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Unternehmensmeldungen

Münchener Verein startet TV-Werbung unter Marke MAXCARE

Der Münchener Verein bewirbt im Rahmen einer Zusammenarbeit mit der Seven.One Entertainment Group Krankenzusatzversicherungen im TV unter der Marke MAXCARE. Die DFV bietet dagegen keine Versicherungen mehr unter MAXCARE, sondern hat ihre Kooperation mit ProSiebenSat.1 weiterentwickelt.

Die Münchener Verein Krankenversicherung a.G. startet im Rahmen einer Kooperation mit der Seven.One Entertainment Group TV-Werbung für ihre Krankenzusatzversicherungen. Unter der Marke MAXCARE können die Zuschauer mehrerer Free-TV-Fernsehsender seit Anfang März 2023 Krankenzusatzversicherungen des Münchener Vereins abschließen. Im Kern geht es um die Zahnzusatzversicherung ZahnGesund, die stationäre Krankenhauszusatzversicherung KlinikGesund sowie die Auslandsreisekrankenversicherung. Die Produkte sind über eine spezielle Website oder telefonisch beim Münchener Verein zu erwerben.

„Ich freue mich darauf, dass die Werbespots bei ProSieben, SAT.1, Kabel Eins, Kabel Eins Doku, ProSieben MAXX und sixx ausgestrahlt werden. Die neue Kooperation wird unser Neugeschäft weiter beflügeln“, betont Dr. Rainer Reitzler, CEO der Münchener Verein Versicherungsgruppe.

Dr. Ulrich Seubert, Fachbereichsleiter Produktmanagement und Marketing der Münchener Verein Versicherungsgruppe, ergänzt: „Mit der Kooperation wollen wir uns langfristig als führender Krankenzusatz-Anbieter im Direct Response-Bereich etablieren.“

DFV nicht mehr mit Marke MAXCARE im Bunde

Zusammen mit ProSiebenSat.1 hatte auch die DFV Deutsche Familienversicherung unter anderem eine Krankenzusatzversicherung unter der Marke MAXCARE angeboten. Inzwischen ist die Deutsche Familienversicherung nicht mehr Versicherungspartner der Marke MAXCARE. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde die Zusammenarbeit mit ProSiebenSat.1 weiterentwickelt. Mit der Neueinführung einer Kombiversicherung für Familien wurde Anfang des Jahres eine neue TV-Kampagne gestartet (AssCompact berichtete). „Weil die Marke Deutsche Familienversicherung nun direkt und deutschlandweit beworben wird, versprechen wir uns neben vertrieblichen Erfolgen auch eine deutliche Steigerung der Markenbekanntheit“, heißt es von der DFV. (tk)

Bild: © Proxima Studio – stock.adobe.com

 

Freiwillige Beiträge zur Altersrente 2022: Frist läuft ab

Wer 16 Jahre und älter und gegenwärtig nicht versicherungspflichtig beschäftigt ist, kann durch freiwillige Beiträge die gesetzliche Altersrente erhöhen. Für das Jahr 2022 läuft dafür am 31.03.2023 die Einzahlungsfrist ab. Das hat die Deutsche Rentenversicherung bekannt gegeben.

Freiwillige Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung für das Jahr 2022 können noch bis zum 31.03.2023 überwiesen werden. Darauf hat die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV) in Berlin hingewiesen. Durch diese Beiträge können Mindestversicherungszeiten für einen Rentenanspruch erfüllt und bereits bestehende Rentenanwartschaften aufrechterhalten werden, erinnert die DRV. Zusätzlich erhöhen die Beiträge die spätere Rente.

Höchstbeitrag liegt bei rund 1.320 Euro

Besonders Menschen, die ihren Anspruch auf eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit durch freiwillige Beiträge sichern oder Lücken im Versicherungsverlauf schließen wollen, sollten die Frist unbedingt einhalten. Bei einer nachträglichen Zahlung für das Jahr 2022 kann die monatliche Beitragshöhe beliebig zwischen dem Mindestbeitrag von 96,72 Euro und dem Höchstbeitrag von 1320,60 Euro gewählt werden, teilte die DRV in ihrer Pressemitteilung mit. Dabei erfolge keine Unterscheidung zwischen alten und neuen Bundesländern. Werden freiwillige Beiträge überwiesen, erklärt die DRV, müssen die Versicherungsnummer und der Zeitraum angegeben werden, für den die Beiträge gelten sollen.

Auch Bezieher einer vorgezogenen Altersrente können profitieren

Alle in Deutschland lebenden Menschen, die nicht versicherungspflichtig beschäftigt und mindestens 16 Jahre alt sind, können diese freiwilligen Beiträge leisten. Dies gilt auch für Deutsche, die im Ausland wohnen. Und auch wer eine vorgezogene Altersvollrente bezieht, kann bis zum Erreichen des regulären Rentenalters ebenfalls freiwillige Beiträge zahlen und damit die Rente weiter erhöhen. Dahingegen besteht diese Möglichkeit für Arbeitnehmer allerdings nur in Ausnahmefällen, heißt es von der DRV.

Interessierten steht hier auf der DRV-Website ein Online-Rechner zur Verfügung. Damit kann berechnet werden, wie mit freiwilligen Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung die Altersrente gesteigert werden kann. (as)

Bild: © Zerophoto – stock.adobe.com

 

Covomo und Friendsurance bündeln Kräfte

Das InsurTech Friendsurance und das Frankfurter Vergleichsportal Covomo kooperieren und schaffen ein gemeinsames Bancassurance-Angebot. Erster Partner hierfür ist die Deutsche Bank. Zum Start können Kunden der Bank über den Vergleichsrechner Reiseversicherungen abschließen.

Die Berliner Plattform für Digital Bancassurance Friendsurance und das auf Spezial- und Nischenversicherungen spezialisierte Frankfurter InsurTech Covomo haben eine Zusammenarbeit vereinbart. Ziel des gemeinsamen Geschäftsmodells ist es, die Vergleichsrechner der Friendsurance-Plattform-Kunden für Spezial- und Nischenversicherungen weiter auszubauen. Somit soll das Angebot für Bankpartner und deren Endkunden erweitert werden. Erster Partner mit dem ausgebauten Portfolio ist die Deutsche Bank mit ihrem Bancassurance-Angebot um den „Deutsche Bank VersicherungsManager“.

Covomo-Vergleichsrechner auf Friendsurance-Plattform

Im Rahmen der Kooperation werden die Covomo-Vergleichsrechner innerhalb der White-Label-Plattform für digitale Bancassurance von Friendsurance zur Verfügung gestellt. Somit können Endkunden der Bank Versicherungen vergleichen, abschließen und verwalten. Dies erfolgt im Look & Feel der Bank.

Start mit Vergleichsrechner für Reiseversicherungen

Der Start erfolgt mit dem Vergleichsrechner für Reiseversicherungen. Wie die Unternehmen mitteilen, ist die Lösung bereits seit Ende 2022 live. Ein Ausbau der Lösung um weitere für die B2B2C-Kunden relevanten Versicherungssparten ist geplant.

„Wir sind extrem stolz auf die Partnerschaft mit Friendsurance und vor allem darüber, Kundinnen und Kunden der Deutschen Bank schon heute einen umfänglichen Vergleich für Reiseversicherungen anbieten zu können. Gemeinsam mit Friendsurance haben wir auch zukünftig noch viel vor, um Bankpartnern das volle Spektrum an Produkten aus dem Bereich der Nischen- und Spezialversicherungen anbieten zu können“, erklärt Tim Klippstein, Geschäftsführer von Covomo.

„Für unsere am Markt bereits etablierte Software stellt dieser Schritt eine Win-Win-Situation dar. Covomo hat bereits eine funktionierende Infrastruktur, die den einfachen Abschluss und die Verwaltung von Nischenversicherungen ermöglicht – so können wir den Kunden unserer Partner ein breites Produktportfolio in relevanten Sparten anbieten und somit unser Angebot an innovativen Versicherungslösungen sinnvoll ergänzen“, sagt Janis Meyer-Plath, CMO bei Friendsurance.

Laut Oliver Weigelt, Director Deutsche Bank VersicherungsManager, sei derzeit eine wachsende Zahl an Anfragen zu Reiseversicherungen und anderen Trends im Bereich der Nischenversicherung festzustellen. „Wir haben den Anspruch, unsere Kundinnen und Kunden im Deutsche Bank OnlineBanking ganzheitlich zu beraten – durch die Erweiterung um, zunächst, den Reiseversicherungsbereich, können wir diesem Anspruch gerecht werden“; so Weigelt weiter. (tk)

Bild: © alotofpeople – stock.adobe.com

 

Howden übernimmt Franz Goßler Versicherungsgruppe

Die Franz Goßler Versicherungsgruppe befindet sich nun in der Obhut des internationalen Versicherungsmaklers Howden. Mit der Übernahme verfolgt Howden das strategische Ziel, sich als erste Wahl für nationale und internationale Kunden aus der Entertainmentbranche zu positionieren.

Der internationale Versicherungsmakler Howden hat die Franz Goßler Versicherungsgruppe übernommen. Die 1970 gegründete Versicherungsgruppe ist einer der führenden Versicherungsmakler mit Fokus auf Film- und Entertainmentversicherungen im deutschsprachigen Raum.

Die Transaktion wurde von Howdens deutschem Spezialmakler Howden Caninenberg durchgeführt, meldet das Unternehmen. Mit der Übernahme verfolgt Howden laut eigenen Angaben sein strategisches Ziel, sich als führender Sport-, Film- und Entertainmentmakler in Europa zu positionieren. Bereits im vergangenen Jahr ist Howden durch die Übernahme des italienischen Makler Assimovie Ende zum größten TV- und Filmproduktionsmakler Italiens geworden.

Win-Win für beide Partner

Klaus Eisenberger, Geschäftsführer für den Bereich Film bei Howden Cabinenberg, sagt Franz Goßler und sein Team genießen seit Jahrzehnten einen hervorragenden Ruf als Profis im Bereich der Filmversicherung. „Unsere Position als führender Makler für Film, Fernsehen und Streaming-Dienste im deutschsprachigen Raum wird (mit der Übernahme) weiter gefestigt.“

Franz Goßler Jun., Inhaber der Franz Goßler Versicherungsgruppe, sagt mit der Transaktion wolle das inhabergeführte Unternehmen in zweiter Generation die Weichen für die Zukunft stellen und sich den globalen Herausforderungen seiner Kunden noch besser stellen. „Howden bietet als internationales Unternehmen mit großer fachlicher Expertise im Bereich der Risiken in der Film- und Unterhaltungsbranche einen idealen Ausgangspunkt, um weiter zu wachsen“, so Goßler. (js)

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Fusion von Immobiliendienstleister Apleona und Gegenbauer

Apleona, einer der größten Immobiliendienstleister in Deutschland, und die Gegenbauer-Gruppe schließen sich zusammen. Sämtliche Vermögenswerte sollen in die Apleona-Gruppe eingebracht werden, die unter anderem für Industrieunternehmen, Versicherungen oder auch Banken aktiv ist.

Großfusion bei Immobiliendienstleistern: Der hessische Konzern für integriertes Facility Management (FM) Apleona hat den Zusammenschluss mit der Gegenbauer-Gruppe vereinbart. Die in Berlin ansässige Gegenbauer-Gruppe erzielt mit 18.000 Beschäftigten einen Umsatz von fast 900 Mio. Euro. Die eine Hälfte davon entfällt auf technische FM-Services, die andere auf infrastrukturelle Leistungen wie zum Beispiel Unterhalts- und Industriereinigung. Gegenbauer ist überwiegend in Deutschland tätig. Wie die Unternehmen weiter mitteilen, werden nach der Genehmigung durch die Kartellbehörden sämtliche Vermögenswerte in die Apleona-Gruppe eingebracht, die in Neu-Isenburg bei Frankfurt sitzt.

Apleona will weiter wachsen

Mit dem Zusammenschluss wird Apleona eigenen Angaben zufolge ein integriertes Immobiliendienstleistungsunternehmen mit über 40.000 Mitarbeitern in ganz Europa, davon 28.000 in Deutschland, und einem Jahresumsatz von rund 3,5 Mrd. Euro. Zum Kundenstamm von Apleona zählen Industrieunternehmen, Finanzinstitute sowie institutionelle Immobilienanleger. Das Dienstleistungsportfolio umfasst sämtliche technische, kaufmännische und infrastrukturelle Services für Gewerbeimmobilien aller Asset-Klassen.

„Mit dieser Transaktion ist Apleona im Hinblick auf Eigenleistungstiefe und geografische Abdeckung, insbesondere bei infrastrukturellen Leistungen, für deren Qualität Gegenbauer in Deutschland bekannt ist, künftig noch besser aufgestellt“, erklärte Dr. Jochen Keysberg, der CEO von Apleona. „Unsere Kunden suchen zunehmend professionelles Outsourcing von integrierten Immobiliendienstleistungen, Bündelung immer größerer, auch grenzüberschreitender Servicepakete sowie digitale Lösungen und Produkte zur Energieeinsparung und Dekarbonisierung im Gebäudebestand, was durch die andauernde Energiekrise noch verstärkt wird. Der Zusammenschluss von Apleona und Gegenbauer zahlt genau auf diesen Trend ein“, so Keysberg weiter.

Werner Gegenbauer, Gesellschafter von Gegenbauer, begrüßte den Zusammenschluss beider Unternehmen, da sich Geschäftsmodelle, Ausrichtung am Markt und Kundenabdeckung sehr gut ergänzen würden. Außerdem würden die Unternehmenskulturen von Gegenbauer und Apleona sehr gut zusammenpassen. „Deswegen bin ich mir sicher, dass die Mitarbeiter von Gegenbauer von den Vorteilen des neuen, gemeinsamen Unternehmens überzeugt sein werden, da sie Teil einer langfristig angelegten Erfolgsgeschichte werden“, sagte Gegenbauer.

PAI Partners bleibt Mehrheitsgesellschafter von Apleona

Im Rahmen der Transaktion werden die bisherigen Gesellschafter der Gegenbauer-Gruppe Gesellschafter von Apleona. Mehrheitsgesellschafter an Apleona bleibt auch nach der Fusion das Private-Equity-Unternehmen PAI Partners. (tk)

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BCA sieht sich als Konsolidierungsgewinner

Die BCA erwartet, dass sich die Konsolidierung im Makler- und Poolmarkt fortsetzt und sieht sich mit ihren Aktionären und als Full-Service-Dienstleister auf der Gewinnerseite. Aktuell im Fokus steht die Maklerrente, bei ELTIFs sieht BCA gute Perspektiven.

„Unsere Branche steht unter dem Einfluss der zentralen Veränderungstreiber Digitalisierung, Demografie, Regulatorik und Kosten-/Margendruck. Diese Punkte wirken sich maßgeblich auf den Wandel und die Veränderungen im Markt der Finanz- und Versicherungsvermittler aus“, erklärte Rolf Schünemann, Vorstandsvorsitzender der BCA, beim diesjährigen Pressedialog in der vergangenen Woche. Schünemann erwartet deshalb, dass sich die Konsolidierung am Makler- und Poolmarkt fortsetzen wird, und sieht die BCA in ihrer Aufstellung als Full-Service-Dienstleister und mit ihrer Aktionärsstruktur als Konsolidierungsgewinner.

Lösungen für alle Lebensphasen eines Maklers

Das Poolgeschäft sei ein Wachstumsmarkt, erklärt Schünemann weiter. Und: Pools seien heute systemimmanent. Aus Effizienzgründen würden immer mehr Makler Poolangebote nutzen und sich dabei verstärkt nur noch auf einen Pool konzentrieren. So scheint die Zeit zahlloser Poolanbindungen auch tatsächlich vorbei zu sein, wie eine aktuelle AssCompact Studie verdeutlicht. Aufgrund umfassender Softwarelösungen – bei der BCA ist dies DIVA – können sich junge Makler an ein Poolsystem anstöpseln und loslegen, so der Idealfall.

 

BCA sieht sich als Konsolidierungsgewinner

 

Und für ältere Makler, die ans Aufhören denken, kommt die Maklerrente ins Spiel. Bei der BCA entwickelt sich diese laut Schünemann zum Verkaufsschlager, wobei für den Übergang eine gute Vorbereitung und eine gewisse Vorlaufzeit nicht zu unterschätzen sei. Pools wie die BCA bieten heute für alle Lebensphasen eines Maklerbetriebs Lösungen und wachsen dabei weiter mit.

Nach schwierigem Jahr nun Lichtblicke

Das Jahr 2022 hat sich allerdings dann doch eher als ein schwieriges Jahr erwiesen. Bei den Umsatzerlösen wurden bei der BCA nach vorläufigen Zahlen nicht alle Planungen erreicht. Dennoch sei die BCA gut durch 2022 gekommen, so Schünemann, und sehe perspektivisch einige Lichtblicke: Die Kaufkraft in Deutschland steige, es gebe viele Entlastungen für die Bürger und der Arbeitsmarkt sei einigermaßen stabil.

Perspektiven im Investmentbereich

Auch Dr. Frank Ulbricht, BCA-Vorstand und Vorstandsvorsitzender der BfV Bank für Vermögen, sieht trotz Skepsis mit Blick auf eine schnell sinkende Inflation gute Chancen in diesem Jahr und führt für einen positiven Forecast im Bereich Investment etwa den US-Markt an. Zudem sei man komplett ESG-ready, was die neuen Pflichten für Finanzanlagenvermittler betreffe. Und auch wenn man sich kein Provisionsverbot, wie es aktuell wieder stark diskutiert wird, wünsche, habe man im Hause technisch und strukturell schon jetzt Lösungen entwickelt. So greife man bei der BCA etwa auf Servicegebühren und Honorarberatung zurück. Und nicht zuletzt existiere auch mit der BfV ein Haftungsdach, erläutert Dr. Ulbricht.

Im Zusammenhang mit dem Thema Nachhaltigkeit rückt Ulbricht auch die European Long-Term Investment Funds, kurz ELTIFs, ins Rampenlicht. Die Produkte wurden vom europäischen Gesetzgeber angepasst und sind laut Ulbricht nun auch für Kleinanleger interessant, die Renditechancen außerhalb der Börse nutzen wollen – zumal ELTIFs als Artikel-9-Impact-Produkte nach der EU-Offenlegungsverordnung ausgestaltet werden können. „Das ist vor allem für Kunden interessant, die bei ihren Investments hohe Anforderungen an Zielgenauigkeit, Transparenz und ESG-Kriterien stellen“, informiert Ulbricht. Die ersten ESG-ELTIFs stehen bereits in den Startlöchern und die Chancen stehen gut, dass noch in diesem Jahr weitere folgen werden. (bh)

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Die Oberösterreichische und Covomo kooperieren

Die Oberösterreichische und die Covomo Versicherungsvergleich GmbH haben eine Zusammenarbeit vereinbart. Ab sofort ist der Versicherer auch auf dem Vergleichsportal für Spezialversicherungen in Nischenmärkten vertreten. Der Start der Kooperation erfolgt mit einer Photovoltaikversicherung.

Im Rahmen einer Zusammenarbeit ist die Oberösterreichische Versicherung nun auch auf Covomo präsent. Gestartet ist die Kooperation mit „KlimaPro“, einer Photovoltaikversicherung. Weitere Produkte sind in Planung. „Der Maklermarkt ist unser wichtigster Vertriebsweg, für den wir die tariflichen und digitalen Anforderungen des Versicherungsgeschäfts stetig weiter ausbauen“, erklärt Paul Ristock, Leiter der deutschen Niederlassung der Oberösterreichischen in Regensburg. Das Geschäftsmodell von Covomo passe sehr gut zur Strategie der Oberösterreichischen, so Ristock weiter.

Das B2B2C-Vergleichsportal für Spezial- und Nischenversicherungen Covomo unterstützt mit einer volldigitalen Vertriebslösung Versicherungsvermittler, Maklerpools und Maklergenossenschaften bei der Stärkung ihrer Kundenbindung und bei der Erschließung neuer Geschäftsfelder. Makler können Vergleiche von Nischenprodukten papierlos erstellen und diese selbst online und unterschriftslos abschließen, aber auch Endkundenabschlüsse generieren. Wie Covomo unterstreicht, können Makler ihren Beratungs- und Vertriebsaufwand somit verringern – gerade bei Produkten in zum Teil niedrigpreisigen Segmenten, in denen eine Recherche zeitintensiv sein kann.

„Die Oberösterreichische steht für Handschlagqualität und ist zudem seit vielen Jahren Vorreiter, wenn es um Versicherung von Photovoltaikanlagen geht“, sagt Athanasios Almbanis, Head of Sales bei Covomo, zur Kooperation. „Vor allem mit unseren Nischenprodukten für Wochenendhäuser, Dauercamper sowie mit Lösungen für Tiny Häuser wollen und können wir am deutschen Markt punkten“, so Ristock abschließend. (tk)

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CyberDirekt: Cybersparte wird bis 2025 ein Milliardenmarkt

Anlässlich seines fünfjährigen Firmenjubiläums blickt CyberDirekt auf die Versicherungssparte Cyber und sieht dabei viel Potenzial im KMU-Geschäft. Daher rechnen die Spezialisten damit, dass die Cybersparte in Deutschland bereits in der näheren Zukunft ein Milliardenmarkt sein wird.

Am 01.03.2018 startete CyberDirekt den ersten Marktvergleich von Cyberpolicen auf dem deutschen Markt – zu einem Zeitpunkt, wo die Nachfrage im KMU-Segment noch gering war, wie der Cyberspezialist und Versicherungsmakler nun anlässlich seines fünfjährigen Firmenjubiläums resümiert hat. Allerdings hätten die stark gestiegenen Cyberschäden in Kombination mit dem medialen Interesse an Hackerangriffen die Nachfrage nach Risikoschutz bei Unternehmen rasch aufleben lassen, bilanziert man bei CyberDirekt. Entsprechend habe sich das Angebot an Cyberversicherungen im deutschen Markt erheblich ausgeweitet und die Heterogenität von Tarifen und Prämien zugenommen. Und heute? „Immer mehr Kunden, Lieferanten und auch Investoren setzen den Versicherungsschutz gegen Cyberrisiken bei ihren Geschäftspartnern voraus und dieser wird zunehmend auch als Qualitätsmerkmal wahrgenommen“, stellt man bei CyberDirekt fest.

Prävention hat signifikant an Bedeutung gewonnen

Wenig verwunderlich, dass die Versicherer aufgrund der dynamischen Risikolage in immer kürzeren Zyklen die Underwritingrozesse und Versicherungsbedingungen anpassen, wie der Cybermakler schildert. Parallel dazu wurde in den letzten Jahren das Thema Prävention immer bedeutender. So würden rund 20% der von CyberDirekt zu Trainingszwecken versendeten E-Mails geöffnet und im Mittel etwa 5% der darin enthaltenen Links angeklickt. Als Reaktion darauf enthalte das CyberDirekt Präventionsangebot mittlerweile einen Security-Check für Webseiten sowie einen Phishing-Simulationstest. Und auch die Mitarbeiterschulungen würden fortlaufend aktualisiert und erweitert und seien inzwischen auch in englischer Sprache verfügbar. „Wir merken, dass sich gerade kleine und mittlere Unternehmen schwer tun, ihre aktuelle Gefahrenlage und das eigene Schutzniveau durch IT-Sicherheit einzuschätzen. Diese Lücke wollen wir mit unserer aggregierten Erfahrung als Spezialist und vor allem auch aus Schadenerfahrungen schließen“, erklärt Ole Sieverding, Co-Geschäftsführer bei CyberDirekt.

Plattform gewinnt viel Zulauf von Maklern

Und auch die durchschnittliche Aktivität der Versicherungsmakler auf der CyberDirekt Plattform ist im Zeitverlauf erheblich angestiegen. Insgesamt verzeichnete CyberDirekt im Jahr 2022 über 18.000 Logins in das Maklerportal. Außerdem wurden ca. 4.000 Angebote über die CyberDirekt Plattform erstellt sowie an Kunden versendet. „Makler schätzen vor allem die Transparenz über die Cyberdeckungen und vollständig digitale Prozesse, was zusammen eine hohe Zeitersparnis gegenüber der individuellen Anfrage beim Versicherer ermöglicht”, ergänzt Sieverding. „Aufgrund der Heterogenität der Bedingungswerke und der Geschwindigkeit von Produktanpassungen ist es für den Einzelnen kaum mehr möglich, jederzeit den Marktüberblick zu behalten, um den Kunden das individuell beste Angebot vermitteln zu können.“ Makler seien daher im Vergleich zu den früheren Phasen des Cybermarkts stärker gefordert, die am Markt verfügbaren Angebote zu sondieren und das aktuell am besten passende Angebot zu finden, empfiehlt CyberDirekt.

CyberDirekt sieht sich gegenwärtig als Technologiedienstleister

Und auch an CyberDirekt selbst sind die vergangenen fünf Jahre nicht spurlos vorübergegangen. Das Unternehmen habe sich zum Technologiedienstleister für Unternehmen, Makler und Erstversicherer entwickelt und greife dabei auf eine integrierte Softwarelösung zurück, welche sowohl Vertriebs- und Underwritingprozesse, also auch die Bereitstellung von digitalen Präventionsangeboten abdeckt. Gegenwärtig habe sich die Anzahl der auf der CyberDirekt-Plattform abgebildeten Produkte auf 14 Anbieter mit 35 Tarifen erweitert. „Wir rechnen dieses Jahr damit, drei weitere Versicherer in den Marktvergleich zu bringen. Unser Ziel ist maximale Transparenz und Einfachheit in der Beratung und für die Kunden“, kommentiert CyberDirekt-Co-Geschäftsführer Hanno Pingsmann. Diese Dynamik in der Sparte schlägt sich auch in den Geschäftszahlen von CyberDirekt nieder.

 

CyberDirekt: Cyber-Sparte wird bis 2025 ein Milliardenmarkt

 

Allein im Geschäftsjahr 2022 wurde ein Anstieg des Prämienvolumens von 104% ausgewiesen (siehe Grafik links). Und dieses Wachstum sei fast ausschließlich durch Neuabschlüsse getrieben, erklärt der Cyberspezialist. „Der Preisauftrieb im Cybermarkt wird erst 2023 das KMU-Segment erreichen“, lässt Geschäftsführer Hanno Pingsmann durchblicken. Rund 1.500 Maklerhäuser seien zudem auf der CyberDirekt-Plattform registriert.

Cyberversicherung wird zum Milliardenmarkt werden

Die Frage, für wen eine Cyberversicherung sinnvoll sei, stelle sich laut CyberDirekt daher nicht mehr. Sie werde selbstverständlicher Teil eines ganzheitlichen IT-Sicherheitskonzepts. „Bis 2025 wird die Cyberversicherung in Deutschland ein Milliardenmarkt sein und bald die D&O-Versicherung sowie die Vertrauensschadenversicherung in ihrer Größe und Relevanz überholen“ prognostiziert der Cyberspezialist. Und CyberDirekt werde im Markt weiterhin Standards für einen transparenten Cyberversicherungsmarkt setzen. (as)

Bild: © SomYuZu – stock.adobe.com

 

INDUSTRIA blickt auf erfolgreiches Geschäftsjahr 2022

Der auf Wohnimmobilien spezialisierte Asset-Manager INDUSTRIA zieht ein positives Fazit für das Geschäftsjahr 2022. Das Unternehmen verzeichnete ein Wachstum der Assets under Management von 9%. Das Ankaufsvolumen betrug rund 260 Mio. Euro, die Nettosollmiete stieg auf 137,5 Mio. Euro p.a.

Für das abgelaufenen Geschäftsjahr zieht INDUSTRIA eine positive Bilanz. Das Frankfurter Unternehmen konnte seine Assets under Management (AuM) von 4,5 Mrd. Euro Ende 2021 auf 4,9 Mrd. Euro Ende 2022 ausbauen. Dies entspricht einem Wachstum um 9%. Die Anzahl der verwalteten Wohneinheiten belief sich Ende 2022 auf 18.600. Für alle fertiggestellten Immobilien stieg die Nettosollmiete über das gesamte Portfolio von 120,6 Mio. Euro auf 137,5 Mio. Euro. Als wesentlichen Treiber des Mietwachstums führt INDUSTRIA die Fertigstellung und Erstvermietung von im Bau befindlichen Immobilien an. Insgesamt wurden 2022 ca. 1.900 fertiggestellte Einheiten übernommen und vermietet.

Spezialfonds mit einem Investitionsvolumen von 3,4 Mrd. Euro

INDUSTRIA managt sieben Immobilien-Spezialfonds, eine Invest-KG und einen offenen Immobilien-Publikumsfonds, den FOKUS WOHNEN DEUTSCHLAND. Das größte Segment ist das Spezialfondssegment. Dessen Investitionsvolumen umfasste Ende 2022 insgesamt 3,4 Mrd. Euro, dies bedeutet ein Plus von 0,2 Mrd. Euro.

Schwerpunkt bei Ankäufen auf gefördertem Wohnen

INDUSTRIA konnte trotz der im zweiten Halbjahr 2022 schwieriger werdenden Marktbedingungen in geeignete Objekte investieren. Im Fokus standen dabei Ankäufe auf geförderten Wohnanlagen. Insgesamt wurde mit rund 260 Mio. Euro das Ankaufsvolumen das Niveau des Vorjahres von 670 Mio. Euro nicht erreicht.

Herausforderndes Marktumfeld

„Das Marktumfeld war 2022 für Wohnungsinvestoren herausfordernd. Angesichts der Unsicherheit über Preise und Zinsen haben wir eine eher abwartende Haltung eingenommen und nur selektiv angekauft. Wir sehen aber aufgrund der sinkenden Preise auch zunehmend Chancen am Markt. Dies wollen wir 2023 in Abhängigkeit von der Zins- und Marktentwicklung für Ankäufe nutzen. Wir haben auch neue Fonds in Vorbereitung. Die genaue Umsetzung hängt davon ab, ob und wann der Markt wieder zu einem Gleichgewicht zurückfindet und sich die Zinsen stabilisieren“, erklärte Arnaud Ahlborn, Geschäftsführer der INDUSTRIA.

Thomas Wirtz, Geschäftsführer der INDUSTRIA und verantwortlich für den Vertrieb der Fonds, ergänzt: „Die verschiedenen INDUSTRIA-Fonds sind gut mit Eigenkapital bzw. Eigenkapitalzusagen ausgestattet, sodass wir 2023 Chancen nutzen können. Wir stehen im engen Austausch mit Investoren, um auch weitere Investments in unsere Produkte zu prüfen.“

Nachhaltigkeit im Fokus

Wie Jürgen Hau, Geschäftsführer der INDUSTRIA, erklärt, soll 2023 der Schwerpunkt weiter auf der Optimierung des Portfolios im Hinblick auf Nachhaltigkeit stehen: „Neben den ökologischen Aspekten liegt bei uns ein Fokus auf der sozialen Nachhaltigkeit“. (tk)

Im Bild oben (v.l.n.r.): Die drei Geschäftsführer der INDUSTRIA, Arnaud Ahlborn, Thomas Wirtz und Jürgen Hau

© INDUSTRIA

 

R+V bilanziert niedrigere Beitragseinnahmen für 2022

Das krisenreichen Jahr 2022 ist auch an der R+V Versicherung nicht spurlos vorbeigegangen. Laut den vorläufigen Geschäftszahlen für das vergangene Jahr ist das Beitragsvolumen 2022 um 3,1% gesunken. Für 2023 gibt sich der Versicherer jedoch vorsichtig optimistisch.

Die Herausforderungen des Jahres 2022, wie Inflation oder die Folgen des Ukraine-Kriegs, haben auch bei der R+V Versicherung Spuren hinterlassen. Der Versicherer der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken bilanzierte in seinen vorläufigen Geschäftszahlen für das vergangene Jahr einen Rückgang des Beitragsvolumens um 3,1% auf 19,5 Mrd. Euro. Die letztjährigen Einbußen folgen auf wachstumsstarke Vorjahre.

Altersversorgung leidet unter Inflation

Die Einnahmen aus dem deutschen Erstversicherungsgeschäft belaufen sich auf 15,6 Mrd. Euro, ein Rückgang um 3,8% verglichen mit dem Vorjahr. Die Zahl der Versicherten blieb mit rund 9 Millionen und 29 Millionen Verträgen etwa auf dem gleichen Niveau wie 2021.

„Insbesondere in der Lebensversicherung waren die Menschen gegenüber dem Vorjahr deutlich zurückhaltender. Sie gaben angesichts der hohen Inflation weniger Geld für den Einkommensschutz und die Altersvorsorge aus“, kommentiert R+V Vorstandsvorsitzender Norbert Rollinger das Ergebnis.

Für das laufende Jahr setzt der Versicherer vor allem darauf, dass das Geschäft in der Altersversorgung wieder Fahrt aufnimmt. „Die gesetzliche Rente reicht nicht aus, so dass eine zusätzliche private oder betriebliche Vorsorge unerlässlich ist“, so Rollinger. Wachstumsfelder für 2023 sehe man außerdem in den Bereichen Berufsunfähigkeit, Gesundheit und Pflege.

Beitragsvolumen in Sparte Leben rückläufig

Die R+V Lebens- und Pensionsversicherung verzeichnet für 2022 einen Rückgang von 10,4%, mit einem Beitragsvolumen von über 8 Mrd. Euro. Verantwortlich für das Minus ist laut der R+V insbesondere der branchenweite Einbruch des Einmalbeitragsgeschäfts. Die laufenden Beiträge hingegen wuchsen um 3,6% auf 4,7 Mrd. Euro.

Die betriebliche Altersversorgung blieb mit 2,6 Mrd. Euro der größte Anteil im Lebens- und Pensionsversicherungsgeschäft. Die fondsgebundene Altersversorgung legt um ein Drittel auf 2 Mrd. Euro zu, genau wie das Geschäftsfeld neue Garantien. Hier konnte die 2020 gelaunchte Produktfamilie Safe&Smart die Anzahl der Verträge im letzten Jahr auf mehr als 52.000 verdoppeln.

Wachstumskurs bei Krankenversicherung

Die R+V Krankenversicherung konnte 2022 hingegen ihre Beiträge um 13% auf 849 Mio. Euro steigern. Hier sehe man vor allem die betriebliche Krankenversicherung und neue digitale Gesundheitsservices als Treiber. Die Anzahl der versicherten Personen stieg sowohl bei den Vollversicherten (+4,7%) als auch bei den Zusatzversicherten (+6,3%) auf insgesamt fast 1,6 Millionen an.

In der Zusatzversicherung stieg die Zahl der Personen mit einer betrieblichen Krankenversicherung auf 192,000 an (+8,5%). Die betriebliche Pflegeversicherung Care Flex Chemie, die bundesweit erste tarifliche Pflegeabsicherung der Chemiebranche, die die R+V seit 2021 mit der Barmenia als paritätisch geführtes Konsortium anbietet, verzeichnet Ende 2022 445.000 Versicherte, von denen die Hälfte der R+V zuzuordnen ist.

Plus im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft

Im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft legte das Unternehmen letztes Jahr um 3,2% auf 6,7 Mrd. Euro zu. Fast alle Sparten haben daran ihren Anteil gehabt, heißt es. In der Kfz-Versicherung konnte man ein leichtes Umsatzplus von 0,3% erwirtschaften. Mit 5,2 Millionen versicherten Fahrzeugen ist R+V damit der drittgrößte deutsche Kfz-Versicherer, merkte das Unternehmen an.

Ein Umsatzplus wurde auch im Firmenkundengeschäft, in der Kreditversicherung und der Wohngebäudeversicherung verzeichnet.

Das Rückversicherungsgeschäft ging mit einem Minus von 2,1% leicht zurück.

Den vollständigen Konzernabschluss 2022 wird das Unternehmen im Rahmen der Bilanzpressekonferenz am 27.04.2023 vorstellen.

Bild: © R+V