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4006

Assekuranz Leben allgemein

Das hat das Börsenjahr 2021 für Indexpolicen mit sich gebracht

Attraktive Renditen an den Aktienmärkten bedeuten positive Aussichten für die Gutschriften bei Indexpolicen, auch wenn die Beteiligung mit Cap oder Quote die Performance limitiert. Das stellt Assekurata beim Blick auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der speziellen LV-Produkte mit klassischem Kern und Beteiligung an der Börsenentwicklung fest, die es seit mehr als zehn Jahren am Markt gibt.

<p>Zum siebten Mal in Folge hat die Kölner Rating-Agentur Assekurata im Rahmen ihrer aktuellen Marktstudie zu Überschussbeteiligungen und Garantien in der Lebensversicherung auch das Produktsegment der Indexpolicen durchleuchtet. 13 Anbieter, deren Marktanteil insgesamt 44,48% ausmacht, haben dafür ausführliche Informationen abgegeben.</p><h5>Beteiligung an Börsenentwicklung und klassischer Kern</h5><p>„Indexpolicen reihen sich zwischen konventioneller und fondsgebundener Lebensversicherung ein, enthalten durch die Bindung an den Deckungsstock aber einen klassischen Kern“, erklärt Lars Heermann, Bereichsleiter Analyse und Bewertung bei der Assekurata Assekuranz Rating-Agentur. „Durch ihren speziellen Beteiligungsmechanismus an einem Index sind sie nicht mit Fondspolicen vergleichbar, bieten den Kunden dafür aber in Verlustphasen einen Kapitalerhalt.“</p><h5>Auch hier: Rückläufiges Garantieniveau wegen Höchstrechnungszinssenkung</h5><p>Die Höhe des tariflich garantierten Kapitals falle jedoch je nach Anbieter zunehmend geringer aus, so die Assekurata-Analysten. Der zu Jahresbeginn auf 0,25% abgesenkte Höchstrechnungszins hat nämlich auch bei Indexpolicen zu einem rückläufigen Garantieniveau geführt. Um die Kapitaleffizienz zu steigern, verzichteten inzwischen alle im Rahmen der aktuellen Marktstudie untersuchten Tarife auf eine vollständige Garantie der eingezahlten Beiträge, ´so die Feststellung von Assekurata. „Meistens wird jedoch noch ein Anteil von etwa 90% der Bruttobeiträge garantiert“, ergänzt Lars Heermann.</p><h5>Renditegutschrift: Cap und Quote ...</h5><p>Gespeist wird die Indexbeteiligung aus den Überschüssen eines Lebensversicherers, wobei für die jährliche Renditegutschrift tarifindividuelle Limite berücksichtigt werden. Mit dem Cap (Deckel) und der Quote haben sich hierfür zwei verschiedene Formen am Markt herausgebildet. Während der Cap die Aufschwungphasen an einer bestimmten Schwelle abschneidet, sieht die Quote nur eine anteilige Beteiligung an der monatlichen oder jährlichen Indexentwicklung vor. Cap und Quote haben bei allen Tarifen eine Gültigkeitsdauer von einem Jahr (Indexjahr) und können von den Anbietern dann individuell neu festgelegt werden. Ihre Höhe hängt insbesondere davon ab, wie viel Überschussbeteiligung der Versicherer deklariert.</p><h5>... fallen geringer aus als im Vorjahr</h5><p>Mit Blick auf die aktuelle Deklaration zeigt sich in der Assekurata-Studie eine im Vorjahresvergleich stabile laufende Verzinsung von durchschnittlich 2,49% (Vorjahr: 2,48%), wobei der niedrigste beobachtete Wert bei 1,46% liegt, der höchste bei 3,10%. Trotz stabiler Überschussbeteiligungen fallen die Caps und Quoten der Marktstudie zufolge aktuell jedoch geringer aus als im Vorjahr. „Hohe Überschussdeklarationen von Indexpolicen sind für den Kunden positiv, zugleich aber auch zwingend notwendig, um trotz Cap oder Quote eine attraktive Renditechance zu erhalten“, gibt Lars Heermann in diesem Zusammenhang zu bedenken. </p><!--text-long-pagebreak--><!--sub-title||Positive Renditegutschriften besonders im zweiten Halbjahr 2021--><h5>Positive Renditegutschriften besonders im zweiten Halbjahr 2021</h5><p>Unabhängig von der Wahl des Indizes haben die meisten Indexpolicen im vergangenen Börsenjahr laut Assekurata eine ansehnliche Rendite erwirtschaftet. Nachdem die Aktienmärkte sich bereits 2020 von dem Einbruch durch die Covid-19-Pandemie erholt hatten, führte sich diese Entwicklung 2021 überwiegend fort. Neue Virusvarianten sowie der Anstieg der Inflationsraten zeigten zwar kurzfristige Unsicherheiten, konnten die Aufwärtsrallye aber nicht nachhaltig stoppen. Unter dem Strich zahlte sich dies der Marktstudie zufolge auch für die untersuchten Indexpolicen aus, die besonders im zweiten Halbjahr positive Renditegutschriften verbuchten. Häufig lagen diese im mittleren und hohen einstelligen Prozentbereich, betrugen im Einzelfall allerdings sogar über 10%. </p><p>Derart hohe Gutschriften seien in den vergangenen Jahren eher die Ausnahme gewesen, blickt Lars Heermann zurück. „Über alle Tarife und Indexstichtage lag die durchschnittliche Rendite aber immerhin bei gut 3%.“ Damit rentierten laut Marktstudie die Indexpolicen höher als die Verträge aus der Klassik und der Neuen Klassik, wobei es je nach Tarif, Index und Stichtag große Unterschiede gebe. </p><p class="zoombild" > <div class="zoomImage"><a href="https://www.asscompact.de/sites/asscompact.de/files/styles/zoom_large/p…; rel="prettyPhoto" title=""><img alt="Das hat das Börsenjahr 2021 für Indexpolicen mit sich gebracht" height="88" src="https://www.asscompact.de/sites/asscompact.de/files/styles/zoom/public/…; typeof="Image" width="200" /><img class="zoomIcon" src="/sites/asscompact.de/themes/asscompact/gfx/zoom_icon.png" width="54"></a></div></p><p>Während sich in früheren Studien positive Renditen und Nullrenditen etwa die Waage gehalten hätten, verlagere sich die Häufigkeitsverteilung durch das gute Indexjahr 2021 etwas in den positiven Bereich, so die Assekurata-Analysten. Welche Renditen Indexpolicen seit der erstmaligen genauen Betrachtung in einer Assekurata-Marktstudie (2014) erzielt haben, verdeutlicht die Häufigkeitsverteilung in der nebenstehenden Tabelle.</p><h5>Stetige Produktweiterentwicklung, Nachhaltigkeit im Blick </h5><p>Eingeführt wurden die ersten Indexpolicen bereits vor mehr als zehn Jahren, und seither haben sie eine stetige Weiterentwicklung erfahren. Die Assekurata-Analysten weisen darauf hin, dass die Produkte den Kunden inzwischen vielfältige Auswahloptionen böten. So hätten einzelne Anbieter in ihren Tarifen die Option implementiert, größere Sparbeiträge bzw. bereits erzielte Gewinne aus dem Vertragsguthaben zugunsten einer höheren Renditechance einzusetzen, wobei sich bei ungünstiger Indexentwicklung das Guthaben jedoch dann um den eingesetzten Teil verringern könne. </p><p>Auch werde die Auswahl an Indizes vielseitiger. „Häufig werden diese mit individuellen Anlagekonzepten ausgestattet, die beispielsweise verschiedene Asset-Klassen abbilden oder volatilitätsgesteuert sind“, sagt Lars Heermann. Und natürlich finde zunehmend auch das Thema Nachhaltigkeit in Indexpolicen Berücksichtigung: Mehrere Tarife böten ihren Kunden bereits Indexanlagen mit spezifischen ESG-Merkmalen an. (ad)</p><p>Lesen Sie auch: <a href="https://www.asscompact.de/nachrichten/assekurata-marktstudie-rechnungsz…; target="_blank" >Assekurata-Marktstudie: Rechnungszins runter, Inflation rauf</a></p><p><a href="https://www.asscompact.de/nachrichten/lebensversicherung-so-steht-es-um…; target="_blank" >Lebensversicherung: So steht es um Überschussbeteiligungen und Garantien</a></p><p><i class="font-twelve-italic" >Bild: © fotomek – stock.adobe.com</i></p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/7E3F3D28-503A-4425-A50C-5F7CECB50D60"></div>

 

Neue Risikolebensversicherung von LV 1871

Die LV 1871 launcht eine neue Risikolebensversicherung. Den Kunden stehen drei Stufen zur Auswahl. Der Familienschutz im Premium-Tarif bietet eine Kinder-Soforthilfe.

Die LV 1871 bietet eine neue Risikolebensversicherung mit drei Absicherungsstufen an. Gewählt werden kann der Basis-, Comfort- oder Premium-Schutz. Alle Tarife können mit gleichbleibender Versicherungssumme oder als Risikolebensversicherung mit gleichmäßig fallender Versicherungssumme abgeschlossen werden.

Basis-Schutz

Beim Basis-Schutz gibt es eine Nachversicherungsgarantie zur Erhöhung des Versicherungsschutzes. Dies ist ohne erneute Risikoprüfung während der Vertragslaufzeit möglich.

Comfort-Schutz

Im Comfort-Tarif kann im Rahmen der ereignisabhängigen Nachversicherung die Versicherungssumme verdreifacht werden. Darunter fallen z. B. Hausbau, Heirat oder Geburt von Kindern.

Premium-Schutz

Der Premium-Schutz umfasst die Leistungen des Basis- und Comfort-Tarifs. Zudem enthält er einen umfangreichen Schutz für junge Familien und eine Kapitalleistung für den Fall der Pflegebedürftigkeit. Durch die Kinder-Soforthilfe beim Familienschutz erfolgt bei schwerer Erkrankung eines Kindes der versicherten Person finanzielle Unterstützung.

Wechsel in höhere Absicherungsstufen möglich

Kunden können nachträglich und innerhalb der ersten fünf Jahre nach Versicherungsbeginn ohne erneute Risikoprüfung vom Basis- in den Comfort- oder Premium-Tarif sowie vom Comfort- in den Premium-Tarif wechseln. (lg)

Bild: © pingpao – stock.adobe.com

 

Wann ist ein Versicherungsprodukt nachhaltig?

In der Versicherungswirtschaft redet alles von Nachhaltigkeit. Es ist aber auch das große Warten auf klare Vorgaben. In der Beratung zieht die Nachfrage nach nachhaltigen Produkten an, heißt es. Aber was gilt als nachhaltiges Produkt?

<p>Nachhaltige Versicherungsprodukte sind im Trend – zumindest aus Sicht der Versicherer. Kaum eine Altersvorsorge-Police kommt mehr ohne eine grüne Tarifvariante aus. Zahlreiche neue Angebote oder Erweiterungen werden am Markt lanciert. Doch nehmen die Kunden die Produkte an? Ja, sagt Ralf Berndt, Vorstand der Stuttgarter. Die Nachfrage steige und Kunden würden sich bei Rentenversicherungen immer öfter für die grüne Variante entscheiden, so der Vertriebsmanager kürzlich bei einer Diskussion der Versicherungsforen Leipzig. </p><p>Doch woran können Versicherungsmakler und Kunden eigentlich festmachen, was ein nachhaltiges Produkt ist? In der Lebensversicherung ist dies in der Regel anhand der Kapitalanlage möglich. So kann sich der Kunde beispielsweise in einer fondsgebundenen Police für einen nachhaltigen Fonds entscheiden. Wandert das Geld allerdings später in der Vertragslaufzeit in den sicheren Deckungsstock, ist die Sache schon nicht mehr so eindeutig. </p><p>„Wir sind dunkelgrün“, erklärt in dem Zusammenhang Uwe Mahrt, Geschäftsführer von Pangaea Life, ebenfalls Teilnehmer der Versicherungsforen-Veranstaltung. Bei der nachhaltigen Marke der Bayerischen fließt die Kapitalanlage in klimafreundliche Sachwertfonds. Innerhalb der Gruppe werde das Vorsorgeprodukt mittlerweile nach der BU-Versicherung am zweithäufigsten verkauft, so Mahrt.</p><h5>Wie ist es bei Sachversicherungen?</h5><p>Doch wie sieht es bei Sachversicherungen aus? Antworten darauf sucht unter anderem die aktuarielle Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss. Sie geht davon aus, dass mit Festlegung der EU-Taxonomie der Weg frei wird, um in den Sparten Hausrat und Wohngebäude nachhaltige Produkte zu gestalten. Sind dies doch Bereiche, die direkt vom Klimawandel und von steigenden Schäden betroffen sind. </p><p>Zunächst geht es den Aktuaren darum, mit neuen Modellen Risiken besser erkennen und steuern zu können und diese in die Produktgestaltung einfließen zu lassen. Das sogenannte Standardmodell reicht in Zukunft nicht mehr aus, so die Aktuare kürzlich bei einem Pressegespräch. </p><p>Darüber hinaus lässt sich Nachhaltigkeit in Produkten aber auch an verschiedenen Parametern festmachen. Etwa anhand von Mehrleistungen beim Schadenersatz, Preisnachlässen oder Spenden bei Vertragsabschluss. Genügend Ideen gibt es auch diesbezüglich von den Mathematikern. </p><h5>Wer klassifiziert ein Produkt als nachhaltig?</h5><p>Unsicherheiten bleiben aber trotzdem weiterhin. Zum Beispiel ist bisher nicht bekannt, welche Stelle künftig – also nach Vorliegen der finalen EU-Taxonomie – ein Produkt als nachhaltig klassifizieren wird. Unbeantwortet ist auch die Frage, was mit Produkten ist, die bis dorthin als nachhaltig verkauft wurden oder noch werden. Die Zeit drängt bei der nachhaltigen Regulierung. Es braucht dringend Definitionen und Klarheit, damit das Vertrauen der Kunden – und auch Vermittler – nicht verloren geht. (bh)</p><p><i class="font-twelve-italic" >Bild: © Worawut – stock.adobe.com</i></p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/24E696CF-516B-4BB4-8C92-C34432FD43C9"></div>

 

SIGNAL IDUNA richtet Fondspolice SI Global Garant Invest nachhaltig aus

Die neu gegründete SIGNAL IDUNA Lebensversicherung AG ist zum Jahresbeginn mit der überarbeiteten Fondspolice SIGNAL IDUNA Global Garant Invest gestartet. Neu ist insbesondere ihre nachhaltige Ausrichtung über die gesamte Vertragslaufzeit.

Anfang Dezember vergangenen Jahres hat die SIGNAL IDUNA die Ausgründung eines nachhaltigen Versicherers namens SIGNAL IDUNA Lebensversicherung AG bekannt gegeben (AssCompact berichtete). Zum Start des Neugeschäfts am 01.01.2022 hat der nachhaltige Versicherer nun seine Fondspolice SIGNAL IDUNA Global Garant Invest (SIGGI) vollständig hinsichtlich einer nachhaltigen Ausrichtung überarbeitet.

Fondspolice für private und betriebliche Altersvorsorge

Mit der modernisierten Fondspolice SIGGI wird nun ein nachhaltig ausgerichtetes Vorsorgeprodukt angeboten – sowohl für die private als auch für die betriebliche Altersversorgung. SIGGI ist über die gesamte Vertragslaufzeit nachhaltig ausgerichtet, also in der Anspar- und Rentenphase. Alle drei Anlagetöpfe, in die die Sparbeitrage der Kunden investiert werden, sind nachhaltig gestaltet: das Sicherungsvermögen, die SIGNAL-IDUNA-eigenen Spezialfonds sowie die freien Fonds.

Kriterien der Fondsauswahl

Bei der Fondsauswahl wird unter anderem auf die Selbstverpflichtung der jeweiligen Kapitalverwaltungsgesellschaft auf die international anerkannten sechs Prinzipien für verantwortliches Investieren geachtet (UN PRI). Zurzeit sind rund zwei Drittel der freien Fonds nachhaltig ausgerichtet. Mit dem Relaunch von SIGGI wurde auch die Anzahl kostengünstiger ETFs erhöht, die bei Altersvorsorge-Sparern sehr beliebt sind.

Flexible Beitragsgarantie

Versicherte können zukünftig in der privaten Altersvorsorge ein Garantieniveau zwischen 0 und 80% wählen, abhängig vom eigenen Sicherheitsbedürfnis. In der betrieblichen Altersversorgung wird ein festes Garantieniveau von 80 oder 90% angeboten – je nach gewähltem Produkt. Durch die neuen Garantiemodelle können mehr Beitragsanteile in chancenreiche Anlagen investiert und somit verbesserte Leistungen für die Kunden erreicht werden.

Überarbeitete Zusatzbausteine

Neben der Beitragsgarantie geben die überarbeiteten Zusatzbausteine „Sicherheit+“ und „Ablaufmanagement+“ weitere Sicherheit. Beide Sicherheitsmechanismen sind eng miteinander verzahnt und sorgen dafür, dass Schwankungen des Kapitalmarktes abgefedert und aufgelaufene Ertrage gesichert werden. Nach einem festgelegten Stufenplan prüft „Sicherheit+“ jeden Monat automatisch, ob das anfängliche Garantieniveau erhöht werden kann. Zum Ende der Ansparphase kommt das Ablaufmanagement zum Tragen. Das angesparte Kapital wird aus der freien Fondsanlage in einen risikoärmeren Fonds umgeschichtet. In den letzten Jahren der Vertragslaufzeit wird die Garantie jährlich nach und nach auf das maximal mögliche Niveau angehoben. (as)

Bild: © Friedberg – stock.adobe.com

 

Estably kombiniert Value Investing-Ansatz mit privater Altersvorsorge

Value Investing gilt als erfolgsversprechender Investmentansatz, verursacht aber hohe Kosten. Der digitale Vermögensverwalter Estably bietet nun für die private Altersvorsorge mittels digitaler Optimierung eine Value Investing-Möglichkeit für Kleinanleger.

<p>Der ursprünglich von Warren Buffet geprägte Value Investing-Ansatz gilt als erfolgsversprechende Anlagestrategie auf den internationalen Kapitalmärkten. Allerdings verursacht dieses Investmentmodell infolge einer Fundamentalanalyse potentieller Wertpapiere hohe Kosten, sodass gerade institutionelle Großinvestoren und transnationale Unternehmen von diesem renditeträchtigen Ansatz profitieren. Der digitale Vermögensverwalter Estably mit Sitz in Lichtenstein hat nun mittels digitaler Optimierung eine Value Investing-Möglichkeit für Kleinanleger im Bereich der Altersvorsorge im Markt geschaffen.</p><h5>Private Altersvorsorge bereits ab 50 Euro möglich</h5><p>Damit Kleinanleger an den Chancen des Value Investing-Ansatzes teilhaben können, hat Estably einen entsprechenden Robo-Advisor entwickelt. Diese Digitalisierung der Anlagestrategie trägt zur einer Automatisierung der Anlageempfehlungen bei, mit der Folge, dass die Kosten des Investments deutlich sinken. Durch Kooperationen zwischen Estably und Versicherern kann nun bereits ab einem kleinen Sparbetrag in die private Altersvorsorge durch Value Investing eingestiegen werden. „Durch unsere Versicherungslösungen ist es möglich, unsere performancestarken Portfolios bereits ab 50 Euro monatlich zur privaten Wohlstandsvorsorge anzusparen, und das zu weitaus günstigeren Kosten als bei anderen fondsgebundenen Versicherungen,“ erläutert Andreas Wagner, Geschäftsführer und Partner des Vermögensverwalters Estably, den Investmentansatz und erklärt weiter: „Die langfristig ausgelegte Value Investing-Strategie eignet sich hervorragend, um für die private Altersvorsorge zu sparen. Durch den weiten Investmenthorizont verringert sich das Risiko der Aktienanlagen, während die Anleger von einem massiven Zinseszinseffekt profitieren können.“ Die private Altersvorsorge mit Estably ist für Menschen aus Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz möglich. (as) </p><p><i class="font-twelve-italic" >Bild: © magele-picture – stock.adobe.com</i></p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/4FACA1DE-50DD-4B85-B3A2-EA8E8B515C76"></div>

 

IDD: So lautet das Zwischenfazit der EIOPA

Die europäische Aufsichtsbehörde EIOPA hat ein Zwischenfazit zur 2018 eingeführten Versicherungsvertriebsrichtlinie IDD gezogen. Ein abschließendes Urteil wird aufgrund zahlreicher Sondereffekte zwar erst in Zukunft möglich sein. Jedoch lässt sich auch aus dem Zwischenbericht bereits einiges ablesen.

Die EU-Versicherungsvertriebsrichtlinie (IDD) ist seit dem 01.10.2018 in Kraft und wurde im Dezember desselben Jahres durch die Versicherungsvermittlungsverordnung (VersVermV) in deutsches Recht umgesetzt. Nun hat die Europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung (EIOPA) gut drei Jahre nach Einführung der IDD ein Zwischenfazit gezogen.

Sonderfaktoren verzerren das Bild

Belastbare Schlussfolgerungen können aus diesem Zwischenbericht jedoch noch nicht gezogen werden, merkt die EIOPA selbst an. Das liege einerseits daran, dass zahlreiche Sonderfaktoren (Covid-19-Pandemie, Digitalisierung etc.) das Bild in den vergangenen Jahren verfälscht hätten. Andererseits erschwerten auch lückenhafte Daten der Mitgliedsländer und der relativ kurze Anwendungszeitraum der IDD eine abschließende Bewertung der Maßnahmen.

Nächster Bericht in zwei Jahren

Aus diesem Grund plant die EIOPA auch, in zwei Jahren einen weiteren Bericht über die Anwendung der IDD zu veröffentlichen und auf diese Weise die EU-Kommission bei ihrer zukünftigen Überprüfung der Richtlinie zu unterstützen.

Harmonisierung geht nicht voran

In einigen Punkten liefert jedoch auch das Zwischenfazit bereits erste handfeste Erkenntnisse. Zum einen trifft das auf die Veränderungen am EU-Versicherungsvertriebsmarkt zu – bzw. die mangelnden Veränderungen. Denn trotz der Harmonisierungsbemühungen, die durch die IDD erfolgt seien, konstatiert die EIOPA weiterhin einen stark fragmentierten Markt. Immer noch existiere eine Vielfalt an nationalen Vertriebskanälen, Registrierungsanforderungen und Melderegelungen unter den EU-Mitgliedsländern. Auch das mache Aussagen darüber schwierig, wie sehr die IDD die Situation der Verbraucher im EU-Binnenmarkt verändert habe.

Vermittlerschwund

EU-weit sei auch die Zahl der registrierten Vermittler im Betrachtungszeitraum 2016 bis 2020 weiter zurückgegangen. Das habe verschiedene Ursachen wie eine Konsolidierung am Markt, das zunehmende durchschnittliche Alter der Vermittler, strengere Berufsanforderungen auf nationaler Ebene sowie die Streichung inaktiver Vermittler aus den Registern der Mitgliedsstaaten.

Online- und Bankvertrieb steigern Relevanz

Bei der Analyse der verschiedenen Vertriebskanäle ist festzuhalten, dass im Jahr 2020 die Bancassurance eine wichtige Rolle bei der Vermittlung von Lebensversicherungen spielte. Anderen Vermittlern – und dabei hauptsächlich Handelsvertretern – wiederum komme den Auswertungen von EIOPA zufolge eine große Bedeutung in der Sachversicherung zu. Der Online-Vertrieb von Versicherungslösungen hatte bereits 2020 angezogen und dürfte durch die Covid-19-Pandemie noch einen zusätzlichen Aufschwung erfahren haben.

Beratungsqualität

Auch bei den Auswirkungen der IDD auf die Qualität von Beratung und Verkaufsmethoden vermeldet die EIOPA einige Erkenntnisse. Während einige Berufsverbände die Auswirkungen der IDD im Allgemeinen lobten, verwiesen Verbraucherverbände auf zahlreiche problematische Praktiken beim Versicherungsvertrieb – insbesondere bei der Vermittlung von fondsgebundenen Lebensversicherungen sowie Restschuldversicherungen.

Aufsichtsbehörden ziehen gemischtes Fazit

Die nationalen Aufsichtsbehörden wiederum zeichneten laut EIOPA ein gemischtes Zwischenfazit im Hinblick auf die IDD-Umsetzung. In den meisten Mitgliedsstaaten gingen die Behörden davon aus, dass sich die Bedingungen im Versicherungsvertrieb für Verbraucher durch die Umsetzung der IDD verbessert hätten. Die Aufsichtsbehörden einiger Mitgliedsstaaten erachteten die Bedarfsprüfung jedoch manchmal als zu formalistisch – oder faktisch nicht-existent. Kunden würden teilweise dazu gedrängt, einfach ein Kästchen anzukreuzen, durch das bestätigt werde, dass der gewählte Vertrag den Anforderungen und Bedürfnissen des Kunden entspreche. Dieser Missstand sei insbesondere im Online-Vertrieb zu beobachten.

Beratung von Versicherungsanlageprodukten

Mängel bei der Kompetenz und Ausbildung von Versicherungsvermittlern erkennt die EIOPA insbesondere in Hinsicht auf für die Verbraucher schwierig zu verstehende Versicherungsanlageprodukte. Doch auch im Bereich Produktinnovation, Digitalisierung und Nachhaltigkeit sieht die Aufsichtsbehörde Nachholbedarf bei den Vermittlern – gerade unter Berücksichtigung des absehbaren Bedeutungszuwachses der Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung in den kommenden Jahren.

Papierkrieg verunsichert Kunden

Des Weiteren gesteht die EIOPA auch ein, dass die Informationsanforderungen der EU-Gesetzgebung zu zahlreichen Überschneidungen führten. Das habe zum Ergebnis, dass die Verbraucher beim Abschluss einer Versicherungspolice eine Menge und Vielfalt an Unterlagen erhielten, die zur Verwirrung und Überlastung des Kunden führen könnten.

Cross-Selling in der Kritik

Der Bericht behandelt des Weiteren unter anderem die Überlastung der Aufsichtsbehörden einzelner EU-Mitgliedsstaaten, deren mangelnde Datenverfügbarkeit sowie die verbesserungswürdige grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen den nationalen Aufsichtsbehörden. Außerdem problematisiert EIOPA in dem Bericht das sogenannte Cross-Selling von Finanzprodukten. Die Bündelung von verschiedenen Finanzprodukten und das damit häufig einhergehende aggressive Verkaufsgebaren sei von Verbraucherverbänden bereits vielfach angeprangert worden. (tku)

Bild: © yurolaitsalbert – stock.adobe.com

 

Überschussbeteiligung 2022: So deklarieren Alte Leipziger, HanseMerkur, Bayerische und Swiss Life

Im November und Dezember deklarieren die Lebensversicherer jeweils ihre Überschussbeteiligung für das nächste Jahr. Manche Versicherer halten die Verzinsung auch in herausfordernden Zeiten stabil, andere passen an.

Die Alte Leipziger Lebensversicherung hat vor dem Hintergrund der Niedrigzinsen die laufende Verzinsung für 2022 im Neugeschäft nach unten angepasst.

Die laufende Verzinsung, das heißt die Summe aus garantierter Verzinsung und laufender Überschussbeteiligung, beträgt künftig 2,10% (2021: 2,35%) für Neuabschlüsse der Rentenversicherungen AL_RENTEFlex und AL_RENTEKlassikPur. Die Gesamtverzinsung, die neben der laufenden Verzinsung auch Schlussüberschuss- und Sockelbeteiligungen umfasst, liegt 2022 bei 2,40% (2021: 2,65%).

Beitragsstabilität bei Berufsunfähigkeits- und Risikoversicherungen

Auch 2022 bietet die Alte Leipziger Lebensversicherung eine unveränderte Überschussbeteiligung bei Berufsunfähigkeits- und Risikoversicherungen. Damit bleiben die Beiträge bei Verrechnung des Überschusses mit dem Beitrag weiterhin stabil.

die Bayerische hält Vorjahresniveau

Die beiden Lebensversicherer der Unternehmensgruppe die Bayerische halten die Gesamtverzinsung 2022 auf Vorjahresniveau. 

Die Gesamtverzinsung der operativen Lebensversicherungs-Tochter BL die Bayerische Lebensversicherung AG beträgt bis zu 3,05%. Die laufende Verzinsung beträgt 2,5%.

Auch die Gesamtverzinsung der Muttergesellschaft Bayerische Beamten Lebensversicherung a.G. beträgt bis zu 3,05%. Auch hier liegt die laufende Verzinsung bei 2,5%.

Kapitalanlagen-Nettoverzinsung

Die Solidität und Finanzstärke der Versicherungsgruppe die Bayerische unterstreichen zahlreiche aktuelle Ratings aus dem Jahr 2021. Die BL die Bayerische Lebensversicherung AG erwirtschaftet voraussichtlich eine Nettoverzinsung von über 5% und die Bayerische Beamten Lebensversicherung a.G. von rund 4,5%.

Swiss Life zum siebten Mal ohne Änderungen

Die Swiss Life AG, Niederlassung für Deutschland, hält die Überschussbeteiligung für die Policen ihrer Kunden weiterhin stabil. Die laufende Verzinsung, auch für das Neugeschäft, bleibt 2022 bei 2,25%. Die Gesamtverzinsung inklusive Schlussüberschussbeteiligung und Beteiligung an den Bewertungsreserven liegt damit unverändert bei 2,55%

Kontinuität und Solidität

Swiss Life zeigt damit Kontinuität: Sie kann die laufende Verzinsung bereits zum siebten Mal in Folge stabil halten. „Seit 2016 liegt die Gesamtverzinsung gleichbleibend bei 2,55%. Auch für die laufenden Altersrenten bleibt die Überschussbeteiligung stabil. Das zeigt eindrücklich, wie verantwortungsvoll wir unsere Überschusspolitik betreiben und gerade in Zeiten niedrigster Zinsen dazu beitragen, unsere Kundinnen und Kunden bei der Vorsorge für ein selbstbestimmtes Leben zu unterstützen“, sagt Daniel von Borries, Chief Financial Officer von Swiss Life Deutschland.

Die Solvency-II-Zahlen per Ende 2020 zeigen die Solidität: Die Bedeckungsquote ohne Übergangsmaßnahmen liegt bei 374% und mit Übergangsmaßnahmen bei 681%.

HanseMerkur hält stabil, Änderung bei „Neue Klassik“

Die HanseMerkur Lebensversicherung AG hält sämtliche geltenden Überschusssätze für klassische Rentenversicherungen stabil und weist für 2022 eine laufende Verzinsung der Sparanteile von 2,0% aus. Damit bleibt bei der HanseMerkur die laufende Verzinsung im vierten Jahr in Folge auf konstantem Niveau.

Darüber hinaus erhalten die Kunden einen Schlussüberschuss, und ihnen wird die Beteiligung an den Bewertungsreserven gutgeschrieben. Daher liegt die Gesamtverzinsung der Verträge bei 2,1%. Beim Sparplan gegen Einmalbeitrag beträgt die laufende Verzinsung 1,25% und der Gesamtzins 1,35%.

Weitestgehend unverändert bleiben auch die Risikoüberschüsse in den Risikolebens- und Berufsunfähigkeitsversicherungen sowie beim Sterbegeld.

Neue Klassik

Bei den Tarifen der Rentenversicherungen mit endfälliger Garantie (auch bekannt als Neue Klassik) beträgt die laufende Verzinsung für Neuabschlüsse im nächsten Jahr 2,0% (2021: 2,2%). Aufgrund der durch den Gesetzgeber zum 01.01.2022 beschlossenen Senkung des Höchstrechnungszinses von 0,9% auf 0,25% entfällt der bisherige Zinsaufschlag von 0,2 Prozentpunkten gegenüber der klassischen Rentenversicherung, teilt der Versicherer mit. Einschließlich des Schlussüberschusses ergibt sich hier ein Gesamtzins von 2,1% (2021: 2,3%). (bh)

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Überschussbeteiligung 2022: So deklarieren Condor, R+V, Inter und Axa

Bild: © Pcess609 – stock.adobe.com

 

Überschussbeteiligung 2022: So deklarieren Condor, R+V, Inter und Axa

Im November und Dezember deklarieren die Lebensversicherer jeweils ihre Überschussbeteiligung für das nächste Jahr. Manche Versicherer halten die Verzinsung auch in herausfordernden Zeiten stabil, andere passen an.

Die Condor Lebensversicherungs-AG hat die Verzinsung für das Jahr 2022 festgelegt. Für Kunden, die eine Klassik-Rente abgeschlossen haben, liegt diese im kommenden Jahr bei 1,80% (Vorjahr: 2,00%) mit einer laufenden Verzinsung inklusive Rechnungszins von 1,55% (Vorjahr: 1,75%). Die Gesamtverzinsung enthält neben der laufenden Verzinsung die Schlussüberschussbeteiligung sowie die Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven.

Klassik nicht mehr im Fokus

Die Condor verweist in dem Zusammenhang darauf, dass der vertriebliche Fokus des Maklerversicherers vor allem auf fondsgebundenen Rentenversicherungen (FRV) als Einmalbeitragsgeschäft liegt. Dabei bietet Condor zahlreiche Anlagestrategien sowie rund 100 Einzelfonds zur Auswahl an. Weitere vertriebliche Schwerpunkte der Condor sind die betriebliche Altersversorgung (bAV), das Netto- und Honorargeschäft sowie Produkte zur finanziellen Absicherung gegen biometrische Risiken, beispielsweise Berufsunfähigkeit (BU).

R+V-Versicherung passt an

Die R+V Lebensversicherung AG bietet im Jahr 2022 im Neugeschäft eine Gesamtverzinsung von 2,0% für das sichere Kapital der Safe+Smart-Produktfamilie. 2001 lag der Wert bei 2,05%.

Starkes Wachstum und Ausweitung von Safe+Smart

Laut Unternehmensausgaben verzeichnete die Safe+Smart-Produktfamilie im Jahr 2021 ein rasantes Wachstum auf fast 640 Mio. Euro Neubeitrag, ein Plus von 197% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das investierte Geld teilt sich auf in sicher angelegtes Kapital sowie in Chancen-Kapital, mit dem der Kunde an den Entwicklungen des Kapitalmarkts partizipiert.

Seit April können Kunden ihr Geld in der R+V-AnsparKombi Safe+Smart auch gegen laufende Beitragszahlung anlegen. Neben den Angeboten in der privaten Altersvorsorge bietet die R+V zudem seit Sommer 2021 mit der R+V-FirmenRente Safe+Smart auch eine Direktversicherung nach Safe+Smart-Prinzip in der bAV an.

INTER erhöht bei Einmalanlagen

Die INTER Lebensversicherung AG hält die laufende Gesamtverzinsung im Jahr 2022 stabil. Für Neu- und Bestandskunden liegt sie weiterhin bei 2,00% und für Einmalanlagen jetzt bei 1,75% (Vorjahr 1,50%). Hinzu kommen Schlussüberschussanteile – beim laufenden Beitrag liegt die Gesamtverzinsung damit bei durchschnittlich 2,52%.

Kombination aus Sicherheit und Renditechancen

In der Altersvorsorge setzt die INTER vor allem auf die INTER MeinLeben Privatrente. Bei ihr wird die Sicherheit der klassischen Lebensversicherung mit den Chancen der Investmentanlage kombiniert. Dafür stehen drei stets altersentsprechende Vermögensaufbaustrategien zur Auswahl.

Bei AXA und DBV alles unverändert

Die AXA Lebensversicherung AG und ihre Zweigniederlassung DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung zahlen ihren Versicherten auch im Jahr 2022 für Renten- und Kapitallebensversicherungen mit laufender Beitragszahlung unverändert eine laufende Verzinsung von 2,6%. Die Gesamtverzinsung bleibt ebenfalls stabil und liegt wie im vergangenen Jahr einschließlich Schlussgewinnanteil und Sockelbeteiligung an den Bewertungsreserven bei durchschnittlich 3,1% für konventionelle Verträge.

Hohe Solvency II-Quote und Ratings

Mit der Zinsdeklaration verweist die AXA auf die überdurchschnittliche Solvency II-Quote sowie die Bewertungen verschiedenster Analysehäuser. Zusammen mit der internationalen AXA Gruppe zählt die AXA Leben zu den finanzstärksten Unternehmen der Branche. Belege für die Finanzstärke und Solidität von AXA sind die aktuellen Bewertungen der großen Analysehäuser Standard & Poor’s (AA- ausgezeichnet), Fitch (Finanzstärke AA-, sehr stark) und Moodys (Aa3) sowie der Belastungstest von Morgen & Morgen mit der Bestnote „Ausgezeichnet“ für die AXA Lebensversicherung. (bh)

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Überschussbeteiligung 2022: So deklarieren Allianz, Nürnberger und ERGO

Im November und Dezember deklarieren die Lebensversicherer jeweils ihre Überschussbeteiligung für das nächste Jahr. Manche Versicherer halten die Verzinsung auch in herausfordernden Zeiten stabil, andere passen leicht nach unten an.

<p>Die Allianz Lebensversicherung hält für das Jahr 2022 an der Verzinsung aus dem Vorjahr fest. </p><p>Für das Vorsorgekonzept Perspektive bietet die Allianz eine Gesamtverzinsung von 3,2%. Die Gesamtverzinsung der klassischen Lebens- und Rentenversicherung liegt bei 2,9%. Die in der Gesamtverzinsung enthaltene laufende Verzinsung liegt für Perspektive bei 2,4%, für Klassik bei 2,3%. </p><p>Die kapitalmarktnahen Vorsorgekonzepte KomfortDynamik und InvestFlex setzen auf die Chancen der Kapitalmärkte und nutzen das Sicherungsvermögen als stabilisierendes Fundament. Die Allianz bietet für den Teil des Kapitals, der im Sicherungsvermögen angespart wird, ebenfalls eine Gesamtverzinsung von 3,2%. </p><h5>Anpassung der Produktwelt</h5><p>Aufgrund der Niedrigzinsen hat die Allianz ihre Produktwelt bereits angepasst und neue Angebot in der privaten und betrieblichen Vorsorge auf den Weg gebracht. Bei den kapitalmarktnahen Konzepten bietet die Allianz nun ein reduziertes Garantieniveau von 80%, um die Renditechancen zu erhöhen. Besonderes Augenmerk richtet die Allianz darauf, ihre Produkte immer mehr nachhaltig auszurichten.</p><!--text-long-pagebreak--><!--sub-title||Nürnberger hält laufende Verzinsung stabil--><h5>Nürnberger hält laufende Verzinsung stabil</h5><p>Die Nürnberger Lebensversicherung AG (NLV) hält ihre Überschussbeteiligung für 2022 abermals konstant. Laut Leben-Vorstand Harald Rosenberger sei das auch vor dem Hintergrund der Senkung des Höchstrechnungszinses auf 0,25% „absolut bemerkenswert“. Ebenso in den Tarifen des Einkommensschutzes bleiben die Überschüsse auf Vorjahresniveau. Für die BU-Bestandsverträge bedeutet das seit knapp 30 Jahren eine konstante Überschussbeteiligung.</p><p>Wer bei der Nürnberger eine konventionelle Lebens- oder Rentenversicherung abgeschlossen hat, erhält für das Jahr 2022 weiterhin eine laufende Verzinsung von 2,25%. Zusammen mit den Schlussüberschüssen liegt die Gesamtverzinsung sogar bei rund 2,50%. Hinzu kommt noch eine Beteiligung an den Bewertungsreserven.</p><h5>Finanzstärke der Nürnberger</h5><p>In dem Zusammenhang verweist die Nürnberger auch die Finanzstärke des eigenen Hauses. So attestiert Fitch Ratings der NLV ein A+ (stark). Zudem hat Franke und Bornberg die NLV im BU-Unternehmensrating mit der Bestnote FFF+ ausgezeichnet.</p><!--text-long-pagebreak--><!--sub-title||ERGO Lebensversicherer passen Gesamtverzinsung an--><h5>ERGO Lebensversicherer passen Gesamtverzinsung an</h5><p>Bei der ERGO wirken sich die aktuellen Marktentwicklungen auf die Überschussbeteiligung für 2022 aus. ERGO Vorsorge, der Lebensversicherer der ERGO Group, passt diese leicht nach unten an. Im Einzelnen bedeutet dies: </p><p>Die ERGO Vorsorge Lebensversicherung setzt die laufende Verzinsung im Jahr 2022 bei 2,2% fest. Hinzu kommen 0,2% aus Schlussüberschussbeteiligung und Sockelbeteiligung an den Bewertungsreserven. Damit beträgt die Gesamtverzinsung 2,4%. </p><p>Die ERGO Lebensversicherung setzt die laufende Verzinsung im Jahr 2022 bei 1,85% fest. Dazu kommen 0,25% aus Schlussüberschussbeteiligung und Sockelbeteiligung an den Bewertungsreserven. Damit liegt die Gesamtverzinsung bei 2,1%. </p><p>Die laufende Verzinsung beträgt für die Victoria Leben im Jahr 2022 1,85%. Die Kunden erhalten dazu 0,25% aus Schlussüberschussbeteiligung und Sockelbeteiligung an den Bewertungsreserven. Die Gesamtverzinsung beläuft sich somit auf 2,1%. </p><h5>Verweis auf hohe Solvenzquote</h5><p>Im Zusammenhang mit der Zinsdeklaration betont Michael Fauser, Vorstandsvorsitzender der ERGO Vorsorge Lebensversicherung AG: „ERGO bleibt ein verlässlicher und finanzstarker Partner für ihre Kunden. Die im Marktvergleich überdurchschnittlich hohe Solvenzquote von 577% der ERGO Vorsorge und die beste jemals durch Assekurata vergebene und zuletzt bestätigte Bonitätsbewertung von AA unterstreichen dies einmal mehr.“ </p><p>In der Kapitalanlagestrategie setzt die ERGO künftig verstärkt auf Nachhaltigkeit. Dabei baut der Versicherer das Engagement in nachhaltigen Infrastrukturfinanzierungen wie Windkraft, Fernwärme und Bahnnetze sowie in der Immobilienfinanzierung aus. Außerdem nutzt ERGO Vorsorge Leben verstärkt die Renditechancen an den Aktienmärkten. (bh)</p><p>Lesen Sie auch: </p><p><a href="https://www.asscompact.de/nachrichten/ideal-h%C3%A4lt-%C3%BCberschussbe…; target="_blank" >IDEAL hält Überschussbeteiligung für 2022 konstant</a> </p><p><a href="https://www.asscompact.de/nachrichten/lv-1871-h%C3%A4lt-%C3%BCberschuss…; target="_blank" >LV 1871 hält Überschussbeteiligung stabil</a></p><p><i class="font-twelve-italic" >Bild: © magele-picture – stock.adobe.com</i></p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/634092F3-42C0-4BD6-AF29-35BDEFC87A18"></div>

 

Fehlen einer Klingel im Kreißsaal ist grober Behandlungsfehler

Wenn eine Mutter kurz nach der Geburt ihres Babys im Kreißsaal keine Alarmierungsmöglichkeit in Reichweite hat, handelt ein Krankenhaus grob fehlerhaft. Mit dieser Beurteilung hat das OLG Celle den Ersatzanspruch eines Kindes mit schwerem Gehirnschaden bestätigt.

Nach einer Geburt, die im Wesentlichen komplikationsfrei verlaufen war, gab eine Hebamme der Mutter Gelegenheit, im Kreißsaal mit ihrem Baby zu „bonden“, also eine emotionale Bindung aufzubauen, und ließ beide allein. Den Schilderungen der Mutter zufolge erschien ihr kurze Zeit später ihr Baby „zu ruhig“. Anfangs habe sie noch gedacht, dass es vielleicht schlafe, habe sich dann aber doch gewundert, dass es sich gar nicht rege. Daraufhin habe sie klingeln wollen, damit jemand nachschaue. An ihrem Bett habe es aber keine Klingel gegeben und infolge der Geburt habe sie zunächst nicht aufstehen können. Der Hebamme fiel der Zustand des Babys deshalb erst rund 15 Minuten später auf. Das Kind litt zu diesem Zeitpunkt unter einer Atemdepression („Fast-Kindstod“). Trotz unverzüglicher Behandlung und Reanimation führte dies zu einer schweren Hirnschädigung.

Kind verlangt Schmerzensgeld

Vertreten durch seine Eltern verlangt das heute acht Jahre alte Kind vom Krankenhaus und der Hebamme aufgrund der verbleibenden Gesundheitsschäden ein Schmerzensgeld in Höhe von 300.000 Euro sowie den Ersatz materieller Schäden. Das Landgericht Hannover (LG) hat der Klage dem Grunde nach stattgegeben.

Mutter muss Alarmierungsmöglichkeit haben

Die hiergegen eingelegte Berufung hat der für Streitigkeiten aus dem Arzthaftungsrecht zuständige 1. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Celle (OLG) mit Urteil vom 20.09.2021 zurückgewiesen, nachdem er den bereits vom Landgericht vernommenen medizinischen Sachverständigen erneut angehört hatte. Eine Mutter müsse in dieser Phase der zweiten Lebensstunde ihres Babys die Möglichkeit haben, eine Hebamme beispielsweise mit einer Klingel zu alarmieren, ohne aus ihrem Bett aufstehen zu müssen. Sie sei in dieser Phase nicht immer in der Lage, selbstständig das Bett zu verlassen, um Hilfe zu holen.

OLG sieht groben Behandlungsfehler

Dass eine solche Alarmierungsmöglichkeit im konkreten Fall nicht vorhanden gewesen sei, sei ein grober Behandlungsfehler, der einem Arzt bzw. einer Hebamme schlechterdings nicht unterlaufen dürfe. Deshalb sieht das OLG Celle das Krankenhaus und die Hebamme hier in der Haftung, auch wenn nicht mit letzter Sicherheit festgestellt werden könne, dass eine frühere Alarmierung die Hirnschädigung des heute achtjährigen Kindes tatsächlich verhindert hätte oder dass diese geringer ausgefallen wäre.

Über Beschwerde beim BGH noch nicht entschieden

Das OLG hat eine Revision zum Bundesgerichtshof (BGH) nicht zugelassen, weil der Fall insbesondere keine Rechtsfragen von grundsätzlicher Bedeutung aufwerfe. Hiergegen haben sich die Beklagten jedoch mit einer Beschwerde an den Bundesgerichtshof gewandt, über die dort noch nicht entschieden ist. Sofern das Urteil rechtskräftig wird, steht abschließend fest, dass dem Kind Ersatzansprüche zustehen. Deren Höhe wäre allerdings gegebenenfalls noch durch das Landgericht Hannover zu klären. (ad)

OLG Celle, Urteil vom 20.09.2021 – 1 U 32/20

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