sollen auch die Auflage und der Vertrieb neuer Produkte vereinfacht werden.

Investmentpartnerschaft verlängert

Im Gegenzug zum Verkauf des Markennamens Standard Life kauft SLA einzelne Geschäftsfelder zurück, sodass der Asset-Manager unter dem Strich rund 70 Mio. Euro an den Lebensversicherer zahlt. Die bereits bestehende Investmentpartnerschaft haben beide Gesellschaften derweil verlängert. SLA wird demnach im Fondsgeschäft weiter als Aberdeen Standard Investments auftreten und bis mindestens 2031 Gelder für die Phoenix-Gruppe verwalten. Zuvor war die Partnerschaft nur bis 2028 ausgelegt gewesen. (mh)

Bild: © Michail Petrov – stock.adobe.com

 

Allianz-Ergebnisse stehen unter dem Einfluss der Corona-Pandemie

Auch an der Allianz geht die Corona-Krise nicht einfach so vorbei. Dennoch liefert der Marktführer eine robuste Leistung ab. Stolz zeigt sich Konzernchef Oliver Bäte hinsichtlich hoher Weiterempfehlungsquoten. 2021 erwartet Bäte weiteren Druck auf Margen und Wachstum.

Die COVID-19-Pandemie hat ihre Spuren in den Finanzergebnissen der Allianz hinterlassen, insbesondere in den gewerblichen Sparten des Schaden- und Unfallgeschäftsbereichs. Trotzdem erzielte der Konzern international ein operatives Ergebnis von 10,8 Mrd. Euro, was wohl eine Dividendenauszahlung wie im Vorjahr ermöglicht.

In Zeiten von Pandemie, den geopolitischen Herausforderungen, niedrigen Zinsen, des Klimawandels und der Konkurrenz neuer Technologieplattformen brauche es viel Widerstandsfähigkeit auf Organisations- und Finanzseite. Diese habe man gezeigt, so Konzernchef Oliver Bäte Ende vergangener Woche bei Präsentation der Geschäftszahlen.

Im dritten und vierten Quartal gelang es, die Solvenzquote des Unternehmens wieder auf über 200% zu bringen. Am Ende lag sie bei 207%. Die Eigenkapitalquote erreichte 11,4%. Bäte wertet dies als Zeichen, dass die Allianz auch in der Pandemie am Hebel sitze und sich nicht den Ereignissen geschlagen gibt.

Umsatz und operatives Ergebnis

Der Gesamtumsatz sank um 1,3% auf 140,5 Mrd. Euro und das operative Ergebnis ging um 9,3% auf 10,8 Mrd. zurück, hauptsächlich aufgrund der negativen Auswirkungen von COVID-19 in Höhe von rund 1,3 Mrd. Euro.

Gelitten hat insbesondere das Schaden- und Unfallgeschäft. Das versicherungstechnische Ergebnis wurde durch die COVID-19-Pandemie insbesondere in den gewerblichen Sparten, höhere Schäden aus Naturkatastrophen und einen geringeren Beitrag aus dem Abwicklungsergebnis stark beeinträchtigt, was teilweise durch eine Verbesserung der Kostenquote ausgeglichen wurde.

Bäte zeigte sich nicht zufrieden, was die Diskussion um die Betriebsunterbrechungsversicherung angeht. Kunden müssen künftig besser erkennen können, was versichert ist und was nicht, so sein Anspruch.

In dem Geschäftsbereich Lebens- und Krankenversicherung ging das operative Ergebnis zurück, blieb aber dennoch auf einem starken Niveau, unterstützt durch eine robuste Marge aus Kapitalanlagen. Die größten Volumenrückgänge im Neugeschäft gab es in Deutschland und den USA.

Hohe Weiterempfehlungsbereitschaft

Abgesehen von den finanziellen Ergebnissen verweist Bäte auf das positive Feedback der Kunden. 79% der operativen Einheiten weltweit erreichten einen Net Promoter Score über dem Marktdurchschnitt, verglichen mit 70% im Vorjahr, was ein Allzeithoch darstellt. Die Allianz wird von ihren Kunden also gerne weiterempfohlen.

„Ich bin dankbar für das Vertrauen und die Zuversicht, die unsere Stakeholder der Allianz im vergangenen Jahr entgegengebracht haben“, so Bäte. „Unsere robusten Ergebnisse beweisen, dass wir unseren Kunden dank unserer hochengagierten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und unserer modernen Geschäftsabläufe weiterhin Wert und Sicherheit bieten. Demzufolge sind wir in einer guten Position, um unser Ziel für 2021 zu erreichen.“

Ausblick 2021

Sorgenfrei sieht die Allianz das Jahr 2021 dennoch nicht. Die Pandemie sei noch lange nicht zu Ende. Und es gebe neben Chancen auch viele Risiken, so Bäte. Die Rezension werde weiteren Druck auf Margen und Wachstum ausüben. Deshalb werde es auch 2021 viel Resilienz benötigen. (bh)

Bild: Oliver Bäte, Vorstandsvorsitzender der Allianz SE, Quelle: Allianz

 

Neue Gesellschafterstruktur bei der vfm-Gruppe

Im Gesellschafterkreis der vfm-Gruppe gibt es einige Veränderungen. So hält Klaus Liebig künftig 51% der Anteile. Firmengründer Kurt Liebig ist nicht mehr länger Gesellschafter. Zudem gibt es auch neue Anteilseigner, darunter drei Maklerversicherer.

<p>Klaus Liebig, Gesellschafter-Geschäftsführer, hat die Mehrheit der vfm-Gruppe übernommen. Firmengründer Kurt Liebig scheidet mit der jetzigen Veränderung als Gesellschafter aus. Stefan Liebig, der Ende 2018 die Geschäftsleitung des Unternehmens in Richtung Haftpflichtkasse verließ, reduzierte seine Geschäftsanteile. Im Gegenzug hält Klaus Liebig nun 51% der Anteile. </p><p>Parallel dazu steigt der langjährige Geschäftsführer Robert Schmidt als Gesellschafter ein. Michael Liebig, der dritte Sohn des Firmengründers, wird ebenfalls Anteilseigner.</p><p>Die verbleibenden Anteile übernehmen die drei Maklerversicherer KS Auxilia, Die Haftpflichtkasse und Volkswohl Bund. Sie komplettieren damit den neuen Gesellschafterkreis mit jeweils 7,5% der Geschäftsanteile. </p><p><i class="font-twelve-italic" >Bild: vfm Gesellschafter-Geschäftsführer Klaus Liebig, Quelle: vfm</i></p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/1231041A-7B20-494D-BA7F-1F686E378A0C"></div>

 

Policen Direkt übernimmt Solinger Makler Bergemann

Policen Direkt setzt seinen Expansionskurs fort und hat mit der in Solingen ansässigen Gesellschaft Bergemann Versicherungen einen weiteren Versicherungsmakler erworben. Es ist das fünfte Maklerunternehmen, das in die Policen-Direkt-Gruppe integriert wird.

Policen Direkt hat die Solinger Maklergesellschaft Bergemann Versicherungen GmbH & Co. KG erworben. Damit will die Policen-Direkt-Gruppe in der rheinischen Metropolregion weiter wachsen. Bergemann betreut gewerbliche Kunden und Privatkunden als umfassender Dienstleister am Standort Solingen. „Mit der Anbindung der Bergemann GmbH stärken wir unsere Stellung in der Region“, erklärt Dr. Ernesto Knein, Geschäftsführer der Policen Direkt Beteiligungs GmbH, der die Unternehmensübernahme durchführt.

Fünfter Makler wird Teil der Policen-Direkt-Gruppe

Mit Bergemann wird ein fünftes Maklerunternehmen in die Policen-Direkt-Gruppe integriert. Die Geschäftsführung übernehmen Dagmar und Alexander Ludwig, die mit ihrer Versicherungsmakler am Seestern GmbH bereits seit mehr als einem Jahr Teil der Policen-Direkt-Maklergruppe sind. Zuvor hatte Policen Direkt die Fellbacher AVW GmbH, die Benefit AG aus Limburg und die Läpple Versicherungsmakler GmbH übernommen (AssCompact berichtete). „Für 2021 setzen wir weiter auf Expansionskurs. Mit der Maklergruppe wollen wir weitere Standorte in Metropolregionen erschließen,“ so Knein weiter.

„Bei meinen Kunden haben wir uns über Jahrzehnte eine besondere Vertrauensstellung erarbeitet. Diese Verantwortung können wir mit bestem Gewissen weitergeben, weil wir sicher sind, dass Policen Direkt dieser gerecht wird“, unterstreicht Helmuth Bergemann, Gründer des Solinger Maklerunternehmens.

Policen Direkt legt in Bestandsnachfolge zu

Auch in der Bestandsnachfolge würden sich immer mehr Makler für Policen Direkt entscheiden, wie das Unternehmen mitteilt. „Wir übertragen in Q1 2021 eine fünfstellige Anzahl an neuen Verträgen in unsere Systeme“, erklärt Geschäftsführer Dr. Philipp Kanschik. Für 2021sei geplant, eine dreistellige Zahl an Beständen zu übernehmen und durch zusätzliche Investitionen die Technologieangebote für die Makler weiter auszubauen. (tk)

Bild: © Jean Kobben – stock.adobe.com

 

Perseus kooperiert mit Guarantee Advisor Group

Mit ihrer neuen Partnerschaft wollen der Cybersecurity-Provider Perseus und der Zusammenschluss von mittelständischen Versicherungsmaklern GA Group eine verbesserte Sensibilisierung im Beratungsprozess rund um Cyberrisiken erreichen.

Der Cybersecurity-Provider Perseus kooperiert ab sofort mit der Guarantee Advisor Group (GA Group) im Bereich Cybersicherheitsservices im Mittelstand. Im Fokus der neuen Partnerschaft steht eine verbesserte Risikosensibilisierung im komplexen Beratungsprozess für mittelständischen Unternehmen.

Die GA Group, ein Zusammenschluss von 30 mittelständischen Versicherungsmaklern, will ihr Angebot mit der neuen Kooperation vor allem im Bereich der Cyberrisikoberatung aufwerten. Ein weiteres Ziel ist die reale Minderung der Gefahrenpotenziale durch Cyberangriffe, die eine unzureichende Sensibilität für digitale Gefahren als Ursache haben.

Nicht nur die Mandanten, sondern auch die Mitglieder der GA Group erhalten als Perseus-Kunden Zugang zur sogenannten Online-Awareness-Plattform und somit Zugriff auf ein umfassendes Cyberpräventionsangebot. Dazu gehören webbasierte Video-Trainings zu den Themen Cybersicherheit, Phishing und Datenschutz. Im Angriffsfall haben die Unternehmen zusätzlich die Möglichkeit, rund um die Uhr auf die Experten im Perseus-Team zurückzugreifen. (ad)

Bild: © lidiia – stock.adobe.com

 

Fränkisches Start-up be+ gewinnt namhafte Investoren

Die be+ GmbH, die es sich unter anderem zum Ziel gemacht hat, die Benefits der bAV auf einer Plattform erlebbar darzustellen und nutzbar zu machen, hat mit Klaus O. Schmidt, Rogier Minderhout und Michael Kraus drei neue Investoren gewonnen.

Die Altersvorsorge steckt seit Jahren in einer Sackgasse. Das von Frank Nobis, dem ehemaligen Chef des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP), gegründete Start-up be+ GmbH möchte dieses Dilemma an der Wurzel zu packen. be+ ist eine moderne Plattform für Benefit-Leistungen, die Arbeitgebern ermöglicht, ihre Benefits erlebbar darzustellen und nutzbar zu machen. So auch die bAV. Jeder Mitarbeiter hat über sein Smartphone oder einen Browser Zugriff auf seine personalisierte Anwendung in einer gesicherten Datenumgebung. Die neue Anwendung macht die bAV, aber auch die gesetzliche Rente und private Lösungen greifbar. Mit verständlichen Grafiken und Tools kann sich der Mitarbeiter selbst informieren und den Wert seiner Altersvorsorge erleben. Und er wird dazu ermächtigt, selbst zu handeln und mögliche Versorgungslücken mit sinnvollen Produkten zu schließen.

Die be+ GmbH erweitert nun ihr Team um drei neue Investoren: Klaus Oskar Schmidt war von 2002 bis 2010 Marketingvorstand der ING-DiBa AG und wechselte dann in den Vorstand der Bausparkasse Schwäbisch Hall AG. Er ist aktiver Business Angel für FinTechs und unterstützt die Unternehmen mit seiner langjährigen Erfahrung. Auch der ehemalige Investmentbanker Rogier Minderhout, der 15 Jahre unter anderem für Goldman Sachs in London und Frankfurt tätig war, zeigt sich begeistert von der Idee des fränkischen Start-ups und schließt sich der Truppe rund um be+ an. Außerdem bringt der Nürnberger CEO des IT-Konzerns Novum RGI, Michael Kraus, als dritter Business Angel sein fundiertes Know-how in Cloud-Computing, Compliance und Security in das neu gegründete Unternehmen. Frank Nobis blickt aufgrund des Vertrauens und des unternehmerischen Weitblickes der Investoren sehr positiv in die Zukunft: „Wenn es einem jungen Unternehmen gelingt, in der aktuellen Lage erfahrene Business Angels von seiner Mission zu überzeugen, dann bringt man die richtige Idee zur richtigen Zeit auf den Weg.“ (ad)

Bild v.l.n.r.: Klaus O. Schmidt, Frank Nobis, Michael Kraus, Rogier Minderhout © be+

 

JDC kooperiert mit Finanzguru und bald auch mit Provinzial

Erst vor wenigen Tagen hat die JDC Group eine Zusammenarbeit mit der Multibanking-App Finanzguru geschlossen. Nun soll eine Kooperation mit der Provinzial folgen zur Abwicklung des Versicherungsgeschäfts der Sparkassen im Privatkundenbereich. Hierzu ist die Gründung eines Joint Ventures geplant.

<p>Neue Kooperationspartner für die JDC Group: Das Unternehmen macht künftig gemeinsame Sache mit der dwins GmbH, einem Frankfurter FinTech, das die Multibanking-App Finanzguru betreibt. Die App, an der auch die Deutsche Bank beteiligt ist, unterstützt Nutzer dabei, ihre Bankgeschäfte zu ordnen. Anhand der Kontobewegungen der Kunden werden die regelmäßigen Ausgaben und Verträge kategorisiert und analysiert und die Nutzer erhalten Spartipps. Seit Januar 2021 hat Finanzguru auch eine eigene Karte für bargeldloses Bezahlen auf dem Markt.</p>

<h5>Künftig auch Abschluss von Versicherungen über Finanzguru-App</h5>

<p>Mithilfe der Plattformtechnologie der JDC Group will es die dwins GmbH den über 500.000 Finanzguru-Nutzern künftig auch ermöglichen, Versicherungen zu verwalten und abzuschließen. Dazu wollen die Frankfurter das JDC-Maklerverwaltungsprogramm iCRM und die darin integrierte API-Infrastruktur mit derzeit rund 200 Schnittstellen zu Versicherern nutzen. Das FinTech hat es sich zum Ziel gesetzt, seinen Kunden neben seiner Multibank-Funktionalität auch Bancassurance-Dienstleistungen zu bieten.</p>

<p>„Nachdem wir mit unserer Bancassurance-Strategie schon zahlreiche namhafte Häuser aus dem traditionellen Bankenbereich überzeugen konnten, ist die Zusammenarbeit mit Finanzguru eine Erweiterung des Plattformansatzes in den Allfinanz- und Fintech-Markt“, sagt Stefan Bachmann, Vorstand der JDC Group AG, zur neuen Kooperation.</p>

<h5>Zusammenarbeit mit Provinzial geplant</h5>

<p>Wie die JDC Group nun mitgeteilt hat, soll mit dem Provinzial Konzern bald ein weiterer Kooperationspartner folgen. Beide Unternehmen wollen bei der Abwicklung von Versicherungen über die Sparkassen im Geschäftsgebiet der Provinzial für Privatkunden zusammenarbeiten. Wie die Unternehmen berichten, wurde hierzu eine Absichtserklärung unterzeichnet. Über eine Schnittstelle zum S-Versicherungsmanager (S-VM), einem IT-System der öffentlichen Versicherer für Sparkassen zur Vermittlung von Versicherungen an Privatkunden, sollen Versicherungsprodukte außerhalb des Provinzial-Portfolios auf der JDC-Plattform gebündelt werden. Hierzu planen JDC und Provinzial die Gründung einer gemeinsamen Gesellschaft. Über dieses Joint Venture sollen innerhalb von fünf Jahren bis zu 100 Sparkassen im Geschäftsgebiet der Provinzial Privatkunden über den S-Versicherungsmanager und die JDC Plattform betreuen.</p>

<p>„Wir freuen uns darüber, dass die von uns entwickelte JDC-Bancassurance-Technologie über den S-VM nun in der Breite bei Sparkassen zur Anwendung kommen soll. Diese Kooperation mit dem Ziel von mindestens einer Million weiterer Kunden ist für die JDC-Plattform ganz sicher der größte Entwicklungsschritt seit Gründung der Gesellschaft im Jahr 2003“, erklärt JDC-Vorstand Ralph Konrad. (tk)</p>

<p>Bild: © alotofpeople&nbsp;– stock.adobe.com</p>

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Deal perfekt: MLP übernimmt Industriemakler RVM

Die MLP Gruppe forciert das Geschäft mit Industrieversicherungen. In einem ersten Schritt hat die Gruppe nun den Versicherungsmakler RVM übernommen. An dessen Geschäftsmodell soll sich nichts ändern. Weitere Zukäufe kündigt MLP an.

Wie bereits angekündigt (AssCompact berichtete: MLP will Versicherungsmakler RVM erwerben), übernimmt die MLP Gruppe die RVM Versicherungsmakler GmbH & Co. KG. Der Finanzvertrieb will damit den Bereich Gewerbe- und Industrieversicherungen strategisch ausbauen und den Anteil wiederkehrender Erlöse im Unternehmen steigern. Der Erwerb des Mittelstandsmaklers RVM mit mehr als 2.500 Unternehmenskunden ist dabei ein erster Schritt. MLP kündigt bereits weitere Zukäufe für die nächsten Monate an.

Details zum Deal

Den Deal erklärt MLP in einem Pressestatement so: RVM hat 2019 einen Umsatz von knapp 19 Mio. Euro erzielt. Der Gesamtkaufpreis, den MLP an die beiden Gesellschafter zahlt, liegt im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Dieser enthält einen Mechanismus, über den ein Teil des Kaufpreises nachgelagert an die Qualität der Geschäftsentwicklung bis Ende 2022 gekoppelt ist. Etwa die Hälfte des Kaufpreises begleicht MLP aus Barmitteln. MLP erwartet ab dem ersten vollen Geschäftsjahr, dem Jahr 2022, einen mittleren einstelligen Millionen-EBIT-Beitrag aus dem neuen Segment Industrieversicherungsmakler, dem RVM nach Vollzug der Transaktion in einem ersten Schritt angehören wird. Am Geschäftsmodell von RVM soll sich dabei nichts ändern, auch nicht für die Kunden.

Die „Entdeckung“ der Mittelstandsmakler

Wenn auch etwas anders gelagert, gliedert sich der Erwerb von RVM in eine Reihe von weiteren Übernahmen mittelständischer Maklerunternehmen ein. So hatte vor Kurzem die Warweg-Gruppe mithilfe des Private-Equity-Investors HG Capital die GGW Gruppe übernommen. Auch die Maklergruppe MRH Trowe macht durch Fusionen von sich reden, nachdem sich AnaCap Financial Partners an der Gruppe beteiligt hat. Ein weiteres Beispiel sind die Beteiligungen der Ecclessia an diversen Maklerunternehmen. (bh)

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Bild: © Monster Ztudio – stock.adobe.com