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Unternehmensmeldungen

Bis zu 95 Tage arbeiten für Versicherungen, Energie & Co.

Wie lange müssen Verbraucher mit Durchschnittsgehalt arbeiten, um die Kosten für Versicherungen, Energie, Finanzprodukte, Internet und Mobilfunk zu begleichen? Dieser Frage ist das Vergleichsportal Check24 nachgegangen und hat einige Zahlen zusammengetragen.

Wie die Auswertungen von Check24 zeigen, muss eine vierköpfige Familie mit durchschnittlichem Gehalt den Nettolohn von bis zu 95 Tagen aufwenden, bis die jährlichen Ausgaben für Versicherungen, Energie und Finanzprodukte, Internet und Mobilfunk bezahlt sind. Die Kosten wären also erst im April beglichen. Für die teuersten Versicherungsanbieter veranschlagt Check24 368 Stunden Arbeitszeit und eine Summe von 5.883 Euro.

Als durchschnittlicher Nettomonatslohn legt Check24 dabei 2.239 Euro zugrunde bei einer 35-Stunden-Woche und stützt sich dabei auf Angaben des Statistisches Bundesamts. Zu beachten ist hierbei jedoch, dass bei der Auswertung davon ausgegangen wird, dass nur eine Person in der Familie Gehalt bezieht.

Bei Singles sind es bist zu 52 Tage Arbeit

Alleinstehende müssen für Versicherungen, Energie und andere Haushaltsausgaben bis zu 6.633 Euro ausgeben und dafür rund 52 Tage arbeiten. Als Kosten nur für Versicherungen beim teuersten Anbieter nennt Check24 eine Summe von 4.018 Euro, was 251 Arbeitsstunden bei durchschnittlichem Gehalt entspricht.

Check24 zeigt Sparmöglichkeiten bei Tarifwechsel

Als Vergleichsportal wartet Check24 erwartungsgemäß auch mit Sparmöglichkeiten bei einem Wechsel auf. Laut einer Beispielrechnung kann eine Familie laut Check24 mit einem Tarifwechsel deutlich sparen. Im günstigsten Fall wären es dann nur noch 25 Arbeitstage für Ausgaben in Höhe von 3.175 Euro.

Blickt man nur auf den Bereich Versicherungen, veranschlagt Check24 für die Kosten bei den teuersten Anbietern 46 Tage Arbeit und Ausgaben von 5.883 Euro. Ein Wechsel in günstige Tarife würde die Kosten auf 2.305 Euro, was dem Lohn von 18 Tagen Arbeit entspricht.

Für Singles reduzieren sich die Kosten durch einen Tarifwechsel im günstigsten Fall auf Ausgaben in Höhe von 3.175 Euro. Das wären dann nur noch 25 Arbeitstage für Versicherungen, Energie, Finanzprodukte, Internet und Mobilfunk.

Auch hier der gesonderte Blick auf den Posten Versicherungen: Hier nennt Check24 als Kosten bei den teuersten Anbietern bis zu 4.018 Euro im Jahr. Das entspricht etwa dem Verdienst von 31 Tagen. Ein Wechsel in die günstigsten Tarife könnte einem Einpersonenhaushalt durchschnittlich 2.552 Euro und damit 20 Arbeitstage sparen.

Weitere Informationen und Tabellen unter check24.de.

Bild: © fran_kie – stock.adobe.com

 

Union Investment zieht Bilanz zum Geschäftsjahr 2022

Trotz des schwierigen Marktumfelds hat die Fondsgesellschaft Union Investment das Geschäftsjahr 2022 nach eigener Aussage „gut gemeistert“. Insgesamt habe man zwar nicht an das Erfolgsjahr 2021 anknüpfen können, die Umsatzzahlen lagen aber durchgehend über denen von 2020.

<p>Die Frankfurter Fondsgesellschaft Union Investment informiert in einer Unternehmensmeldung über ihr Geschäftsjahr 2022. Vor allem sei dies durch die rasche Zinswende aufgrund der hohen Inflation gekennzeichnet gewesen. Das Unternehmen habe das Jahr aber trotz des schwierigen Marktumfelds „gut gemeistert“. Der Nettoabsatz konnte zwar keineswegs an das Ausnahmejahr 2021 (damals betrug der Nettoabsatz 40,5 Mrd. Euro) anknüpfen, lag mit 17,5 Mrd. Euro jedoch über dem des Jahres 2020, als die Pandemie ausbrach (15,1 Mrd. Euro).</p><p>Das verwaltete Vermögen belief sich Ende letzten Jahres auf 413,1 Mrd. Euro (2021: 454,1 Mrd. Euro; 2020: 385,9 Mrd. Euro), während das Ergebnis vor Steuern mit 694 Mio. Euro das zweitbeste in der Unternehmensgeschichte ist, so Union Investment. Besser lief lediglich 2021 mit 1,235 Mrd. Euro. Laut dem Vorstandsvorsitzenden Hans Joachim Reinke konnte man deutliche Zuflüsse und ein „robustes Neugeschäft“ verbuchen.</p><h5>Sparer gewöhnen sich an Krisen?</h5><p>Das Neugeschäft mit Privatkunden habe 2022 mit 10,7 Mrd. Euro (2021: 19,7 Mrd. Euro; 2020: 8,8 Mrd. Euro) den „Löwenanteil“ zum Absatz beigetragen, heißt es von Union Investment. Dies war zugleich der zweithöchste Nettozufluss im Privatkundengeschäft in der Unternehmensgeschichte. Der verwaltete Bestand privater Gelder belief sich auf 190,3 Mrd. Euro (2021: 209,0 Mrd. Euro; 2020: 173,8 Mrd. Euro).</p><p>„Unsere Wahrnehmung ist, dass private Anleger mit jeder Krise besonnener und resilienter werden“, kommentiert Reinke die Entwicklungen im Anlegergeschäft mit privaten Fondskunden. Die Zahl dieser konnte im letzten Jahr um 100.000 auf 5,8 Millionen ausgebaut werden.</p><h5>Hier wurde das meiste Geld angelegt</h5><p>Im Mittelpunkt des Anlegerinteresses standen erneut Substanzwerte. So flossen Aktienfonds 6,7 Mrd. Euro netto zu – 0,3 Mrd. Euro weniger als im Vorjahr, aber 2,9 Mrd. Euro mehr als 2020. Mischfonds verbuchten ein Neugeschäft von 2,6 Mrd. Euro (2021: 10,5 Mrd. Euro; 2020: 4,1 Mrd. Euro), und in Offene Immobilienfonds wurden 1,9 Mrd. Euro investiert – ein Minus von 0,3 Mrd. Euro zu 2021 bzw. 0,2 Mrd. Euro zu 2020. Während sich bei Rentenfonds Zu- und Abflüsse die Waage hielten, flossen aus Geldmarktfonds und wertgesicherten Produkten Mittel ab.</p><p>Stark nachgefragt wurden weiterhin nachhaltige Produkte. Allein im Privatkundengeschäft floss auch 2022 mehr als jeder zweite neu angelegte Euro in Fondslösungen nach Artikel 8 und 9 der Offenlegungsverordnung. Die Bestände in diesen Produkten beliefen der Mitteilung von Union Investment zufolge auf 122,3 Mrd. Euro.</p><!--text-long-pagebreak--><!--sub-title||Sparpläne bleiben beliebt--><h5>Sparpläne bleiben beliebt</h5><p>„Tragende Säule“ des Neugeschäfts sind einmal mehr die klassischen Fondssparpläne. So wuchsen die Zuflüsse aus regelmäßigen Zahlungen im Jahr 2022 auf 7,8 Mrd. Euro an. Hier lag der Wert sogar höher als 2021 (7,1 Mrd. Euro). 2020 waren es 5,6 Mrd. Euro. Mit den klassischen Sparplänen, den Riester-Sparplänen und dem VL-Sparen verwaltet Union Investment insgesamt 6,4 Millionen Fondssparpläne, 0,1 Millionen mehr als 2021 und 0,7 Millionen mehr als 2020.</p><h5>Neugeschäft bei institutionellen Kunden stieg im Lauf des Jahres an</h5><p>Bei rentenlastigen Portfolios institutioneller Kunden führte die Zinswende zu einem großen Handlungsbedarf, so Union Investment. Die höheren Zinsen belasteten zum einen die bilanziellen Bewertungen und die Risikobudgets. Außerdem benötigten einzelne Unternehmen krisenbedingt Liquidität und lösten dafür Positionen insbesondere im ersten Halbjahr 2022 auf. Ab der zweiten Jahreshälfte aber ging das Neugeschäft „spürbar“ nach oben. So investierten institutionelle Kunden hauptsächlich im Zuge der Zinswende wieder in Rentenwerte oder setzten auf Alternative Investments sowie Immobilien, um ihre Portfolios breiter aufzustellen. Insgesamt habe der Nettoabsatz mit institutionellen Kunden 2022 bei 6,8 Mrd. Euro gelegen. 2021 waren es satte 20,8 Mrd. Euro und 2020 6,3 Mrd. Euro. Der Bestand an institutionellen Geldern betrug zum Jahresende 222,8 Mrd. Euro (2021: 245,1 Mrd. Euro; 2020: 212,1 Mrd. Euro).</p><p>Alles in Allem werde der Kundenbedarf institutioneller Anleger immer individueller, erläutert Reinke. Ein Beleg dafür sei das unverändert starke Interesse an Spezialfonds. Dort seien in den vergangenen zwölf Monaten netto 12,7 Mrd. Euro an neuen Geldern zugeflossen. Aus institutionellen Publikumsfonds seien dagegen 5,0 Mrd. Euro abgezogen worden. (mki)</p><p><i class="font-twelve-italic" >Bild: © Union Investment</i></p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/CC1DFDC8-6DCE-4550-A4BE-80C4A17C9D38"></div>

 

Foliume startet mit KI-Lösung für Vertriebe in Deutschland

Der in Spanien ansässige IT-Dienstleister Foliume betritt nun auch den deutschen Markt. Mittels künstlicher Intelligenz will das Unternehmen die Vertriebe von Versicherungsvermittlern sowie kleinen und mittelgroßen Versicherern unterstützen, das Marketing zu automatisieren und das Cross-Selling zu verbessern.

Der IT-Dienstleister Foliume, der bislang auf dem spanischen Markt aktiv ist, will nun auch in Deutschland starten mit Dr. Christian Hörndlein als Head of Germany. Das Unternehmen bietet eine Software zur Marketing-Automation im Versicherungsvertrieb. Wie Foliume mitteilt, will es Versicherungsvermittler, kleine und mittelgroße Versicherer sowie Spezial- und Digitalanbieter dabei unterstützen, das Cross-Selling zu verbessern und die Kundenabwanderungsquote zu verringern. Die Lösung von Foliume nutzt künstliche Intelligenz (KI), um Kundenabwanderung automatisch zu antizipieren. Diese Kunden sollen dann rechtzeitig in personalisierter Form über Online- und Offline-Kanäle angesprochen werden. Zudem ermöglicht die Software durch personalisierte Empfehlungen auf Basis von Kundenpräferenzen ein gezieltes Cross-Selling.

Lösung bereits auf spanischem Markt im Einsatz

Wie das Unternehmen weiter mitteilt, wurde die Lösung bereits im spanischen Markt bei großen Maklern validiert.

Foliume hat erfolgreich am NXT:Customer Innovation Programme des Insurtech Hub Munich teilgenommen und es unter die zehn Finalisten geschafft. Im Rahmen der InsurTech Innovation Night im Dezember 2022 stellte das Unternehmen die Software Vertretern der Versicherungsbranche vor.

„Foliume zeichnete sich während unseres NXT:Customer Innovation Programme durch den starken Fokus auf Hyper-Personalisierung an allen Punkten der Customer Journey aus. Versicherungskunden vergleichen alle ihre digitalen Erfahrungen und erwarten eine reibungslose und personalisierte Reise – ähnlich wie beim Einkaufen auf Amazon. Foliume kann Versicherungsunternehmen dabei helfen, neue und bestehende Kunden durch ein hochgradig individualisiertes Versicherungserlebnis besser zu bedienen“, erklärt Esther Prax, Program Director beim InsurTech Hub Munich. (tk)

Bild: © Sikov – stock.adobe.com

 

DFV übertrifft Wachstumsziel für 2022

Die Deutsche Familienversicherung hat für 2022 ein Wachstum verzeichnet. Der digitale Versicherer erreicht erstmals seit dem IPO eine positive operative Profitabilität. Der Konzern meldet ein höher als erwartetes Vorsteuer-Konzernergebnis von 1,7 Mio. Euro.

Die Deutsche Familienversicherung (DFV) hat ein profitables Ergebnis für das Jahr 2022 gemeldet. In seinen vorläufigen Geschäftszahlen für das vergangene Jahr verzeichnet das InsurTech-Unternehmen erstmals seit dem Börsengang eine positive operative Profitabilität mit einem Konzernergebnis vor Steuern von 1,7 Mio. Euro. Geplant war ein Ergebnis von 0 bis 1 Mio. Euro.

In der Meldung verweist Vorstandsvorsitzender und Gründer Dr. Stefan Knoll auf die von Inflation und Krieg geprägte Branchensituation. „Unsere Antwort auf Krise und Krieg war das erklärte Ziel der Profitabilität. Im Jahr 2022 ist uns das bei weiterhin überdurchschnittlichem Wachstum gelungen“, so Knoll. „Damit beweisen wir, dass unser digitales Geschäftsmodell funktioniert und ebenso, wie das Unternehmen, selbst langfristig krisenresistent ist.“

Nettowachstum der Beiträge bei 34%

Bei den gebuchten Bruttobeiträgen konnte ein Plus von 18% erzielt werden. Die Einnahmen beliefen sich auf 184 Mio. Euro, einschließlich des im Jahr 2021 aufgenommenen Rückversicherungsgeschäfts. Wie die DFV auch mitteilt, entwickelte sich das Neugeschäftsvolumen (laufende Beträge für ein Jahr) in der Erstversicherung mit 17 Mio. Euro planmäßig. Ebenfalls nach Plan verlief die Entwicklung der aktiven Rückversicherung mit einem Neugeschäft von 18 Mio. Euro. Noch deutlicher als das Bruttowachstum fiel mit 34% das Nettowachstum der Beiträge aus.

Erfolgsrezept stringentes Kostenmanagement

Der Erfolg sei vor allem auf das stringente Kostenmanagement (Opex) zurückzuführen. Demnach sei dies Ausdruck eines effizienten Vertriebs, einer erhöhten Kostendisziplin und des vermehrten Erzielens von Skaleneffekten, vornehmlich im Zuge steigender Automatisierung. Im Kapitalmanagement konzentrierte man sich vor allem auf den Schutz der im Sicherungsvermögen investierten Kundengelder, so das Unternehmen. (js)

Bild: © oatawa – stock.adobe.com

 

Thomas Schüßler von der DWS ist Fondsmanager des Jahres

Seit 2005 managt Thomas Schüßler von der DWS den Fonds „DWS Top Dividende“. Jetzt wurde er für seine Arbeit mit einem Goldenen-Bullen-Award prämiert. Auch bei der Kategorie „Fondsinnovation des Jahres“ konnte sich die DWS freuen.

Wie die DWS in einer Pressemitteilung meldet, gab es für die DWS beim diesjährigen Goldenen-Bullen-Award, der jährlich vom Münchner Finanzen Verlag vergeben wird und als eine der wichtigsten Auszeichnungen der deutschen Fondsbranche gilt, gleich zweimal Grund zur Freude. Thomas Schüßler wurde zum „Fondsmanager des Jahres 2023“ gekürt. In der Kategorie „Fondsinnovation des Jahres“ gewann das Team hinter dem Fonds „DWS Invest ESG Women for Women“.

Thomas Schüßler ist Fondsmanager des Jahres

Seit Oktober 2005 verwaltet Thomas Schüßler den DWS Top Dividende. Laut der DWS-Mitteilung habe er den Fonds seither durch unterschiedliche Börsenphasen gesteuert. 2008 konnte er die Verluste für die Anleger begrenzen. Das Jahr 2022 schloss er mit einer „schwarzen Null“ ab, so lobte die Jury aus Fondsexperten von Börse Online, Euro und Euro am Sonntag den langfristigen Anlageerfolg. Schüßler habe auch dann an seinem vorsichtigen Anlagestil festgehalten, als ein offensiverer Anlagestil höhere Zuwächse versprochen hätte, aber auch mit einem höheren Risiko für Rückschläge verbunden gewesen wäre.

Fondsinnovation des Jahres: 2. Platz für DWS

In der Kategorie „Fondsinnovation des Jahres“ gab es für die DWS die Silbermedaille, konkreter für das zwölfköpfige Fondsmanagerinnen-Team hinter dem DWS Invest ESG Women for Women. Der Aktienfonds legt laut DWS ein besonderes Augenmerk auf soziale Aspekte, also etwa darauf, wie Unternehmen mit Blick auf Themen wie Gleichberechtigung und Chancengleichheit und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie abschneiden.

Auf AssCompact-Nachfrage teilt der Finanzen Verlag mit, dass der 1. Platz in der Kategorie „Fondsinnovation des Jahres“ an den boerse.de-Technologiefonds der boerse.de Vermögensverwaltung GmbH ging. (mki)

Bild: © DWS Group

 

Wüstenrot Immobilien zieht Bilanz für 2022

2022 erzielte die Wüstenrot Immobilien GmbH mit einer Nettocourtage von 32,3 Mio. Euro den zweitbesten Wert ihrer Geschichte. Höhere Bauzinsen, Energie- und Baukosten bremsten die Nachfrage, doch die Courtage-Erlöse aus der Vermittlung von Bestandshäusern und Eigentumswohnungen sind gestiegen.

Die Wüstenrot Immobilien GmbH (WI), die Immobilienmaklergesellschaft des Konzerns Wüstenrot & Württembergische, erreichte 2022 eine Nettocourtage von 32,3 Mio. Euro. Das bedeutet den zweitbesten Wert in der Unternehmensgeschichte: Im Vorjahr waren es 35,3 Mio. Euro. Die stark gestiegenen Bauzinsen sowie explodierende Energie- und Baukosten bremsten branchenweit die Nachfrage. Dies hatte auch Auswirkungen auf die Vermittlung von Neubauimmobilien für Bauträger und für Kapitalanleger bei der WI.

Demgegenüber erhöhten sich die Courtage-Erlöse aus der Vermittlung von gebrauchten Ein- und Zweifamilienhäusern und Eigentumswohnungen. Somit konnte WI im Kerngeschäft an die Erfolge der Vorjahre anknüpfen.

„Derart gravierende Veränderungen der Rahmenbedingungen in so kurzer Zeit haben wir bisher noch nie erlebt. Viele Kaufinteressentinnen und -interessenten haben deshalb aus Verunsicherung ihre Pläne auf Eis gelegt und warten ab, was die nähere Zukunft bringt. Ebenso zurückhaltend zeigten sich Investoren;“ erklärt Jochen Dörner, Geschäftsführer der WI.

Trotz des schwierigen Umfelds sei der Traum vom Eigenheim unverändert hoch. Der Druck auf die Immobilienpreise steigt, sodass sich wieder mehr Verhandlungsspielräume für Kaufinteressenten ergeben.

Gute Beratung mehr denn je gefragt

Angesichts des Sanierungs- und Instandhaltungsdrucks bei älteren Gebäuden ist eine markt- und sachgerechte Immobilienbewertung, gepaart mit einer persönlichen Expertise der vor Ort tätigen Immobilienmakler wichtiger denn je. „Eine fehlende energetische Sanierung wird zunehmend ein Kriterium bei der Preisfindung. Schon allein deshalb, weil finanzierende Banken dies mittlerweile bei der Kreditvergabe berücksichtigen. In welchem Maß das zu Preisabschlägen führt, bleibt abzuwarten und wird wohl zudem auch von der Lage der Immobilie beeinflusst bleiben“, sagt Dörner.

Finanzierbarkeit von energetischen Sanierungen

Entscheidend sei beim Thema energetische Sanierung die Finanzierbarkeit. Hier bieten Bausparkassen wie etwa Wüstenrot Hauseigentümern bedarfsgerechte und zinsgünstige Finanzierungsbausteine. „In der jetzigen Situation muss eine Lösung sowohl für die Finanzierung des Kaufpreises als auch der Sanierungskosten gefunden werden. Daher sollten die Länder zeitnah prüfen, ob die bestehende Förderung ausreicht, um die Energiewende im privaten Wohngebäudebestand zu erreichen“, betont Dörner.

Weiterbildung und Digitalisierung bei WI im Fokus

Die Vermarktungszeiten sind inzwischen deutlich länger. Der Markt hat noch kein Gleichgewicht zwischen Nachfrage, Preisen und Abschlüssen gefunden. Seriöse Umsatzprognosen sind laut WI derzeit für das Gesamtjahr nicht möglich. Die WI erwartet allerdings bei der Nachfrage und den Preisen einen Anpassungsprozess an die geänderten Marktverhältnisse.

Kundenberatung wird komplexer

Unterm Strich ist laut WI festzuhalten, dass die erforderliche Professionalität und die Komplexität in der Kundenberatung weiter steigen. Die Beratungsstrecke bis zu einem Abschluss wird länger. (tk)

Bild: © zatevakhin – stock.adobe.com

 

Debeka übernimmt 90% von deutschem Gesundheitsnetzwerk

Die Debeka Krankenversicherung hat zum Jahresbeginn seine Anteile an der Wir sind Gesundheit GmbH auf 90% erhöht. Der Versicherer und das medizinische Netzwerk haben 2014 die PlusCard auf den Markt gebracht, eine bKV, die Arbeitnehmern Status auf Privatpatienten-Niveau gewährt.

Die Debeka Krankenversicherung hat zum Jahreswechsel ihre Anteile am übergreifenden medizinischen Netzwerk Wir sind Gesundheit GmbH von einem Drittel auf 90% erhöht. Dem Netzwerk gehören über 400 Partnerkliniken sowie mehr als 1.000 ambulante Partner an.

Debeka hatte im Sommer 2020 ein Drittel der Anteile des Netzwerks übernommen. Nun ist der Versicherer der größte Anteilseigner – die Asklepios Kliniken und die Helios Kliniken halten noch jeweils einen Anteil von 5%, meldet das Unternehmen.

PlusCard gewährt Mitarbeitern Privatpatienten-Status

Mit der sogenannten PlusCard brachten die Debeka und Wir sind Gesundheit 2014 eine betriebliche Krankenversicherung auf den Markt, die Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen und deren Familien Privatpatienten-Status in den Partnerkliniken des Netzwerks sowie allen deutschen Akutkliniken ermöglicht.

„Um die Mitarbeitergesundheit als Arbeitgeber im Blick zu behalten und sie zu steigern, ist die betriebliche Krankenversicherung für alle Arbeitnehmer hochattraktiv“, so Paul Stein, Vertriebsvorstand der Debeka. „Nicht zu unterschätzen ist zudem der Fakt, dass Mitarbeiter heute deutlich länger im Berufsleben stehen als früher. Umso wichtiger ist es für ein Unternehmen, auf die Gesundheit aller Mitarbeitenden zu achten, um im Krankheitsfall auch für sie da zu sein.“

Kürzlich konnte die Debeka mit Vonovia das erste DAX-Unternehmen für die PlusCard von Wir sind Gesundheit gewinnen. Der Versicherer sieht dies auch als Beleg für die wachsende Bedeutung der betrieblichen Krankenversicherung. (js)

Bild: © fidaolga – stock.adobe.com

 

Nachhaltiger Fondsmarkt trotzt dem schwierigen Umfeld

Trotz Ukraine-Krieg, Inflation und Zinswende ist der Markt für nachhaltige Kapitalanlagen 2022 weiter gewachsen. Diese Bilanz hat nun der Fondsverband BVI gezogen. Auch die ESG-Abfragepflicht oder die Umklassifizierungen bei Artikel-9-Fonds haben der Dynamik nichts anhaben können.

Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds mit deutlichen Kursverlusten bei Aktien und Anleihen (AssCompact berichtete: BVI: So lief 2022 für die Fondsbranche) ist das verwaltete Vermögen von Fonds mit Nachhaltigkeitsmerkmalen gemäß der EU-Offenlegungsverordnung im Jahr 2022 deutlich gewachsen. Das hat der deutsche Fondsverband BVI mitgeteilt. Demnach betrug das Fondsvermögen zum Jahresende 739 Mrd. Euro, was einem Anstieg von rund 12% im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Fast die Hälfte des Publikumsfondsvermögens besitzt Nachhaltigkeitsmerkmale

Über das Gesamtjahr hinweg betrachtet gab es laut BVI vor allem im ersten (+4,9%) und vierten (+6,1%) Quartal deutliche Zuwächse beim Fondsvermögen. Dagegen wurden im zweiten (–2,2%) und dritten Quartal (–3,4%) beeinflusst vom Beginn des Ukraine-Krieges sowie der kräftig anziehenden Inflation größere Vermögensabflüsse bei Publikumsfonds mit Nachhaltigkeitsmerkmalen registriert. Bei Fonds mit Nachhaltigkeitsmerkmalen entfallen laut BVI 135 Mrd. Euro auf Spezialfonds für institutionelle Investoren, bei denen die Anlagestrategie meist individuell zwischen Fondsgesellschaft und Anlegern ausgestaltet werden. Den Löwenanteil machen aber eindeutig Publikumsfonds mit einem Volumen von inzwischen über 600 Mrd. Euro aus. Damit entfallen 47% des gesamten Publikumsfondsvermögens auf Artikel-8/9-Produkte. Bei Einführung der Offenlegungsverordnung im März 2021 waren es noch 25%, erläuterte der BVI in einer Pressemitteilung.

Einführung der ESG-Abfragepflicht hatte kaum Folgen

Mit der Einführung der ESG-Abfragepflicht im Vertrieb von Versicherungsanlageprodukten im August 2022 haben sich die Rahmenbedingungen im Kleinanlegersegment nochmals markant verändert. Seitdem dürfen an Kunden mit Nachhaltigkeitspräferenzen nur noch Produkte vertrieben werden, die entweder die wichtigsten nachteiligen Auswirkungen auf bestimmte Nachhaltigkeitsziele (PAI) in der Anlagestrategie berücksichtigen oder einen Mindestanteil nachhaltiger Investitionen bzw. Investitionen im Sinne der EU-Taxonomie vorsehen, erinnert der BVI. Doch wegen fehlender verbindlicher Berechnungsmethoden sei unter anderem die Bestimmung der nachhaltigen Investitionen auf Fondsebene schwierig, merkt der BVI an. Für die Zusage von Taxonomiequoten sei z. B. die Datenlage in vielen Fällen noch nicht ausreichend. Allerdings hätten diese Unsicherheiten auf Basis der aktuellen Zahlen den Nettoabsatz bei Publikumsfonds kaum beeinträchtigt, resümiert man beim Fondsverband. So lag im Jahr 2022 das Neugeschäft bei Fonds mit Nachhaltigkeitsmerkmalen bei über 5 Mrd. Euro, während aus Fonds ohne Nachhaltigkeitsmerkmale im Jahresverlauf rund 9 Mrd. Euro abflossen.

Über 20% der Artikel-9-Fonds wurde im Jahresverlauf zurückgestuft

Aufhorchen ließen auch die Rückstufungen von Nachhaltigkeitsfonds der Produktgeber in der zweiten Jahreshälfte 2022. Diese Umklassifizierungen waren wegen der anhaltenden Unsicherheit über die Auslegung der EU-Regulierungen notwendig geworden. Allerdings ohne größere Folgen für den deutschen Fondsmarkt, wie der BVI mitteilte. „Zwar haben die Fondsgesellschaften im zweiten Halbjahr 2022 über 20% der vormals als Artikel-9-Fonds eingestuften Produkte (die zu mindestens einem Nachhaltigkeitsziel beitragen) zurückgestuft. Gleichzeitig wurden aber bei jedem zehnten zuvor als nicht nachhaltig klassifizierten Fonds Nachhaltigkeitsmerkmale aufgenommen“, schreibt der BVI in der Mitteilung. Insgesamt seien demnach in Deutschland nun rund 6.000 Publikumsfonds bzw. Anteilscheinklassen mit Nachhaltigkeitsmerkmalen verfügbar. (as)

Bild: © Vitalii Vodolazskyi – stock.adobe.com

 

MVP Insurgo mit neuem Tool auf Basis von ChatGPT

Insurgo hat ein neues Feature integriert: Die Maklersoftware bietet mit „Insurgo Assist“ ein auf KI basierendes Tool. Die Grundlage der neuen Funktion bildet der von OpenAI entwickelte Chatbot ChatGPT. Der Assistent soll den Arbeitsaufwand durch Text- und Kreativaufgaben verringern.

<p>Mit „Insurgo Assist“ bietet das Maklerverwaltungsprogramm Insurgo seinen Kunden ein neues Feature auf Basis von künstlicher Intelligenz (KI). Die Grundlage der neuen Funktion bildet der von OpenAI entwickelte Chatbot ChatGPT. Das Tool ermöglicht es, kreative Aufgaben, die bisher von Menschen erledigt werden mussten, weitgehend zu automatisieren. </p><p>So nimmt das Tool Versicherungsmaklern verschiedene Arbeiten ab. Wie das Unternehmen mitteilt, schreibt Insurgo Assit automatisch Verkaufstexte und Newsletter, erstellt Beiträge für alle Social-Media-Plattformen, behebt Rechtschreib- und Grammatikfehler in Texten und erstellt Tagesordnungspunkte für Meetings. Der KI-basierte Assistent übernimmt außerdem Antwortvorschläge für Kundenanliegen. Somit soll das Tool den Arbeitsaufwand für Makler verringern und Kapazitäten schaffen für Vertrieb und Kundenbetreuung.</p><h5>Über Insurgo</h5><p>Die in Berlin und Wiesbaden ansässige Insurgo GmbH entwickelt eine Softwareplattform für Maklerunternehmen. Geschäftsführer ist Yannick Leippold. Das cloudbasierte Maklerverwaltungsprogramm Insurgo bietet Vermittlern eine intuitive und moderne Lösung für die Verwaltung aller Daten. </p><p>Das Unternehmen konzentriert sich konsequent auf die Vernetzung von Maklern, Versicherern und Endkunden. Zur Stärkung der unternehmerischen Unabhängigkeit von Maklerbetrieben ist bei Insurgo der Versicherungsmakler stets der Inhaber der Daten. (tk)</p><p><i class="font-twelve-italic" >Bild: © SomYuZu – stock.adobe.com </i></p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/1D5C3CB5-FF5E-40CB-90C1-3314C3C2805C"></div>

 

Dialog strukturiert Vertrieb neu

Die Dialog, Maklerversicherer der Generali, hat ihren Vertrieb zu Beginn des Jahres neu aufgestellt. Der Versicherer reagiert damit auf den sich in Richtung Verbünde und Pools verschiebenden Maklermarkt und die schnell fortschreitende Digitalisierung.

Die Dialog, Maklerversicherer der Generali in Deutschland, hat das Jahr 2023 mit einem neu strukturierten Vertrieb begonnen. Der Maklermarkt bewege sich stetig in Richtung Verbünde und Pools. Auch führe die zunehmende Digitalisierung zu einem dynamischeren Markt. Aus diesen Gründen habe man den Vertrieb diesen Verhältnissen angepasst, ließ der Versicherer in einer Pressemitteilung verlauten. Hinzu komme eine gestiegene Erwartungshaltung der unabhängigen Vermittler in Bezug auf Betreuungskompetenzen, optimierte Prozesse und Reaktionszeit der Versicherer.

Fünf Direktoren an der Spitze

Mit der Neuorientierung habe man, so die Dialog, drei strategische Maßnahmen umgesetzt: Die Einführung eines zielgruppenorientierten Betreuungskonzepts mit bedarfsgerechten Inhalten, die Priorisierung der Vertriebspartner innerhalb der Betreuungscluster sowie die Optimierung der Zusammenarbeit von Vertrieb und Service.

Fünf Direktoren stehen an der Spitze der neuen Vertriebsorganisation:

  • Daniela Egensperger, Vertriebsdirektion Pools, Verbünde und digitale Plattformen
  • Hans-Joachim Käser, Vertriebsdirektion Makler Komposit
  • Markus Pfanzelt, Vertriebsdirektion Makler Leben
  • Susanne Auerbach-Brachmann, Vertriebsdirektion Broker Experts, sowie
  • Stephan Visel, Vertriebsdirektion Vertriebe

Dazu kommen Business Development Manager Axel Schröder für Komposit und Ines Arrodi für Leben, die das Direktorenteam unterstützen. (js)

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